Als Animula Nook im September 2025 angekündigt wurde, hat man Rae und meinen Schrei der Entzückung vermutlich in der ganzen Bundesrepublik gehört. Seitdem heißt die Lebenssimulation bei uns übrigens nur noch “das Spiel mit der dicken fetten Wobbelkatze”. Mit einem Blick auf den Trailer wisst ihr auch, warum.
Animula Nook schrumpft uns auf die Größe eines Fingerhuts und lässt uns unseren Schreibtisch neu erkunden und direkt in eine Miniaturwelt umbauen. Wir können Häuschen errichten, Pflanzen anbauen und mit Hilfe unserer Wobbelkatze durch irgendwelche magischen Wälder fliegen, um neue Materialien oder sogar potenzielle Bewohner zu finden.
Logisch, dass Rae und ich als Animal-Crossing- und Wobbelkatzen-Fans die gamescom Demo anspielen mussten.
Eine kleine Entschuldigung vorweg: Da wir leider keine Screenshots während der Demo machen konnten, haben wir auf die gute alte Handykamera zurückgegriffen. Entschuldigt bitte, wenn nicht alle Bilder im Artikel der gewohnten Qualität entsprechen.
Ist das schön!
Während im Gameplay-Trailer vor allem der Beginn von Animula Nook gezeigt wird, begannen wir unsere Demo-Reise mitten im Spiel. Die Entwickler*innen hatten unseren digitalen Schreibtisch bereits so künstlerisch hergerichtet, dass wir erstmal aus dem Staunen gar nicht rauskamen.
Links ein Schokoladenhaus, rechts eine offene Küche mit Sternchen-Stuhl und großem Glückskatzen-Schwein und oh mein Gott, hat der Monitor etwa KATZENOHREN? In Kombination mit den unterschiedlichen Texturen und der Liebe zum Details wird die große Stärke von Animula Nook direkt deutlich: Es sieht einfach unglaublich gut aus und fängt die Cosy-Essenz wunderbar ein.
Auch die Hub-Welt lädt durch seine Optik sofort zum Erkunden ein. Hier können wir neue Dekogegenstände finden, treffen wir Händler für diverse Rezepte, sowie Saatgut und potenzielle Bewohner. Die nennt man hier übrigens Minies. Damit ein Bewohner bei uns einzieht, müssen wir ihm oder ihr ein Häuschen nach persönlichen Vorlieben und Vorgaben bauen.
Vom Bausystem haben wir jetzt aufgrund der kurzen Zeit nicht allzuviel gesehen. Ihr könnt Objekte aus eurem Inventar auf der Schreibtischwelt oder in einem Haus platzieren und Ausrichten. Einen Überblicks-Modus wie etwa in Animal-Crossing gibts natürlich auch. Wie kreativ man sich hier ausleben kann, konnten wir in der kurzen Zeit und angesichts des fortgeschrittenen Spielstandes nicht feststellen.
Der Gameplay-Trailer aus 2025 gibt euch aber einen guten Eindruck, was wir alles gesehen und erlebt haben:
4:03
Animula Nook: Erster Trailer der neuen Lifesim zeigt die Spielwelt aus riesigen Schreibtischen und Kaffeetassen
Alternativ können wir auch per Online-Koop andere Spieler*innen zu uns einladen. Wie das genau funktioniert, konnten wir nicht testen. Das Menü zum Einladen eines Squads, sowie ein Adressbuch mit privaten Chats zu anderen Spieler*innen haben wir aber gefunden.
Gefunden haben wir (leider) auch eine ganze Menge anderer Menüs, wovon einige die anfängliche Euphorie dann doch trübten. Neben einer Auflistung diverser Story(?)-Kapitel gibt es nämlich auch Unterpunkte für tägliche und wöchentliche Ziele mit jeder Menge Währungen und anderem Kleinkram.
Und mit Kleinkram meinen wir ein Sammelkarten-Gatcha-System und Siegel für “Premium Inspirations Events”. Spätestens jetzt müssten bei euch die Alarmglocken klingeln.
Die Frage nach dem Preisschild
Bei Steam, als auch im PlayStation-Store ist Animula Nook bereits als Free-To-Play-Spiel gelistet. Auf der PlayStation-Seite findet sich bereits der Hinweis “In-Game-Käufe optional”. Wo die Reise hingeht, sollte damit auch schon klar sein. Die Frage ist nur, wie schlimm die In-Game-Monetarisierung wird.
Natürlich standen in der Demo noch nirgendwo Preisschilder dran und auch einen Shop haben wir vergebens gesucht. Dass aber zumindest die Sammelkarten die gesetzlich vorgeschriebenen Wahrscheinlichkeiten (wie bei Lootboxen) bereits aufwiesen und das Wort “Premium” bei den Events schon mit drinsteht, deutet auf eine durchdachte Monetarisierung hin.
Das muss auch erstmal nichts Schlimmes sein, kann aber in Verbindung mit künstlichen Wartezeiten oder zeitexklusiven Events zum echten Krampf werden. In der Demo konnten wir beispielsweise ungehindert von unserem Schreibtisch zur kleinen Hub-Welt reisen und hatten lediglich einen 10-Sekunden-Timer.
Untendrunter stand aber schon ein Hinweis auf “kostenlose Tickets”, was zumindest darauf hinweist, dass hier zum Release irgendeine Schranke verbaut sein könnte.
Fazit der Redaktion
Mary Marx
@zaizencosplay
Ich hoffe wirklich, dass Animula Nook sich nicht in Mikrotransaktionen und Timern verrennt, sondern genau die Lebenssimulation wird, die ich mir als Animal-Crossing-Fan wünsche. Ich habe kein Problem damit, Dinge freispielen zu müssen oder auch auf besonders pompöse Accessoires aus dem Echtgeld-Shop zu verzichten.
Allerdings erwarte ich, auch für 0 Euro ein rundes Spielerlebnis zu bekommen, das mir trotzdem diesen Zauber und die Faszination der Miniaturwelt gibt, wie ich sie am Anfang der Demo gefühlt habe. Mit Blick auf die vielen Level-Systeme für das Charakterlevel oder Berufslevel wie Kochen, gibt es aber viel Potenzial auf langfristigen Spaß, ohne das Portemonnaie zu zücken.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.