Beast of Reincarnation im Test: Zuerst hatte ich richtig viel Spaß mit dem Action-RPG der Pokémon-Macher, doch irgendwann wollte ich nur noch, dass es vorbei ist

Kevin konnte das Action-Rollenspiel aus dem Hause Game Freak schon vor dem Release zocken und verrät euch im Test, was euch erwartet.

Beast of Reincarnation im GamePro-Test. Beast of Reincarnation im GamePro-Test.

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Das japanische Studio Game Freak ist den meisten wohl als Entwickler der Pokémon-Spiele bekannt. Mit Beast of Reincarnation zeigt das Studio nun aber, dass es auch ganz anders kann und widmet sich seinem wohl bisher ambitioniertesten Projekt. 

Im Action-Rollenspiel, das für PlayStation 5, Xbox Series und PC erscheint, kämpfen wir uns durch eine postapokalyptische Welt und treten gegen Androiden und fantastische Tierwesen an, um gegen die mysteriöse Verderbnis zu bestehen.

Worauf ihr euch im 25-30 Stunden langen Abenteuer freuen und mit welchen Macken ihr dabei leben müsst, verrate ich euch hier im Test.

Prinzessin Monowas?

Ich schlüpfe in die Rolle von Emma, die ich zu Beginn des Abenteuers als geschickte und auffällig emotionslose Kämpferin kennenlerne, die sich gemeinsam mit ihrem Hundebegleiter Kuu und bewaffnet mit einem Katana auf der Jagd nach der namensgebenden Bestie der Reinkarnation befindet.

Bevor sie sich ihrem vermeintlichen Feind stellen kann, muss sie allerdings erst eine Reihe von sogenannten Nushi bezwingen. Das sind große, von der Verderbnis befallene Tierwesen, die wohl maßgeblich für die Seuche verantwortlich sind, die bereits den Großteil der Menschheit ausgerottet hat.

Viel mehr will ich euch auch gar nicht vorwegnehmen, daher nur so viel: Mit der Zeit erfahren wir immer mehr über die Verderbnis, Hauptcharakter Emma und auch ihre Beziehung zu Kuu. Nach Abschluss der Geschichte muss ich aber leider sagen, dass mich die Handlung bis zum Schluss nie so richtig gepackt hat.

Während die Welt und die generelle Prämisse zwar durchaus einige spannende Fragen aufwerfen, wie etwa woher die Verderbnis kommt und warum die Maschinen mehr Emotionen haben, als die Hauptfigur, bleiben sowohl die Charaktere, als auch der Plot für mich die meiste Zeit über blass.

Immer wieder erinnern mich Style und Atmosphäre an Filme wie Prinzessin Mononoke oder Spiele wie Nier, aber zu keinem Zeitpunkt erreicht Beast of Reincarnation die Qualität dieser Werke, sodass ich schon bald so anteilslos wie Emma durch das zerstörte Japan reise.

Zum Glück hat Beast of Reincarnation aber andere Qualitäten, die durchaus richtig spaßig sind.

Video starten 10:52 Das Pärchen bestehend aus Kuu und Emma macht sehr gut deutlich, woher die im Vorfeld oft genannten Vergleich mit Prinzessin Mononoke kamen. Erzählerisch kann es aber nicht mit dem Ghibli-Film mithalten.

Mit Katana, Haar und Riesenhund gegen das Böse

Dazu gehört das Gameplay, denn das kommt mit richtig coolen Elementen und Ideen daher.

Wenn ich zu Beginn die Grundlagen lerne, bekomme ich zunächst ein recht herkömmliches Kampfsystem präsentiert, in dem ich im Nahkampf verschieden starke Schläge mit dem Katana aneinanderreihe und zugleich blocke, pariere und ausweiche, um den Attacken meiner Feinde zu entgehen.

Dabei setzt das Spiel einen großen Fokus auf Paraden. Die richten großen Haltungsschaden bei Maschinen-Kriegern, verdorbenen Bären und alle den anderen Widersachen an und sorgen dafür, dass ich schnell tödliche Finisher setzen kann oder große Feinde kurzzeitig betäubt werden.

Maschinen Unterwegs bekomme ich es unter anderem mit diesen Maschinen-Menschen zu tun.

Tierwesen Ich pariere aber auch die Angriffe dieses überwucherten Hirschwesens.

Ergänzt wird das Kampfsystem durch die Fähigkeiten, die Emma mit der Zeit erlernen kann. So kann sie mit Hilfe ihrer magischen Haare (ja wirklich), Feinde verstricken, einen Speer formen und damit Schaden anrichten oder aber Pflanzen wachsen lassen, die ich dann als Sprungplattform nutze.

Und auch Begleiter Kuu hat einiges auf dem Kasten und bringt nicht nur eigene Fertigkeiten mit, sondern ergänzt das Spiel um eine taktische Komponente. 

Öffne ich im Kampf sein Fähigkeitenrad, wird die Zeit nämlich sehr stark verlangsamt und ich kann einigermaßen in Ruhe planen. Habe ich mich entschieden, muss ich dann noch ein Quicktime-Event bestehen - fast so wie in Clair Obscur. 

Bin ich erfolgreich, ballert Kuu dann etwa eine Ladung Pflanzensamen auf Gegner und heilt mich nebenbei auch noch. Cool!

Emma Sowohl Emma als auch Kuu kann ich mit Attributspunkten stärker machen.

Kuu Viel spannender sind aber die Fähigkeiten, die ich freischalten und verbessern kann.

Das macht nach kurzer Eingewöhnung schon eine Menge Spaß und dank verschiedener Fähigkeitenbäume für sowohl Emma als auch Kuu kann ich meinen Build auch sehr gut an meinen Spielstil anpassen. 

Emma kann sich etwa auf Nah-, Fern- oder magischen Kampf konzentrieren, Koo spezialisiert sich hingegen etwa auf das Heilen oder Schaden. Es ist aber auch möglich, alles Querbeet zu kombinieren. 

Einziger Dämpfer: Mit der Zeit kann ich so viele Fähigkeiten freischalten, dass ich mir kaum die dafür nötigen Tastenkombinationen merken kann. Zum Glück zwingt mir das Spiel diese Vielzahl von Skills aber nicht auf und ich kann auch mit einem kleinen, vertrauten Loadout in den Kämpfen bestehen.

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