Left 4 Dead 2 - Preview für Xbox 360

Auf einem Presse- und Community-Event von Electronic Arts konnten wir Left 4 Dead 2 ausführlich anspielen. Wir klären in der Preview, was Zombie-Fans Mitte November auf der Xbox 360 erwartet.

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Seitdem wir den Koop-Shooter Left 4 Dead 2 das letzte Mal auf der E3 2009 anspielen konnten, hat sich eine Menge bei dem Action-Horror-Mix getan. Neben der schon damals spielbaren Kampagne The Parish wurden drei weitere Abenteuer für das gegen eine globale Zombieseuche immune Quartett Coach, Rochelle, Nick und Ellis angekündigt. Der Entwickler Valve hat zwei weitere Spezial-Infizierte sowie einen neuen Spielmodus enthüllt. Und sogar eine offizielle L4D2-Boykott-Bewegung wurde gegründet und wieder aufgelöst.

Ob die Neuerungen in das beim Vorgänger Left 4 Dead ausbalancierte Spielprinzip "Vier Menschen gegen vier Supermonster" passen, haben wir auf einem Presse-Event in Berlin ausprobiert und verraten euch unsere Erkenntnisse übersichtlich in dieser Vorschau.

Die Waffen

In Left 4 Dead gab es insgesamt nur sechs Waffen: Pistolen, Schrotgewehr, Uzi, Sturmgewehr, Scharfschützenflinte und Automatik-Shotgun. Im großen und ganzen reiht sich das Arsenal von Left 4 Dead 2 auch in diese Kategorien ein, führt aber jetzt neben einem Granatwerfer auch Nahkampfwaffen im Sortiment und bietet dem Spieler eine größere Auswahl an Gewehrmodellen.

Left 4 Dead 2: Counterstrike-Waffen gibt's exklusiv in der deutschen Version von L4D2. Left 4 Dead 2: Counterstrike-Waffen gibt's exklusiv in der deutschen Version von L4D2.

Manchmal vielleicht sogar eine zu große – alle Nase lang stolpern wir in den Kampagnen über Waffenlager und haben für unsere zwei belegbaren Waffenslots die berühmte Qual der Wahl: Lieber Shotgun und Katana-Schwert, Axt und AWP oder doch eine Magnum zum Sturmgewehr? Primärwaffen verbrauchen dabei begrenzte Munition, Nahkampfwaffen und Pistolen (auch die neue Magnum) sind endlos Einsatzbereit. Einzige Ausnahme: Die mächtige Kettensäge verbraucht Benzin. Ist das leer, hat es sich ausgesägt. Für Primärwaffen gibt es zudem unterschiedliche Munitionstypen: Brandmunition lässt Feinde in Flammen aufgehen, Explosivladungen sprengen die Monster – zumindest in der internationalen Version. Und noch ein Extra: für besseres Zielen liegen auch Laserpointer auf den Karten herum.

Zwar können wir durch die Waffenvielfalt oft besser auf bestimmte Situationen reagieren, Einsteiger blicken aber nicht wirklich durch. Zumal das Waffenarsenal vom Kaufort des Spiels abhängt: Vorbesteller bekommen etwa einen Baseballschläger, Käufer der deutschen Version dürfen mit fünf originalgetreuen Counterstrike-Waffen Infizierte abknallen. Die Waffen stehen dann jedem an der Partie teilnehmenden Spieler zur Verfügung, auch wenn vielleicht nur ein Mitstreiter Vorbesteller war.

Zusätzlich zu den Waffen packt Valve den Menschen nochmehr Spielzeug auf Rücken und Gürtel. Neben Medikits, Schmerztabletten, Molotov-Cocktail und Rohrbombe klauben Rochelle, Nick, Ellis und Coach auch Adrenalinspritzen (schnellere Bewegung), Defibrillatoren (belebt gefallene Kameraden), Brand- und Explosivpatronenkisten und Boomer-Kotze (lässt Infizierte das beschleimte Ziel angreifen) auf.

» Video vom Left 4 Dead 2-Event in Berlin ansehen

Die Infizierten

Aus Left 4 Dead sind wieder Hunter, Smoker, Tank, Witch und Boomer mit von der Partie – letzterer sogar in männlicher und frappierend an Hella von Sinnen erinnernder weiblicher Ausführung. Die Fähigkeiten der Monster bleiben (abgesehen von einer inzwischen wandernden Witch) allesamt gleich, entfalten aber erst im Zusammenspiel mit ihren neuen Kollegen ihr ganzes Potenzial. So hat Valve die neuen Monster Charger, Spitter und Jockey eingebaut, um aus Teil 1 bekannte Taktiken der Überlebenden auszuhebeln.

Left 4 Dead 2: Der Jockey lenkt Opfer zu den besten Hunter-Jagdgründen. Left 4 Dead 2: Der Jockey lenkt Opfer zu den besten Hunter-Jagdgründen.

Hatte sich bisher eine von einem Boomer beglückte Menschengruppe in eine Ecke gestellt und solange geprügelt und geschossen bis der Infiziertenansturm vorrüber war, ist jetzt Umdenken angesagt. Spuckt nämlich die weibliche Spitter in eben jene Ecke ihre Säurepfütze, nehmen alle Opfer im Umkreis Schaden. Hunter freuen sich dagegen über die Arbeit des Jockeys. Das kleine Ungetüm stürzt sich wild kichernd auf einen Überlebenden und lenkt diesen dann in den sicheren Tod. So sorgt der Jockey nicht nur für ein Opfer, sondern spendiert seinem Hunter-Mitarbeiter auch einen idealen Köder für gezielte Sprünge auf unachtsame Retter.

Welchen Zweck der Charger haben soll, ist uns zu Anfang ein Rätsel. Der Latzhosenträger mit mutiertem Riesearm stürmt in die Menschenmenge, packt sich eine Figur und rammt diese dann wieder und wieder zu Boden. Wer beim Ansturm sein Ziel verfehlt, kracht erstmal in die nächste Wand und steht sekundenlang wehrlos da. So ist es für die Überlebenden ein leichtes einfach einen Schritt zur Seite zu gehen und den orientierungslosen Hünen umzunieten. Doch die Rache folgt dicht auf dem Fuß: Wir starten auf der Parish-Kampagne direkt als Charger, stürmen am Bootssteg zu Beginn der Karte in die Menge – und schleudern damit alle vier Menschen nach weniger als 30 Sekunden Spielzeit in den Ozean. Blitzsieg für die Infizierten!

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