Vor 25 Jahren hat mir ein Shooter das Fürchten gelehrt - jetzt wird sein bester Part endlich fortgesetzt

Chris saß damals schlotternd vor seinem ersten PC, als er Aliens versus Predator gezockt hat. Nun kommt die geistige Fortsetzung heraus und die beruft sich auf eine wichtige Stärke des Sci-Fi-Shooters.

Was sich da wohl im Sturm versteckt? Eieiei! Was sich da wohl im Sturm versteckt? Eieiei!

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Aliens und ganz besonders die aus den Alien-Filmen bekannten Xenomorphen haben mich schon immer fasziniert. Sowohl damals auf einer verschrammelten VHS-Kassette, auf der der erste Ableger der Filmreihe halb mit E. T. überspielt war, als auch in den Spieleumsetzungen für PlayStation 1, Super Nintendo und PC. Und aus denen stach ein Titel ganz besonders heraus: Aliens versus Predator.

Insbesondere die Marine-Kampagne hat es mir mit ihrer Mischung aus nervenzerreißendem Horror und brachialer Action angetan. Mit dem schrillen Ping des Bewegungs-Trackers im Ohr haben mich die außerirdischen Monster durch stockfinstere Korridore gehetzt oder in Schächten auf mich gelauert. Stunden später war ich dann mit der mächtigen M59/B Smart Gun am Drücker und habe die Biester reihenweise niedergemäht.

Für den abwechslungsreichen und clever strukturierten Shooter zeichnete sich das Team von Rebellion verantwortlich – also das Studio, das in den letzten Jahren zahlreiche Sniper Elite- und Zombie Army-Ableger brachte. Und jetzt mit Alien Deathstorm eine Fortsetzung zu den Aliens versus Predator-Spielen wagt. Nur eben ohne Alien-Lizenz.

Auf den Spuren einer Shooter-Legende

Rebellion hat mir gegenüber in einem Interview, das ich im Vorfeld der gamescom geführt habe, keinen Hehl daraus gemacht, dass sich Alien Deathstorm stark an der Jahrzehnte alten Vorlage orientiert.

Zumindest an dessen Marine-Kampagne. Es gab zwar im Original von 1999 auch noch die Möglichkeit, jeweils mit einem Alien und einem Predator auf Menschenjagd zu gehen, in der Haut eines Space Marine zu stecken, war aufgrund der Horror-Shooter-Mischung für mich aber der mit Abstand beste Teil. Und den soll Deathstorm weiterspinnen.

Im Rahmen unseres Find Your Next Game-Programms haben wir zu Alien Deathstorm einen ausführlichen Gameplay-Reveal gezeigt und den könnt ihr euch hier anschauen:

Video starten 5:00 5 Minuten mit Alien Deathstorm: Der neue düstere Story-Shooter in voller 4K-Grafikpracht direkt von der FYNG Show

Die Kernidee bleibt dabei unangetastet: Wir stranden während einer vermeintlichen Rettungsmission in einer heruntergekommenen Minenkolonie, in der gerade ein massiver Sturm tobt. Der reißt die Station nach und nach auseinander.

Schon kurz nach der Ankunft müssen wir feststellen, dass sich fiese Aliens in der Anlage eingenistet haben, und natürlich sind sie richtig scharf auf ein paar Happen Menschenfleisch. Als für den Kampf abgestellter Techniker erkunden wir also nach und nach die Kolonie und kämpfen um unser Leben.

Dabei soll auch eine gehörige Portion Horror nicht fehlen: Zu Beginn steht dem bisher namenlosen Combat Engineer eine läppische Pistole mit kleinem Magazin zur Verfügung, jeder Gegner könnte der armen Sau also massiv gefährlich werden.

Die Station sieht schon auf dem ersten Blick ziemlich unwirtlich aus, der Reaktor steht quasi völlig offen. Die Station sieht schon auf dem ersten Blick ziemlich unwirtlich aus, der Reaktor steht quasi völlig offen.

Wobei der Kampf zu Beginn des Spiels wohl eher eine untergeordnete Rolle spielt. Denn zuerst geht es auf der verregneten Station durch ebenso dunkle Korridore wie damals, stets mit einem Auge auf den Alien-typischen Motion Tracker gerichtet, der am unteren Bildschirmrand platziert wurde.

Zu dem führe ich auch eine eher zwiegespaltene Beziehung: Auf der einen Seite verschafft er mir einen Vorteil, indem er kenntlich macht, wo sich Feinde aufhalten, auf der anderen Seite treibt er mir aber auch den Schweiß auf die Stirn, da ich ohne entsprechende Bewaffnung nicht auf die Gefahr reagieren könnte. Ein brillantes Werkzeug also für eine dichte Atmosphäre, das mich auch schon unzählige Nerven gekostet hat!

Deathstorm sieht auch ohne Alien-Lizenz vielversprechend aus

Alien Deathstorm hält sich nicht nur beim Bewegungssensor nah an die Vorlage, es gibt auch grafisch eine gehörige Portion Retro-Charme: Röhrenmonitore flimmern auf klobigen Arbeitstischen und sind mit mannshohen, weißen und an den Ecken abgerundeten Server-Schränken verbunden. Rostiger Stahl hält die versatzstückartig zusammengeschusterten Module zusammen, die die Station bilden sollen.

Man könnte auch einfach ein Weyland-Yutani-Logo an die kahlen Wände kleistern und ich würde es nicht weiter hinterfragen.

Bei den Aliens wird der Unterschied dann aber schon deutlicher. Die sehen den Xenomorphen aus der Alien-Reihe nicht wirklich ähnlich und sind eher tentakeliger Natur:

Vier Gegnertypen sind aktuell bestätigt und die decken bisher vor allem den Genre-Standard ab: Ein paar flinke Vierbeiner sind dabei, sowie ein großer, zweibeiniger "Soldat". Zum Release im nächsten Frühjahr auf PC, PS5 und Xbox Series X|S sollen es aber noch deutlich mehr werden, ebenso wie mehr Waffen.

Wenig Xenomorph, wirklich ganz wenig. Aber dennoch ziemlich garstig! Wenig Xenomorph, wirklich ganz wenig. Aber dennoch ziemlich garstig!

Auf der gamescom werden lediglich Schlaghammer, Pistole, Maschinenpistole und Shotgun gezeigt, das Arsenal soll aber noch deutlich größer werden. Mit zunehmendem Fortschritt rückt nämlich mehr Run and Gun-Action in den Vordergrund, statt wie bei Alien: Isolation und Dead Space Ressourcen mit Bedacht zu managen.

Aber was ist mit dem zuvor angesprochenen Sturm im Spiel? Der soll die Station nach und nach zerstören, abgerissene Metallstücke sowohl für die Spieler*innen als auch unsere Widersacher also Gefahren darstellen und womöglich neue Wege eröffnen. Wie genau das funktioniert, konnte uns Rebellion aber noch nicht zeigen.

Eure Knarren werden sich zudem mit Upgrades erweitern lassen, und auch Gegenstände wie Rohrbomben lassen sich herstellen. Die Materialien und Blaupausen dafür findet ihr in den großen, Sandbox-artigen Missionen, die vergleichbar mit den Aufträgen in den Sniper Elite-Spielen sind.

Interessant ist dabei, dass sich etliche Zusammenstöße mit Gegnern nicht bei jedem Spieldurchgang gleich anfühlen sollen, sondern per Zufall ausgewürfelt werden. Mit einem Roguelike oder dergleichen ist bei dem Ego-Shooter eher nicht zu rechnen, aber mit Alien-Angriffen an Stellen, an denen sie bei anderen Spieler*innen nicht aufgetaucht sind. So zumindest der Plan von Rebellion, konkret implementiert ist die Mechanik noch nicht im Spiel.

Und damit ihr das nicht allein durchstehen müsst, ist ein Koop-Modus für derzeit zwei Personen geplant. Den gab es damals zum Beispiel in Aliens versus Predator nicht!

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