Left 4 Dead 2, Metal Gear Online und mehr: Das waren unsere ersten Online Multiplayer-Erfahrungen

Die GamePro-Redaktion erinnert sich zurück: Mit diesem Spielen haben wir das erste Mal in der Online-Multiplayer-Welt Fuß gefasst.

von Redaktion GamePro,
19.09.2021 12:00 Uhr

Left 4 Dead 2 und mehr - Mit diesen Spielen sind wir das erste Mal in die Online Multiplayer-Welt abgetaucht. Left 4 Dead 2 und mehr - Mit diesen Spielen sind wir das erste Mal in die Online Multiplayer-Welt abgetaucht.

So sehr wir Singleplayer-Games lieben – irgendwann wagen die meisten von uns doch mal einen Blick aufs andere Ufer. Dort, wo sich andere Spieler und Spieler*innen in aufregenden Multiplayer-Matches gegenseitig die Köpfe einschlagen oder gemeinsam im Koop gegen eine Übermacht antreten. Könnt ihr euch noch an eure allererste Erfahrung in der Welt der Multiplayer-Spiele erinnern? Wir schon!

Dennis' Leben bestand nur noch aus Empire Earth

Dennis Michel: Da ich noch nicht einmal mehr weiß, was ich gestern gefrühstückt habe, muss ich hier ein wenig schummeln, ich hoffe ihr seht's mir nach. Mein erstes Multiplayer-Spiel, ich … ich weiß es wirklich nicht mehr. Dafür weiß ich aber umso besser, welches das erste Spiel war, das ich online rauf und runter gespielt habe: eines der für mich besten Echtzeit-Strategiespiele aller Zeiten, Empire Earth.

Der Aufbau-Klassiker war für mich das, was zwei Jahre zuvor für die meisten Age of Empires 2 war. Ein Spiel, das man mit Freunden kompetitiv im Clan rauf und runter gespielt hat. Mein Videospiel-Leben bestand gefühlt über zwei Jahre nur noch daraus Taktiken auswendig zu lernen und zu verbessern. Zwar war ich nie richtig, richtig gut, dafür aber mit vollem Eifer dabei. Generell sich mit Freunden online zu verabreden, zu trainieren, an Wettkämpfen teilzunehmen, das war einfach fantastisch. Funfact: Bei einem kleinen Turnier haben wir eine von den Entwicklern unterschriebene Edition gewonnen, auf die ich noch immer mächtig stolz bin.

Eleen fand Zombies schnetzeln mit Freunden sehr entspannend

Eleen Reinke: Meine ersten Multiplayer-Erfahrungen habe ich damals auf dem alten PC meiner Mutter gemacht, der definitiv nicht zum zocken geeignet war. Wenn ich Die Sims 2 darauf gespielt habe, ist er spätestens alle 45 Minuten abgestürzt, weil er sich überhitzt hatte. Nichtsdestotrotz habe ich Stunde über Stunde in einen Multiplayer-Titel gesteckt, der für mich auch heute noch zu den besten Koop-Spielen aller Zeiten gehört. Wer meine Vorfreude auf Back 4 Blood kennt, der weiß jetzt ziemlich sicher, dass ich damit Left 4 Dead 2 meine.

Der Koop-Shooter war nicht nur meine erste Erfahrung mit Onlinegaming, sondern auch mein allererster Shooter. Entsprechend hab ich mich anfangs auch angestellt. Ich bin froh, dass ich zumindest schnell herausgefunden habe, wo ich mein Mikro an und aus schalte, wer weiß, was sich meine armen Mitspieler*innen anfangs so anhören mussten. Aber mit der Sucht kam auch die Erfahrung und irgendwann habe ich mit einer Freundin regelmäßig Zombies geschnetzelt, Autos mit Benzin betankt und nebenbei fröhlichen Kaffeeklatsch abgehalten. Ach ja, die gute alte Zeit. Die Verabredung zum Back 4 Blood spielen steht übrigens auch schon.

Hannes hat sich seine Online-Sporen in MapleStory verdient

Hannes Rossow: Ich bin recht spät ins Online-Gaming eingestiegen. Vielleicht war ich damals schon zu altmodisch, vielleicht hat auch einfach nie die Infrastruktur gereicht. Online-Matches gegen fremde Spieler*innen haben mich in den Nuller-Jahren nicht interessiert - aber oh Boy, ich hatte große Lust auf Online-RPGs. Der Mangel eines guten Gaming-PCs hat mich damals (vermutlich) vor einer schwerwiegenden WoW-Sucht bewahrt. Da DAS MMO nicht zur Verfügung stand, habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und bin am Ende bei MapleStory gelandet.

Das koreanische Online-Rollenspiel hatte zwar einen komplett anderen, animierten 2D-Look, aber es erfüllt die wachsende Sehnsucht. Ich wollte nicht unbedingt gegen andere Spieler*innen antreten, aber ich wollte mich mit ihnen in einer Spielwelt aufhalten. Ich wollte ihnen begegnen, sie beim Spielen beobachten und das Gefühl bekommen, in eine andere Welt einzutauchen, in der ich nicht der einzige echte Mensch bin. Heute gibt es dieses Gefühl zwar an jeder Ecke zu haben, aber abgerissen ist diese Faszination eigentlich nie.

Linda verlor in Metal Gear Solid 4 ihren Verstand

Linda Sprenger: "Moment, Metal Gear Solid 4: Guns of The Patriots hatte einen Online-Multiplayer? So richtig mit anderen Spielern und Spielerinnen?". Jap, kein Witz. "Und du, Linda, hast den Mehrspielermodus auch noch gezockt? Und das ohne mit der Wimper zu zucken?". Jap, ebenfalls kein Witz. Zugegeben: Der MP von Metal Gear Solid 4 (aka Metal Gear Online) für die PS3 war ein schlechter Scherz.

Dabei klingt alles zunächst ganz cool: Ich bastelte mir einen eigenen Charakter und stellte online alle Stealth-Skills zur Schau, die mir good old Snake im Singleplayer beigebracht hatte. MGO war im Grunde ein Third Person-Shooter mit taktischen Schleich-Elementen. So gab es unter anderem klassische Team Deathmatches, in denen ich einfach nur Spieler*innen aus dem anderen Team über den Haufen schoss, aber auch Stealth Deathmatches, in denen nur Camo-Ausrüstung erlaubt war und ich mich taktisch an meine Feinde heranpirschen musste...

...und autsch. Sorry ich bekomme gerade Kriegsflashbacks...

Denn all das spielte sich nicht nur furchtbar langsam, sondern auch extrem hakelig und ungelenk, da die Steuerung eine mittelschwere Katastrophe war. Das Matchmaking war ebenfalls ein Graus. Auf der PS3 dauerte es teilweise eine halbe Stunde (!) bis mal eine Lobby gefüllt wurde und das Spiel starten konnte. Sicherlich lag das auch mit an meiner damals miesen Internetleitung. Ja, die Uhren im Jahr 2008 tickten noch irgendwie anders.

Max ist direkt in Star Wars: Battlefront 2 versumpft

Maximilian Franke: Das originale Battlefront 2 am PC war zwar nicht mein erster Shooter, aber der erste, bei dem ich online gegen andere gespielt habe. Ich verbinde sehr viele schöne Erinnerungen damit! Zum Beispiel wie ich mir das Spiel schweißgebadet "illegal" im Laden gekauft habe, obwohl ich noch gar nicht 16 war - die längsten 15 Sekunden an der Kasse meines Lebens. Oder dass mir das Spiel so gut gefallen hat, dass ich sogar einem Clan beigetreten bin, der sogar eine eigene Website hatte, so cool war der! Es war wundervoll.

Davon abgesehen war und ist Battlefront 2 auch einfach ein sehr gutes Star Wars-Spiel und kam für mich damals genau zur richtigen Zeit. Später war es außerdem auch ein regelmäßiger Vertreter auf unseren LAN-Partys mit extrem viel Abwechslung, weil man neben selbstgebauten-Fanmaps auch alle Karten aus dem ersten Battefront per Mod einbauen konnte. Damit war Battlefront 2 ein echtes Umfangs-Monster, was das magere Star Wars: Battlefront (2015) viele Jahre später umso schwieriger machte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Annika versumpfte in einem der ältesten MMORPGs überhaupt

Annika Bavendiek: Ich wuchs zwar in einem technisch modernen Haushalt auf und hatte dementsprechend gutes Internet, in die Welt der Multiplayer-Spiele habe ich mich aber dennoch erst sehr spät gewagt. Genauer gesagt 2006, als mir mein damaliger Freund Tibia gezeigt hat.

Das deutsche MMORPG für den PC hatte da selbst zwar schon gut neun Jahre auf dem Buckel und spielte sich dementsprechend nicht mehr ganz frisch, aber das hielt mich damals nicht davon ab, mich unerwartet intensiv als Ritter, Paladin, Zauberer oder Druide in der zweidimensionale Fantasy-Welt zu verlieren.

Dort metzelten wir dann munter Monster weg, schlossen eine Quest nach der anderen ab und stopften unser Haus mit mächtigem Loot voll. Und so gerne ich auch heute noch an diese Zeit zurückdenke, so konnten mich weder Tibia noch GTA 4 und Assassin's Creed Brotherhood als meine ersten Multiplayer-Erfahrungen auf der Konsole zur großen Multiplayer-Spielerin bekehren. Am Ende des Tages gehört mein Herz eben doch dem Singleplayer.

Was war eure allererste Online Mulitplayer-Erfahrung?

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