PlayStation Vita im Test
Sonys neues Handheld im Praxistest
Sony will die Karten im Handheld-Geschäft neu mischen. GamePro hat die PlayStation Vita bereits ausführlich getestet und verrät euch alles Wissenswerte zum Deutschland-Start.
Von
Thomas Wittulski
|
Datum:
17.02.2012
Am 22. Februar ist es soweit und europäische PlayStation-Fans können die Vita endlich in den eigenen Händen halten. Wir haben die PlayStation Vita bereits vorab ausführlich auf Herz und Nieren getestet und verraten euch, was Sonys neues Handheld auf dem Kasten hat und was ihr beim Kauf beachten müsst.
Ausgepackt
Zum Thema
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Die Hardware im Detail
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Test, Special, Infos
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Ein Blick auf die PS-Vita-Spiele
» Verlosung
PS Vita - Spiele zu gewinnen
Jeder dürfte das Gefühl kennen, wenn ein heiß ersehntes Stück Hardware endlich da ist. Ein paar Minuten nach Eintreffen versammelte sich die gesamte Redaktion um einen Tisch und sah beim Auspacken zu. Neben Anleitungen und dem Ladekabel, das ohne Netzteil auch als USB-Verbindungskabel zum Computer und zur PlayStation 3 dient befindet sich natürlich die Vita selbst in der unscheinbaren quadratischen Box.
Noch schnell aus der blickdichten Folie befreien und wir halten das schmucke Stück in unseren Händen. Der erste Eindruck: Leichter als die PSP, vom Aufbau und dem Design her sehr ähnlich, aber durch die abgerundeten Ecken deutlich schicker.
Schade nur, dass sich kein antistatisches Tuch zum Abputzen des edlen Vita-Lacks in der Packung befindet. Denn schon nach dem ersten Betasten finden sich auf der Hochglanzoberfläche und dem Touch-Bildschirm hässliche Fingerabdrücke.
Starke Technik
Erste offensichtliche Neuerung im Vergleich zur PSP ist der Wegfall des unbequemen Schiebepads. Stattdessen hat Sony die Vita mit zwei analogen Ministicks ausgestattet - ein großer Vorteil beim Spielen! Das etwas größere Display fällt nur im direkten Vergleich auf, die doppelte Auflösung und die Farbbrillanz des Screens dafür aber direkt nach dem Anschalten.
Im Inneren der PlayStation Vita schlummert ein starker Vierkern-Prozessor und ein Grafikchip mit ebenso vielen Kernen.
Dass die Ausstattung anspruchsvolle Grafiken auf den Bildschirm zaubert, zeigt etwa der Starttitel Uncharted: Golden Abyss .
Alternative Steuerungseingaben, wie die beiden Touchpanels auf dem Bildschirm und der Rückseite des Geräts, sowie die Bewegungssensoren ähnlich denen des Sixaxis-Controllers funktionieren indes gut. Lediglich die VGA-Auflösung der beiden Kameras vorne und hinten am Gerät ist nicht mehr Zeitgemäß.
Auch die Akkulaufzeit ist nicht optimal: Übersteht die PlayStation Vita auf Standby noch ein paar Tage, dürstet sie, je nach Belastung und Spiel, im Betrieb schon nach 3 bis 5 Stunden nach Energie. Besonders auf längeren Reisen ohne Stromanschluss in der Nähe ärgerlich.
Buttons
Sowohl das Steuerkreuz als auch die Digitalbuttons sind gut verarbeitet und haben einen guten Druckpunkt. Lediglich Leute mit großen Fingern dürften beim Umgreifen etwas über die Ministicks stolpern.
Analogsticks
Im Vergleich zum Schiebepad der PSP sind die Analogsticks der Vita ein echter Traum: Sie machen einen stabilen Eindruck und man rutscht nicht so schnell ab. Außerdem erleichtert es die Steuerung vieler Spiele ungemein, dass es zwei Ministicks gibt.
Schultertasten
Die aus durchsichtigem Hartplastik gefertigten Schultertasten passen sich perfekt ins Design der Vita ein. Mit angelegtem Zeigefinger sind die Trigger auch jederzeit gut erreichbar.
Spiele-Slot
Die aus durchsichtigem Hartplastik gefertigten Schultertasten passen sich perfekt ins Design der Vita ein. Mit angelegtem Zeigefinger sind die Trigger auch jederzeit gut erreichbar.
Speicher-Slot
Rechts neben dem Kopfhöreranschluss befindet sich eine Klappe, hinter der die Memory Card verstaut wird. Ähnlich wie der Spieleslot lässt sich die Abdeckung nur mit Mühe öffnen. Das ist in diesem Fall aber auch in Ordnung, da die Memory Card eher selten bis gar nicht ausgetauscht wird.
Hardwarevergleich
Damit deutlich wird, was sich hardwaretechnisch von der PSP auf die Vita getan hat, haben wir die wichtigsten Fakten für euch zusammengefasst. Hier wird auch der Vergleich zum Nintendo 3DS und dem iPhone 4S ersichtlich. Leider gibt es keine offiziellen Angaben zur Taktung aller Prozessoren, die CPU der PlayStation Vita ist allerdings deutlich stärker als die der PSP und zudem die leistungsfähigste im Feld. Selbiges trifft auch auf den Grafikchip zu.
| | PlayStation Vita | Nintendo 3DS | PSP | iPhone 4S |
| CPU (Prozessor) | ARM Cortex A9 (4 Kerne) | 2x 266 MHz ARM | 32-bit RISC-Prozessor 10 bis 333 MHz | 1 GHz Apple A5 (2 Kerne) |
| GPU (Grafikchip) | SGX543MP4+ | PICA200 133MHz, 4MB dedicated VRAM | 166 MHz | PowerVR |
| Abmessungen (in mm) | 182.0 x 18.6 x 83.5 | 134 x 74 × 21 | 74 x 170 x 23 | 115,2 x 58,2 x 9,3 |
| Bildschirm(e) | 5 Zoll 960 x 544 Pixel Multitouchscreen | Oben: 3,53 Zoll 800 x 240 (3D) Unten: 3,02 Zoll 320 x 240 Touchscreen | 4,3 Zoll 480 x 272 Pixel | 3,5 Zoll 960 x 640 Pixel Multitouchscreen |
| Hinteres Touchpad | Multitouchpad | - | - | - |
| Kamera(s) | 1x vorne, 1x hinten, je 0.3 MP | 1x vorne, 2x hinten (für 3D Fotos), je 0.3 MP | - | |
| Kommunikation | Wi-Fi, Bluetooth, 3G Version mit GPS | WiFi | Wi-Fi | Wi-Fi, Bluetooth, 3G |
| Erscheinungsdatum | 22. Februar 2012 | 25. März 2011 | 1. September 2005 | 14. Oktober 2011 |
| Preis (zum Start) | WiFi: 250 € WiFi+3G: 300 € | 250 € | 250 € | ab 630 € |