Im Jahr 2019 startete Rita Ebel ein Herzensprojekt: Nachdem sie einen Zeitungsartikel über eine Frau las, die Rollstuhlrampen aus LEGO-Steinen baute, fackelte die heute 68-Jährige aus Hanau nicht lange.
Sie rief Mission "LEGO-Oma" ins Leben, um selbst kunterbunte Klemmbaustein-Rampen für Rollstühle, Kinderwägen oder Rollatoren zusammenzuwerkeln und die Welt damit für alle zugänglicher zu machen.
Seit 7 Jahren Brücken bauen: Die LEGO Oma aus Hanau begeistert mit ihrem Projekt
Die LEGO-Oma, die nach einem Autounfall seit über 30 Jahren selbst einen Rollstuhl nutzt, arbeitet dabei keineswegs allein. Gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang, einem Team aus freiwilligen Helfenden und mit Unterstützung des Trägers der AWO baut sie seit nunmehr sieben Jahren fleißig Klemmbaustein-Rampen, und zwar komplett ehrenamtlich.
Diese werden dann vor Eingängen von Geschäften oder Behördengebäuden platziert, damit diese auch von Rollstuhlfahrenden oder Nutzer*innen von Rollatoren und Kinderwägen betreten werden können.
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Ganze 158 Rampen sind mittlerweile bereits entstanden – allesamt aus gebrauchten LEGO-Steinen, die gespendet wurden. Mit ihrem kunterbunten Projekt leistet die LEGO Oma einen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung von Barrierefreiheit. Auf der Website der AWO-Hanau schreibt sie:
Und der schöne Nebeneffekt ist, dass wir Menschen die sich bisher keine Gedanken über Barrierefreiheit gemacht haben, durch unsere bunten fröhlichen Hingucker für das Thema sensibilisieren. Nach dem Motto, ach diese Stufe ist mir bisher nie aufgefallen.
Link zum YouTube-Inhalt
Mittlerweile stellt die LEGO-Oma ihre berühmten Rampen schon längst nicht mehr nur allein in Hanau auf, auch in Frankreich oder Italien sind sie aufzufinden. In der Rampenwerkstatt gibt's also stets ordentlich zu tun, schließlich dauert der Bau einer einzelnen Rampe circa 50 Stunden.
Die Teile werden dabei stets zusammengeklebt, um das Konstrukt haltbarer und stabiler zu machen, damit beispielsweise auch Elektrorollstuhl-Fahrer*innen sie benutzen können.
Damit Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Vereine eigenständig LEGO-Rampen bauen können, haben Rita Ebel und ihr Team eine Bauanleitung entworfen und in neun Sprachen veröffentlicht. Bereits 800 Mal wurden diese quer durch die gesamte Welt geschickt.
Wenn ihr die LEGO-Oma und ihr fantastisches Projekt unterstützen wollt, dann könnt ihr das über Klemmbaustein- oder Geldspenden tun. Schaut für mehr Infos mal auf ihrem offiziellen Instagram-Profil vorbei!
Habt ihr schon einmal von der LEGO Oma gehört?
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