Cheater in Online-Spielen: Laut Anti-Cheat-Firma gibt es 4 verschiedene Schummel-Typen

Wieso cheaten Spieler*innen in Online-Multiplayerspielen? Diese Frage könnte der GDC-Talk eines Anti-Cheat-Firma-Vertreters beantworten. Demnach gibt es vor allem vier Gründe dafür.

von David Molke,
24.03.2022 14:50 Uhr

Call of Duty: Warzone + Co. werden regelmäßig von Cheatern heimgesucht – aber wieso tun die Menschen das? Call of Duty: Warzone & Co. werden regelmäßig von Cheatern heimgesucht – aber wieso tun die Menschen das?

Angeblich gibt es vier verschiedene Typen von Cheatern, also Leuten, die online in Multiplayer-Spielen wie Call of Duty: Warzone, PUBG oder Fortnite betrügen. Das erklären zumindest zwei Personen von der Anti-Cheat-Firma Byfron in einem Talk auf der Game Developer's Conference (GDC). Darin führen sie nicht nur die verschiedenen Gründe für Cheater auf, sondern auch gute Möglichkeiten, gegen sie vorzugehen.

Das sind die vier verschiedenen Cheater-Typen und ihre Beweggründe

Darum geht's: Cheaten, Tricksen, Schummeln, Betrügen. Wer schon einmal online von einem Gegner auf unmögliche Art und Weise ausgeschaltet wurde, weiß, was gemeint ist. Egal, ob es sich dabei um Wallhacks, Aimbots, Flugmodi oder ähnliches geht: Die Cheats sind vielfältig und ganz unbescholten und "normal" ihr Spiel zocken wollen.

Aber wieso tun die Menschen das? Dafür könnte es verschiedenste Gründe geben. In ihrem GDC-Talk unterteilen Clint Sereday und Nemanja Mulasmajic von Byfron Cheater in die folgenden vier Gruppen (via: Axios).

  • Content Cheater: Diese Cheater wollen einfach nur an freischaltbare Inhalte, und zwar ohne das normalerweise nötige Zeit-Investment. Dagegen hilft es, keinen übertriebenen Grind in sein Spiel einzubauen, sondern ein vernünftiges, erreichbares Maß einzuhalten.
  • Money Cheater: Dieser Typ Cheater will Geld verdienen und verkauft zum Beispiel Cheat-Programme, die er selbst erstellt hat. Dagegen würde sehr gut helfen, Anwälte auf sie loszulassen, weil das extrem teuer werden kann. Ansonsten hilft natürlich auch ein gutes Anti-Cheat-System.
  • Glory Cheater: Sie tun es für Ruhm und Ehre. Dieser Typ Cheater will einfach gewinnen, und zwar um jeden Preis und auch mit unlauteren Mitteln. Dagegen hilft, technische Schlupflöcher zu schließen und ein Spiel zu designen, dass sich auch ohne Betrügerei höchst befriedigend anfühlt.
  • Power Cheater: Bei diesen Leuten handele es sich schlicht um Trolle, für die das Cheaten mittlerweile zum Spiel selbst geworden sei. Ihnen ist am schwierigsten beizukommen, weil sie Sperren und ähnliches als Ehren-Auszeichnung ansehen. Hardware-Bans, verpflichtende Zwei-Faktor-Anmeldungen und ähnliches könnte helfen. Außerdem sei bereits mehrfach hilfreich gewesen, sie auf die eigene Seite zu ziehen, um so neue Erkenntnisse erlangen zu können.

Mehr zum Thema könnt ihr zum Beispiel in dieser ausführlichen Kolumne von meinem geschätzten Kollegen und Technik-Experten Chris Werian lesen. Der erklärt darin, dass Cheater nicht nur ein großes Problem sind, sondern uns wohl oder übel auch noch lange begleiten werden. Der Kampf gegen sie dürfte bis auf Weiteres nicht leicht zu gewinnen sein.

Welchen Cheater-Typen könnt ihr am besten verstehen? Oder cheatet ihr vielleicht sogar selbst gern?

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