Cutout ist eines der schönsten 2D-Actionspiele der letzten Jahre und hat ein ziemlich makaberes Gameplay-Feature

Während der FYNG-Show wurde Cutout enthüllt und Dennis stellt euch das schaurige 2D-Actionspiel genauer vor.

Cutout ist ein neues 2D-Actionspiel von Entwickler 906 Games. Cutout ist ein neues 2D-Actionspiel von Entwickler 906 Games.

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Mit Cutout hatten wir soeben während der FYNG-Show eine richtig coole Weltpremiere für euch. Falls euch das düstere 2D-Actionspiel ebenfalls gepackt hat oder ihr gerade durch die außergewöhnliche Optik auf dem Vorschaubild hellhörig geworden seid, dann hab ich was für euch.

Im Vorfeld der gamescom konnte ich nämlich mit dem italienischen Indie-Entwickler 906 Games sprechen und sie über ihr Projekt ausquetschen. In der Preview fasse ich für euch zusammen, was es mit dem richtig schicken Titel auf sich hat.

Das Wichtigste zu Cutout

  • Genre: 2D-Actionspiel / Horror
  • Release: 2027
  • Plattformen: PC

Aktuell ist lediglich die PC-Version in Entwicklung. Kommt die bei euch gut an, ist ein Release für Konsolen zu einem späteren Zeitpunkt aber durchaus möglich.

Und hier könnt ihr euch im Trailer ein genaueres Bild von Cutout machen:

Soweit die Basics. Warum Cutout bislang auf mich einen richtig starken Ersteindruck macht, und das nicht nur optisch, dazu jetzt mehr.

Durch düstere Papplandschaften

Zunächst zum Offensichtlichen. Alles in Cutout ist aus Pappe und Papier – und das wortwörtlich. Alle Figuren und Hintergründe wurden zunächst gebastelt und dann via Photogrammetrie digitalisiert.

So wirkt das Horrorspiel auf mich wie der böse Bruder von Paper Mario. Die Diorama-Optik hat mich zudem an Squares RPG Fantasian erinnert.

Cutout ist komplett aus Pappe und Papier und schaut wirklich fantastisch aus. Cutout ist komplett aus Pappe und Papier und schaut wirklich fantastisch aus.

Natürlich ist Grafik nicht alles, aber hier hat sich 906 Games für einen Look entschieden, der recht selten genutzt wird und einfach ganz fantastisch aussieht. Es ist immer wieder schön, wenn Spiele handgebaut sind, und auf Cutout trifft das definitiv zu.

Ein makaberer Gameplay-Twist

In Cutout schlüpfen wir übrigens in die Rolle von Lena. Das junge Mädchen gilt in ihrem Dorf als verstoßene Außenseiterin. Als letztes Kind des sterbenden Waldes ist sie es, die für die Naturkatastrophe verantwortlich gemacht wird.

Unser Ziel mit Lena ist es, ein mächtiges Zepter in die Finger zu bekommen, den Wald zu heilen und so endlich von ihrem Dorf akzeptiert zu werden. Die Identitätsfindung von Lena und ihr Wunsch nach Zugehörigkeit und eigener Kraft sollen dabei erzählerisch eine große Rolle spielen.

Die Idee zu Cutout ist den Entwicklern übrigens durch das Pop-Up-Buch "I love you (almost always)" von der spanischen Autorin Anna Llenas gekommen. Und jetzt wisst ihr auch, woher Hauptfigur Lena ihren Namen hat.

Mehr hat mir 906 nicht über ihre Reise verraten, dafür hat mir das kleine Team aber erklärt, wodurch sich Cutout spielerisch von anderen Titeln abhebt.

Grundsätzlich bekommt ihr hier nämlich ein schauriges und durchaus actionreiches Hack 'n Slash geboten, das euch für gut 7 bis 8 Stunden bei Laune halten soll – und das mit einem besonderen Gameplay-Twist daherkommt.

So kann Lena nämlich im Kampf die Körperteile von Gegnern abschneiden und sie als Waffe gegen sie einsetzen. Alle Gliedmaßen sollen dabei unterschiedliche Attribute und Fähigkeiten haben. Schneidet ihr etwa einem Pappkameraden sein Bein ab, nutzt es und weicht aus, zieht Lena eine Spur aus Flammen hinter sich her, die Feinde ankokelt. Papier und Feuer vertragen sich bekanntlich nicht allzu gut.

Mehr als ein lineares 2D-Actionspiel

Wie mir 906 Games bestätigt, ist Cutout zwar grundsätzlich recht linear aufgebaut, gibt euch aber durchaus die Möglichkeit, Geheimnisse zu entdecken. Wollt ihr als Completionist alles finden, soll es auch die Möglichkeit geben, an frühere Stellen zurückzuspringen. Einen leichten Metroidvania-Ansatz hat Cutout also auch.

Das Erkunden ist dabei ebenfalls stark an die abgetrennten Gliedmaßen geknüpft. Die könnt ihr nämlich nicht nur als Waffe einsetzen, sondern beispielsweise einen abgetrennten Arm auch als Steigeisen zweckentfremden, um höher gelegene Stellen zu erreichen – was irgendwie makaber, aber auch einfach ziemlich cool klingt.

Sind dir kleine Sorgenpunkte begegnet? Mal ganz davon ab, dass ich euch noch nicht sagen kann, wie cool die Kämpfe in der Praxis sind und ob Lenas Story taugt, ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, die sich allerdings später als recht nervig herausstellen könnte.

Und zwar kann Lena lediglich ein Körperteil gleichzeitig tragen und muss sich an einem Lagerfeuer stets neu ausrüsten. An den Ruheorten könnt ihr übrigens auch Waffen dank während der Reise gefundener Items craften.

Jetzt kann es sein, dass das Ganze in viel Backtracking ausartet. Beispielsweise, wenn ich einen geheimen Gang gefunden habe, den ich aber nur mit einem ganz speziellen Körperteil durchqueren kann.

Ob es so kommt, das wird sich zeigen. Spätestens, wenn Cutout planmäßig 2027 für PC erscheint.

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