Baldur's Gate 3-Schulterkamera-Mod sorgt für Begeisterung, aber manche Fans sagen auch: macht die Identität des Spiels kaputt

Bei den vielen Mods, die es für den RPG-Hit gibt, sorgt eine jetzt für Diskussionen: Macht sie das Spiel moderner oder verändert sie zu viel?

Eine BG3-Mod sorgt für Diskussionen. Eine BG3-Mod sorgt für Diskussionen.

Wer Baldur's Gate 3 spielt, hat eine Fülle von teilweise sehr abenteuerlichen Mods zur Wahl, und das sogar auf Konsole, dank des ergänzten In Game-Mod-Supports. Das Konzept einer aktuell sehr beliebten Mod ist simpel, aber erhitzt die Gemüter umso mehr. Es geht um eine Schulterkamera – und Fans diskutieren, ob das Spiel das braucht.

"Die Kamera ist das Fundament": BG3-Community diskutiert über Mod

Die Mod ist seit einiger Zeit über Nexus Mods verfügbar und heißt "True Third Person Camera", also "wahre Third Person Kamera". Warum? Ganz einfach, weil die Kameraperspektive auch schon ohne diese Anpassung Spielraum hat. Standard ist der Iso-Blickwinkel von oben, wie wir es von klassischen CRPGs gewohnt sind.

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Der Zoom lässt sich aber so wählen, dass wir sehr nahe an die Charaktere herankommen und fast schon ein Third Person-Gefühl entsteht. Ich habe beispielsweise diese Perspektive für das Erkunden gewählt, weil ich so die vielen Details in der Welt und an Kleidung etc. besser sehen konnte, und in Kämpfen herausgezoomt für besseren Überblick. Für mich war das Konzept damit schon sehr perfekt.

Nexus Mod-User Relysia bietet stattdessen eine echte Schulterkamera, die eher für Actionspiele typisch ist, samt cleveren Anpassungen wie dynamischem FOV beim Rennen und einem Switch zu der gewohnten Perspektive, wenn es benötigt ist (zum Beispiel: Zaubern etc.).

Die Mod wurde von knapp 8000 Usern heruntergeladen und findet auch in Videos Anklang, sodass sich manche sogar wünschen, das Feature würde es tatsächlich ins Spiel schaffen. Mit einem Gameplay-Clip, der die Schulterkamera zeigt, wendet sich User Tarik an Larian direkt und findet, es wird Zeit für diese Neuerung.

User Manwe spricht sich in einem langen X/Twitter-Post auf Türkisch stark dagegen aus und erklärt, dass es sich nicht um einen einfachen Switch handle, sondern um eine andere Designphilosophie. Die Perspektive sei das Fundament dafür, wie Spielerinnen und Spieler die Welt wahrnehmen.

Mit einer Schulterkamera ergeben sich daher Probleme wie Sichtblockaden. Larian müsste aber auch sehr viel in die Logik des Spiels eingreifen (mithilfe von KI übersetzt):

Die Leute halten die Kamera für einen Filter, der quasi auf den Bildschirm geklebt ist. Dabei ist die Kamera das Fundament des Spieldesigns. Die Perspektive eines Spiels zu ändern, erfordert eine Überarbeitung von Dutzenden von Systemen – vom Leveldesign über den Kampf bis hin zu Animationen und der Benutzeroberfläche.

Nicht jedes Spiel muss mit jedem Kamerawinkel gespielt werden. Die Änderung der Designphilosophie eines Spiels auf die Ebene von „die sollten es doch einfach als Option hinzufügen“ zu reduzieren, bedeutet, dass man überhaupt nicht verstanden hat, wie die Entwicklung von Spielen funktioniert.

Das Thema wird hitzig diskutiert, einige Fans merken auch an, dass die Perspektive eben den CRPG-Charme ausmacht. So schreibt beispielsweise User wolfy: "Ich schwöre, ich verstehe die Obsession nicht, dass jedes Spiel dieselbe 3rd-Person-Erfahrung bieten soll und künstlerische Entscheidungen nicht respektiert werden."

Letztlich gibt es Mods eben auch genau aus dem Grund, dass sie Dinge in Spiele bringen, mit denen einige Fans Spaß haben, die aber vielleicht nicht der originalen Spiele-Philosophie entsprechen. Das trifft bei BG3 sicher noch auf viele Mods zu, die Larian nicht übernehmen wird.

Verratet uns gerne, wie ihr abgestimmt habt und warum.


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