Wer seit Jahren wehmütig nach Japan und in die USA auf die Nintendo-Vergnügungsparks schaut, aber auch Dragon Ball-Fan ist, kann sich jetzt freuen: Ein gigantischer Freizeitpark rund um Akira Toriyamas Figuren und ihre Welt soll in der Nähe von Paris erbaut werden. Die Sache hat allerdings auch einen recht großen Haken.
Frankreich und Saudi-Arabien wollen für 6 Mrd. Euro Dragon Ball Z-Freizeitpark bauen
Wie Reuters berichtet, haben sich der Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron, und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman nicht nur kennengelernt, sondern auch herausgefunden, dass sie beide große Dragon Ball-Fans sind. Was liegt da also näher, als gemeinsam einen gigantischen Freizeit-Themenpark aus dem Boden zu stampfen?
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Die Idee dazu soll schon im Jahr 2025 entstanden sein, jetzt gibt es offenbar auch schon genauere Pläne. Finanziert werden soll das 6 Milliarden Euro teure Projekt nämlich von Qiddiya, einer saudischen Unterhaltungs- und Investmentgruppe.
Die baut auch schon einen anderen Dragon Ball-Freizeitpark, nämlich in Qiddiya City. Dabei handelt es sich um ein Mammut-Projekt außerhalb Riads, der Hauptstadt Saudi-Arabiens. Diese neue Mini-Stadt soll eine Art Entertainment-Hub werden und der dortige DB-Park fünf Fahrgeschäfte, Hotels, Restaurants, einen 70 Meter langen Shenlong und diverse andere Attraktionen enthalten.
So oder so ähnlich dürfte dann wohl auch der Dragon Ball Z-Freizeitpark werden, der im Nordwesten von Paris entstehen soll. Dass es so eine Art Park in Europa geben könnte, dürfte die vielen, dahingehend ausgehungerten Fans in Europa natürlich sehr freuen. Erst recht, wo die Nintendo-Parks hierzulande (noch?) fehlen.
Aber überschattet wird das Ganze natürlich davon, wer hier als Geldgeber fungiert
Saudi-Arabien versucht zwar, das eigene Image mit jeder Menge Sportswashing aufzupolieren und hat wohl aus diesem Grund auch kürzlich schon über den Public Investment Fund (PIF) zum Teil den Spiele-Publisher Electronic Arts aufgekauft.
Gleichzeitig gelten in dem Land aber auch immer noch drakonischste anti-LGBTQIA*-Gesetze, Gefangene werden gefoltert, die freie Meinungsäußerung unterdrückt, ausländische Arbeiter*innen in sklavenartige Zustände gezwungen und vieles mehr. Laut der CIA soll der Kronprinz beispielsweise auch den Mord an einem Washington Post-Kolumnisten in Auftrag gegeben haben (via: Polygon).
Die Liste an Menschenrechtsverletzungen Saudi-Arabiens ist also richtig lang, aber das hält offensichtlich niemanden davon ab, trotzdem Geld von den Verantwortlichen anzunehmen. Der Kronprinz besitzt wohl auch ein eigenes Chateau in Frankreich und hat sich erst kürzlich beim sogenannten Esports World Cup mit Emmanuel Macron ablichten lassen.
Der Bau des Dragon Ball-Freizeitparks soll nur der Teil eines größeren Investments sein, das insgesamt sogar drei Vergnügungsparks umfassen soll. Die Bauarbeiten dürften sich über mehrere Jahre erstrecken und am Ende soll einer der größten Freizeitparks Europas dabei herauskommen. Wann er öffnet, steht noch in den Sternen.
Wie findet ihr es, dass es endlich einen Dragon Ball Z-Freizeitpark geben soll, und dann auch noch in relativer Nähe? Würdet ihr trotz der saudischen Beteiligung dort hingehen?
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