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Seite 2: Fable: The Journey im Test - Gute Reise?

Auf in den Krampf

Durch ein paar magische Handschuhe, die wir schon zu Anfang der Story finden, erlernt Gabriel das Zaubern. Mit der rechten Hand führen wir Angriffszauber aus, während wir mit der linken Hand per Kinese Feinde packen und wegschleudern können.

Fable ohne Hobbs? Unvorstellbar. Deswegen gehören die kleinen Quälgeister auch in The Journey wieder zu den Gegnern. Fable ohne Hobbs? Unvorstellbar. Deswegen gehören die kleinen Quälgeister auch in The Journey wieder zu den Gegnern.

Die geschickte Kombination aus beidem lässt massig Erfahrungspunkte auf unser Konto wandern, die wir an Rastplätzen für Verbesserungen von Pferd und Zaubern ausgeben dürfen.

Dieses Skill-System ist aber sehr simpel und rudimentär gehalten.Lionhead hat sehr viel Zeit und Kreativität in die Entwicklung und die gelungene Implementierung der Kinect-Gesten investiert, das merkt man den vielen kleinen Spielereien an. Aber: Die Steuerung von Fable: The Journey hat Schwächen, die sich auch durch den Einfallsreichtum der Entwickler nicht kaschieren lassen.

Steuerung zu Fuß: Angriffszauber Mit der rechten Hand zaubern wir im Stile eines Jedi. Dazu Heben wir die Hand wie zum Eid, und schleudern die Zauber auf unser Ziel.

Kinese Analog zum Angriffszauber heben wir für den Kinese-Zauber die Hand und zielen auf unsere Feinde. So können wir sie wegschleudern.

Abwehren Kommt uns ein Feind zu nahe oder wirft ein Gegner einen Felsen nach uns, müssen wir nur den Arm schützend vor das Gesicht heben, schon blocken wir die Attacke.

Seitlich bewegen Neigen wir unseren Oberkörper nach rechts oder links, führt Gabriel entsprechende Sidesteps aus.

Steuerung zu Pferd: Lenken Zum Lenken brauchen wir an den virtuellen Zügeln zu ziehen.

Beschleunigen Schnalzen wir mit den Zügeln, gibt Seren Gas. Langen wir aber im Jagdgalopp zu heftig zu, verletzen wir Seren.

Bremsen Zum Bremsen brauchen lediglich die virtuellen Zügel an uns heran ziehen, schon wird das Gespann langsamer.

Stehen bleiben Um vollständig zum Stillstand zu kommen, reicht es, die Hände über den Kopf zu ziehen.

Beispielsweise stellt sich bei längerem Spielen schnell Ermüdung ein. Wenn dann noch in hektischen Sequenzen Treffer mehr durch Zufall als durch gezielte Aktionen zustande kommen, wird es frustig und sehr anstrengend.

Schick, schick

Fable: The Journey hat aber auch schöne Seiten. Denn technisch macht der Titel einen sehr guten Eindruck. Unter der Kinect-Haube werkelt mit der Unreal Engine 3 nämlich eine leistungsstarke Grafik-Engine, die vor allem in Sachen Beleuchtung und Zaubereffekten zeigt, was sie kann.

Dank Unreal Engine 3 sehen die Animationen und vor allem die Explosionen sehr gelungen aus. Dank Unreal Engine 3 sehen die Animationen und vor allem die Explosionen sehr gelungen aus.

Auch Musik und Soundeffekte sind gut gelungen. Was aber an einigen Stellen negativ auffällt ist die Synchronisation. Die ist zwar durchweg professionell, viele der Kommentare von Gabriel wirken aber zu »gewollt« originell, beispielsweise im Kampf gegen ein paar fliegende Käfer: »Nur eins hasse ich mehr als Käfer, und das sind fliegende Käfer … und Haferbrei«.

Der Talentbaum von Fable: The Journey ist eher überschaubar. Die aus den Vorgängern bekannten RPG-Elemente wurden stark reduziert. Der Talentbaum von Fable: The Journey ist eher überschaubar. Die aus den Vorgängern bekannten RPG-Elemente wurden stark reduziert.

Überhaupt ist Fable: The Journey ein sehr dialoglastiges Spiel. Gerade auf den längeren Reit-Passagen kann es ziemlich nerven, wenn Theresa und Gabriel einem das Ohr abkauen.

Unter dem Strich ist Fable: The Journey eine zweischneidige Angelegenheit. Bewertet man das Kinect-Spinoff als Fable-Teil, sieht es im Vergleich mit den Vorgängern kein Land. Dafür sind die Rollenspielelemente zu einfach gestrickt und viel zu wenig Abwechslung geboten.

Außerdem fehlen die Gut/ Böse-Entscheidungen der Vorgänger fast komplett. Selten darf man mal eine Entscheidung treffen: Zieht man den Pfeil, von dem Seren getroffen wurde heraus, oder bohre ich ihn noch tiefre in das arme Pferdchen. Sieht man Fable: The Journey aber im Kontext anderer Kinect-Titel wie Star Warsoder Dance Central, ist es das »kompletteste« Spiel: Viele gute Ideen, eine spannende Geschichte und eine stimmige Welt heben es deutlich von den diversen Tanz- und Fuchtelspielen ab.

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