Das Ende einer Ära - PewDiePie bald nicht mehr der "König" von YouTube

Ende der Woche könnte PewDiePie an der Spitze YouTubes vom indischen Musiklabel T-Series abgelöst werden. Das sind die Gründe.

von Dennis Michel,
25.10.2018 11:13 Uhr

Ende der Woche wohl nicht mehr an der Spitze von YouTube - PewDiePieEnde der Woche wohl nicht mehr an der Spitze von YouTube - PewDiePie

Felix "PewDiePie" Kjellberg ist seit vielen Jahren an der Spitze YouTubes. Doch im Laufe der Woche kann sich das ändern.

Das indische Musik-Label T-Series, das täglich Bollywood-Inhalte veröffentlicht, könnte den selbsternannten "König" von der Spitze des Videoportals ablösen.

Bollywood-Kanal überholt PewDiePie

Aktuell liegt T-Series mit 66,8 Millionen Abonnenten noch knapp hinter PewDiePie, der es auf stolze 67,2 Millionen Follower schafft.

Laut der YouTube-Statistikdatenbank Socialblade kann sich das aber noch diese Woche ändern. So gewinnt T-Series im Durchschnitt pro Tag ca. 150.000 neue Abonnenten. Dem stehen "lediglich" 30.000 neue Follower von PewDiePie gegenüber.

Woher kommt der Erfolg? Das Musiklabel T-Series wurde bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegründet. Auf YouTube ist das Unternehmen seit 2011 aktiv und lädt jeden Tag mehrere hochwertig produzierte Inhalte auf seinen Kanal.

Ein entscheidender Grund für den großen Erfolg ist schlichtweg ortsbedingt. Bollywood-Inhalte sind überwiegend in Indien populär, dem nach China größten Land der Welt mit ca. 1,3 Milliarden Bewohnern. Hinzu kommt, dass Inhalte aus diesem Genre auf YouTube rar gesät sind und T-Series diese Lücke gekonnt ausfüllt.

Das sagt PewDiePie zur Ablösung

In einem in dieser Woche veröffentlichten Video hat sich PewDiePie zur bevorstehenden Ablösung an der Spitze geäußert:

"Mich interessiert T-Series nicht. Wirklich nicht. Ich denke aber, sollte sich YouTube weiterhin in diese kommerzielle Richtung bewegen, wird irgendwann ein anderes Portal seinen Platz einnehmen."

Damit spricht Kjellberg die Ursprünge des Videoportals an. Nach der Gründung im Jahr 2005 galt die Plattform über Jahre hinweg als Ort, an dem sich User auf kreative Art losgelöst vom finanziellem Erfolg austoben konnten.

Kjellberg geht zudem auf den Punkt ein, dass nicht kommerzielle "Indie"-Kanäle heutzutage schnell von der Plattform verschluckt beziehungsweise keine große Aufmerksamkeit mehr bekommen.

Wie seht ihr die Richtung, in die sich YouTube aktuell entwickelt?


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