Seite 2: F1 2011 im Test - Im Rausch der Geschwindigkeit

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Alles unter Kontrolle

Die Wiederholungen erinnern an Live-Übertragungen im Fernsehen. Hier kann man sich die spannendsten Manöver noch mal genau ansehen. Die Wiederholungen erinnern an Live-Übertragungen im Fernsehen. Hier kann man sich die spannendsten Manöver noch mal genau ansehen.

Sobald die Ampeln aufleuchten und die Motoren der Kontrahenten aufheulen, lässt F1 2011 dann aber die Muskeln spielen: Die roten Signale erlöschen und geben den Startschuss fürs Rennen: Sofort zischen 24 PS-Monster los, um einen möglichst guten Rennauftakt hinzulegen und die beste Chance zu nutzen, Plätze gut zu machen. Auch wir treten aufs Gaspedal und sind überwältigt vom Geschwindigkeitsgefühl - die Beschleunigung ist direkt spürbar. Noch vor der ersten Kurve schieben wir uns an Hamilton und Alonso vorbei und beobachten, wie neben uns zwei Autos kollidieren - Kohlefaser-Teile schießen in die Luft und landen verteilt auf der Strecke. Etwas unsauber hüpfen wir über die Curbs, können unseren Wagen jedoch in der Spur halten. Vor uns zieht Teamkollege Mark Webber davon - nach vorn und hinten ist jetzt etwas Platz. Zeit für uns, die verbesserte Fahrphysik auf die Probe zu stellen: Der Formel 1-Wagen steuert sich etwas geschmeidiger als im vergangenen Jahr, das liegt unserem Empfinden nach vor allem an der besseren Aufhängung. Man hat das Gefühl, den Wagen besser zu verstehen, kann Ausreißer besser nachvollziehen und sie so beim nächsten Mal vermeiden. Zum Verständnis gehört aber auch das Kennenlernen,von Mensch und Maschine. Wer seinen Wagen also unter Kontrolle haben möchte, sollte vor dem Rennen auch ein paar Trainingsrunden absolvieren.

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Wie sich satte 800 PS unter der Haube wirklich anfühlen, zeigt sich aber erst, wenn man ein Lenkrad (am besten mit Force Feedback) an die Konsole anschließt und die Fahrhilfen ausschaltet. Dann nämlich wird klar, wie ungestüm die Formel 1-Wagen tatsächlich sind und wie viel Einarbeitung es braucht, um die temperamentvollen Fahrzeuge zu zähmen und unbeschadet über die Runden zu bringen. Dieses Gefühl, die Kontrolle über ein so energiegeladenes Monstrum zu behalten, bringt F1 2011 sehr gut rüber.
Gut ist auch, dass Codemasters die Künstliche Intelligenz der Kontrahenten überarbeitet hat. Die fahren jetzt deutlich ruhiger und nicht mehr wie von der Tarantel gestochen wild im Zickzack. Lediglich wenn es zu Massenkarambolagen kommt, wirkt die KI etwas überfordert: Die Karren stehen dann etwas planlos herum, bevor sie einen Ausweg aus dem Chaos finden. Dieses Jahr kommt auch das Safety Car zum Einsatz. Das verlässt die Box allerdings nur dann, wenn es zu schwerwiegenden Chrashs auf der Strecke kommt.

Regen sorgt in der Formel 1 oft für Chaos, sieht dafür aber einfach spitze aus. Regen sorgt in der Formel 1 oft für Chaos, sieht dafür aber einfach spitze aus.

Auch wenn wir dem Thema Strafen und Strafauslegung in F1 2011 deutlich positiver gegenüberstehen als 2010, so gibt es doch noch die ein oder andere Situation, in der eine Zeitstrafe oder zumindest eine Verwarnung erfolgt, obwohl man selbst gar nicht Verursacher eines Unfalls ist. Das hat sich zwar sehr reduziert, ärgerlich ist es aber trotzdem.

Das vorhin angesprochene Drumherum vor dem Rennen setzt sich auch nach dem Rennen fort: Es gibt zwar Animationen von jubelnden Siegern, aber keine generelle Siegerehrung. Auch an der Box ist nur wenig los, genau wie auf den Rängen, die während der Rennen teilweise nur zur Hälfte gefüllt sind. Schick wäre es auch, die Fahrer mal ohne Helm zu sehen. Das ist zwar meckern auf hohem Niveau, alle diese Dinge gehören aber trotzdem zur Formel 1 und wären für jeden Fan eine Bereicherung. Wer sich mühevoll durch ein komplettes Rennwochenende arbeitet und dann am Ende eines Grandprix auf dem Treppchen landet, freut sich freilich auch, wenn er das zu Gesicht bekommt.

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