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D.A.R.K. im Test - Quadratische Soldaten im Kampf gegen Zombies

Chillingo beschert uns eigentlich meist knuffige Spielchen - allen voran die beliebten Angry Birds. Jetzt versucht man sich im Genre der Zwei-Stick-Shooter und bringt mit D.A.R.K. ein düsteres Actionspiel mit einem wuchtigen Helden.

von Thomas Ruhk,
05.07.2011 19:30 Uhr

In einer fernen Zukunft: Die USS Storm Bringer, ein großes Raumschiff, verliert den Kontakt zu den terranischen Streitkräften. Eine Gruppe von D.A.R.K.-Soldaten, dem Weltraum-Äquivalent zu Marines, wird ausgesandt, den Vorfall zu untersuchen.

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Das Spiel geizt nicht mit Blut. Das Spiel geizt nicht mit Blut.

Der Spieler übernimmt in diesem Zwei-Stick-Shooter die Rolle eines der sehr bullig gebauten D.A.R.K.-Soldaten. Es zeigt sich schnell, das der havarierte Raumer von allerlei Ungeziefer überrannt wurde: Zombies, Mutanten und durchgedrehte Robots fallen in regelmäßigen Abständen über den viereckigen Krieger her. Jeder Raum enthält entweder mehrere Wellen Feindkräfte oder einen kleinen Geschicklichkeitstest. Das kann ein Rennen auf Zeit sein oder eine simple Ausweichübung, wenn Drohnen mit Kameras die Wege des Spielers zu kreuzen drohen.

Die Räume ähneln sich alle sehr. Die Räume ähneln sich alle sehr.

D.A.R.K. ist auf drei Episoden ausgelegt. Die hier getestete Veröffentlichung enthält nur das erste Kapitel, die anderen beiden sollen kostenfrei nach und nach erscheinen. Demzufolge verrät das Spiel nicht wirklich viel von der Geschichte. Man arbeitet sich in isometrischer Ansicht von Raum zu Raum vor, erledigt Unmengen von Bösewichten und stellt sich hin und wieder einem Endgegner. Für jeden besiegten Feind gibt es Erfahrungspunkte, die bei Erreichen einer bestimmten Grenze eine neue Stufe für den Charakter bringen. Dann dürfen zwei Punkte auf Attribute verteilt werden, die für mehr Lebenspunkte, höhere Durchschlagskraft oder gesteigerte Geschwindigkeit sorgen. Speziell letzteres ist notwendig, da sich die Spielfigur anfangs wie ein Panzer bewegt (und mit dem klobigen Äußeren extrem an die Figuren aus Gears of War erinnert).

Einer der Endgegner im Spiel. Einer der Endgegner im Spiel.

Neben Erfahrungspunkten und kurzzeitigen Attributsteigerungen lassen die erschossenen Ungeheuer immer wieder Geld fallen, das in Shops für Munition, neue Waffen oder stärkere Waffen ausgegeben werden kann. Mit dem ersten Durchspielen ist es nicht möglich, den Charakter voll zu erhöhen oder auszurüsten, die Entwickler erlauben dem Spieler aber einen neuen Durchgang mit allen bisher erreichten Upgrades. Gegen Ende gibt es einen kleinen Story-Schnipsel mit einem Twist, und dann ziehen nach etwa zwei Spielstunden die Credits am Spieler vorbei. Das Spiel ist spannend, ermüdet sich aber in endlosen Gegnerwellen, die in jedem neuen Raum wieder und wieder auf den Soldaten einstürmen.

Die Steuerung ist typisch für einen Zwei-Stick-Shooter auf dem iPhone. Links ist die Sticksteuerung für den Charakter selbst, rechts wird mit dem Stick die Richtung des Waffenfeuers kontrolliert. Die Waffen lassen sich mit einem simplen Druck durchschalten, eine Vorwärtsrolle bringt den Charakter schnell aus einem kritischen Bereich heraus.

Das soll eigentlich Rauch sein. Das soll eigentlich Rauch sein.

Bemerkenswert an D.A.R.K. ist der Sound. Entwickler Gamelab hat einen düster-bedrohlichen Score in das Spiel eingefügt, der ganz enorm zur kriegerischen Stimmung beiträgt und entfernt an die Kompositionen von Dead Space oder der Alien-Filme erinnert. Ebenso bemerkenswert ist die Grafik des Action-RPGs. Auf dem iPhone 4 gefällt das Spiel mit scharfen Konturen - auf dem iPad tritt aber ein erstaunlicher Fehler auf, den wir in dieser Form noch nie bei einer App beobachtet haben. Der Bug tritt immer dann auf, wenn Dampf- , Rauch- und einige Waffeneffekte auf dem Display gezeigt werden. Was auf dem iPhone beispielsweise klar als Rauch zu erkennen ist, verwandelt sich an gleicher Stelle auf dem iPad in eine Art Vektorgrafik, die anschaulich das "Kochengerüst" der Optik zeigt. Zudem wird die Grafik doch stark aufgepixelt. iPad-Spieler können diese Kröte(n) zwar schlucken (das Spiel bleibt trotzdem kurzweilig), wir empfehlen aber, ein Software-Update seitens der Entwickler abzuwarten.

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