5,5 Cent pro Gigabyte: Frankreichs neuer Steuer-Vorstoß könnte Spiele wie GTA 6 noch teurer machen

In Frankreich wird eine neue Steuer besprochen, die Spieler*innen hart treffen könnte, vor allem bei riesigen Spielen wie GTA 6.

In Frankreich könnte Gaming teurer werden, sollte dieses Gesetz wirklich in Kraft treten. In Frankreich könnte Gaming teurer werden, sollte dieses Gesetz wirklich in Kraft treten.

Mit 80 oder gar 100 Euro für die Ultimate Edition ist GTA 6 wahrlich kein günstiges Spiel. Und auch andere Vollpreistitel schlagen mittlerweile ziemlich tiefe Löcher in unsere Geldbeutel - von den Konsolen mal ganz zu schweigen.

Wenn es ganz wirr läuft, könnte Gaming bald sogar noch teurer werden, zumindest in Frankreich. Dort wurde jetzt ein Vorschlag für eine neue Steuer durchgewunken, die am Ende die Internetnutzung teurer machen würde und damit auch indirekt Spiele wie GTA 6. (via heise)

Frankreich winkt Antrag für eine Gigabyte-Steuer durch

Konkret geht es um einen Änderungsantrag der französischen Sozialisten, der eine neue Steuer auf den Datenverkehr für Inhalte-Anbieter vorsieht. Pro übertragenem Gigabyte sollen Konzerne wie Netflix, Google oder eben Spiele-Anbieter 0,055 Euro (5,5 Cent) an den Staat zahlen. Jeder Spiele-Download und jede gestreamte Serie würde Extrakosten verursachen.

Video starten 45:32 Gaming wird immer teurer – wann ist Schluss mit der Preisexplosion?

Sehr vereinfacht umgerechnet würde das alleine für den Download von GTA 6 mit seinen geschätzten 210 GB rund 12 Euro extra bedeuten. Das betrifft uns Spieler*innen erst einmal nicht direkt, aber womöglich indirekt.

Denn auch wenn die Steuer eigentlich darauf abzielt, die Datenlieferanten wie Netflix, Google und Amazon zur Kasse zu bitten, wird befürchtet, dass diese die Kosten auf die Endnutzer*innen abwälzen. Das wären dann sicherlich keine 12 Euro-Rechnungen pro GTA 6-Download, sondern die Mehrkosten würden beispielsweise über höhere Spiele- oder Abopreise (PS Plus, Game Pass) aufgefangen werden.

Gigabyte-Steuer dürfte nicht weit kommen

Trotz allem: Noch wurde dieser Vorschlag in Frankreich nicht final als Gesetz verabschiedet. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass er das Gesetzgebungsverfahren nicht erfolgreich durchläuft, da der Senat oder die Regierung ihn ablehnt. Sollte er doch in Kraft treten, dürfte das Gesetz vor der EU-Kommission oder dem Europäischen Gerichtshof wegen Verstößen gegen die EU-Netzneutralität scheitern.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Gigabyte-Steuer auch in Deutschland auf Zuspruch stößt und umgesetzt wird, dürfte damit ebenfalls sehr gering sein. Dennoch sorgt alleine das Gedankenspiel darum für Wirbel.

Spinnen wir das mal weiter: Würde eine solche Gigabyte-Steuer in Europa die Runde machen, was glaubt ihr, wie würde sich das auswirken?


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