Diese Entwickler wurden gefeuert, aber haben ohne Bezahlung weiter am finalen Update ihres Spiels gearbeitet, weil es ihnen so wichtig war

Eigentlich waren die Devs schon entlassen und das Studio geschlossen, aber sie wollten unbedingt noch das letzte große Update für ihr Spiel veröffentlichen.

Redfall hat vom letzten Update massiv profitiert, obwohl es fast nie zustande gekommen wäre. Redfall hat vom letzten Update massiv profitiert, obwohl es fast nie zustande gekommen wäre.

Erinnert ihr euch noch an Redfall? Das Koop-Spiel war ein ziemlicher Flop und kam nach der Übernahme Bethesdas durch Microsoft ausschließlich für die Xbox. Das Entwicklerstudio dahinter (Arkane Austin) wurde wenig später dichtgemacht und die Mitarbeiter*innen entlassen. Was sie aber nicht davon abgehalten hat, ihr letztes Update trotzdem noch zu veröffentlichen.

Redfall-Devs haben ihr Spiel fertig entwickelt, obwohl sie schon längst gefeuert worden waren

In einem Podcast-Gespräch berichten einige ehemalige Arkane Austin-Menschen, dass sie jetzt ein eigenes, neues Studio gründen, das Black Pony Immersive heißt. Im Zuge dessen erzählen sie aber eben auch die wirklich kuriose Story über das große, finale Update von Redfall.

Video starten 18:14 Redfall - Testvideo zum neuen Open-World-Shooter für Xbox Series und PC

Redfall war sowieso schon ein tragisches Beispiel dafür, was passiert, wenn man ein Studio mehr oder weniger dazu nötigt, etwas ganz anderes zu entwickeln, als die Spezialität des Studios ist.

Prey war eine hochgelobte Singleplayer-Immersive Sim, wie sie im Buche steht. Redfall ist ein Koop-Shooter mit Online-Zwang gewesen.

Nach dem unterwältigenden Launch sollte ein letztes großes Update aber endlich auch noch einen Offline-Modus einführen, diverse Bugs beheben und vieles mehr. Dieses Update lag den Verantwortlichen so sehr am Herzen, dass sie Microsoft darum gebeten haben, kostenlos weiter daran arbeiten zu dürfen, auch nach ihrer Kündigung.

"Wir haben das Spiel fertig entwickelt und es wurde sehr schlecht aufgenommen. Wir haben dann ein Jahr lang daran gearbeitet. Wir haben Tausende Bugs gefixt. Dann wurden wir gefeuert, aber wir hatten Version 1.4 noch in der Pipeline. Es war das [Update], was tonnenweise Sachen repariert hat.

Also sind wir zu Microsoft gegangen und haben gesagt: 'Ich weiß, wir arbeiten hier nicht mehr, aber können wir das bitte releasen?' Und es ehrt sie, dass sie nicht nein gesagt haben. Sie haben sechs oder sieben von uns etwas unterschreiben lassen, damit wir zurück ins Gebäude konnten.

Noch nachdem wir gefeuert wurden, haben wir [Version] 1.4 veröffentlicht, von der ich denke, dass wenn wir sie an Tag eins gehabt hätten, hätte die Welt zwar nicht unbedingt Feuer gefangen, aber es wäre ein viel, viel besseres Spiel gewesen.

Im Anschluss erklärt der Arkane-Veteran Ben Horne auch noch, dass es sich für ihn angefühlt habe, wie ein Achievement in seiner Karriere als Entwickler freizuschalten. Immerhin dürften wirklich die Allerwenigsten auf dem Kerbholz haben, etwas zu veröffentlichen, nachdem sie gefeuert wurden und das Studio schon dichtgemacht worden war.

Habt ihr Redfall damals gespielt und vielleicht sogar auch noch das letzte, große Update mitbekommen?


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