"Ich weine nachts deshalb": Frieren-Sprecherin denkt an das Unausweichliche der Serie und es rührt sie immer zu Tränen

Frierens Sprecherin Atsumi Tanezaki verrät, warum sie wegen ihrer Rolle nachts allein weinte - und was Staffel 2 über Verlust und Erinnerung erzählt.

Ein über Jahrhunderte spannendes Leben ist nicht immer nur ein Segen - der Gedanke daran bringt auch Frierens Synchronsprecherin zum Weinen. (© Kanehito Yamada, Shogakukan Crunchyroll) Ein über Jahrhunderte spannendes Leben ist nicht immer nur ein Segen - der Gedanke daran bringt auch Frierens Synchronsprecherin zum Weinen. (© Kanehito Yamada, Shogakukan / Crunchyroll)

Die zweite Staffel von "Frieren: Nach dem Ende der Reise" ist in vollem Gange. Die Synchronsprecher*innen hinter dem Anime befinden sich entsprechend auf ihrer eigenen Reise - nämlich Interviews, in denen sie uns Einblick in die Arbeit und Gefühlswelt hinter den Kulissen geben.

In einem solchen Gespräch mit Oricon (via CBR) reflektierte Atsumi Tanezaki, die japansiche Synchronstimme von Frieren, über die Entwicklung der Elfe und verdeutlicht, wie tief die "Reise nach dem Ende der Reise" sie berührt.

Video starten 1:37 Frieren Staffel 2: Neuer Trailer zeigt, wie die Reise ab dem 16. Januar 2026 weitergeht

Frierens Wandel: Vom unbewussten Beobachten zum bewussten Verstehen

Im Mittelpunkt steht eine Erkenntnis, die Tanezaki erst durch die Arbeit an Staffel 2 vollständig erfasst hat: Frieren reist nicht nur, um die Welt zu erkunden – sie reist, um Menschen zu verstehen. Und das im vollen Bewusstsein, dass ihre Companions Fern und Stark eines Tages nicht mehr an ihrer Seite sein werden.

Genau dieses unausweichliche Schicksal, das jedes Lebewesen (ob fiktiv oder nicht) eines Tages ereilt, rührt Tanezaki regelmäßig zu Tränen:

"Ich habe mir vorgestellt, wie Frieren aussieht, nachdem die beiden nicht mehr da sind – und ich habe nachts allein geweint."

Den Ursprung ihrer veränderten Sichtweise verortet Tanezaki in einer Szene aus der ersten Staffel. Dort sagt Frieren über den Zwergenkämpfer Voll, dass sie "die Erinnerungen an ihn mit in die Zukunft nehmen" wird.

Tanezaki erklärte dazu: "Ich habe die Worte damals verstanden, aber rückblickend glaube ich nicht, dass ich ihre Bedeutung wirklich begriffen habe".

  • Voll war ein betagter Zwerg, der viele Jahre mit einer menschlichen Frau verheiratet war und nach ihrem Tod weiterhin ihr Heimatdorf beschützte.
  • Die Parallele zu Frierens eigener Situation als Elfe, die alle Weggefährt*innen überlebt, verleiht dieser Zeile demnach erst in Staffel 2 ihre volle Tragweite.

In der ersten Staffel sei Frieren ohne bewusstes Ziel durch die Welt gereist, so Tanezaki. Mit Fern und Stark hingegen versuche sie aktiv, menschliche Emotionen und Bindungen zu begreifen – obwohl sie weiß, dass der Abschied unvermeidlich ist.

Warum Tanezaki trotzdem Hoffnung sieht

Trotz der Schwere des Thematik fand Tanezaki während der Arbeiten an Staffel 2 auch Trost:

"Ich habe erkannt, dass Himmel und die anderen in mir sind, und diese beiden [Fern und Stark] ebenfalls – und in ihnen sind Heiter, Eisen und auch Frieren."

Wenn Erinnerungen so weitergegeben würden, dann sei das vielleicht in Ordnung. "Vielleicht ist das, was in mir existiert, etwas, das ich überallhin mitnehmen kann, egal wie weit ich gehe", wie Tanezaki abschließend erklärt.

Für sie stecke darin die zentrale Botschaft der Serie: Erinnerungen an geliebte Menschen sind eine Form der Unsterblichkeit. Wenn schon nicht im wörtlichen, dann wenigstens im emotionalen Sinne.

Welcher Frieren-Moment war für euch der bisher emotionalste?


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