Seite 3: Ein Monat LEGO Smart Bricks: Mein Sohn liebt sie und ich stehe vor einem Dilemma

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Smart Brick hat etliche Probleme, die sind unserem Nachwuchs aber komplett Wurst

Jetzt habe ich relativ viel meckern müssen, und da die Spielfunktion an meiner Altersgruppe vorbei geht, muss ich sagen: In seiner jetzigen Form ist der Smart Brick nichts für mich. Ganz anders sieht das aber bei unserem Sohn aus.

Der ist nämlich schwer begeistert von Smart Play und das liegt in erster Linie gar nicht unbedingt an den Geräuschen und Lichtern an sich, sondern vielmehr an der Reaktivität. Dass er die Raumschiffe auftanken kann, indem er den Schlauch nimmt und ihn an die entsprechenden Stellen hält, findet er super.

Er liebt es, wenn R2D2 laut aufschreit, sobald er den X-Wing eine Rolle fliegen lässt, und die Motoren nach einer Landung automatisch ausgehen.

Smart Play hindert ihn auch nicht daran, trotzdem noch selbst kreativ zu sein, und etwa eigene Geräusche beizusteuern. Die Befürchtung, dass er sich nur an das hält, was LEGO ihm vorgibt, hat sich also nicht bewahrheitet.

Ganz im Gegenteil.

Schon nach kurzer Zeit hat er das System komplett durchschaut, tauscht Tags, drückt Knöpfe und nimmt den Stein ab, um ihn bei Bedarf auf die Ladestation zu legen – und das, obwohl er sogar noch etwas jünger ist, als die von LEGO für die Sets angesetzte Altersempfehlung von 6 Jahren.

Dabei probiert er nicht nur die Funktionen der drei Star Wars-Sets aus, er transferiert die entsprechenden Teile auch in seine eigenen Bauten und macht ein Müllauto kurzerhand zum Tanklaster. Oder er baut Papas Büro samt passender Computer-Geräusche nach – natürlich mit mir in Form eines Wookies...

Das Einzige, was auch er ziemlich doof findet: Dass er die Steine ständig zwischen den Modellen wechseln muss und dass der Akku nicht lange hält. Davon ab hat er einen riesengroßen Spaß mit den Smart Play-Sets.

Das liegt übrigens auch am Design der Modelle selbst, die sind nämlich so konzipiert, dass sie das Spielen gut aushalten und nicht ständig Teile abfallen. Außerdem sehen sie seiner Meinung nach ziemlich cool aus – und mit Blick auf die überschaubare Teileanzahl stimme ich ihm da auch zu.

Ist der Smart Brick ein Reinfall? Nein! Aber LEGO muss nachbessern

Kevin Itzinger

Trotz meiner Kritik finde ich das grundsätzliche Smart Play-System eigentlich ziemlich cool. In meinem Kopf sammeln sich direkt sehr viele Ideen und Einsatzmöglichkeiten für die Zukunft. Mit dem Stein ließe sich passend zur kürzlich eingekauften Star Trek-Lizenz unter anderem ein interaktiver Tricorder bauen!

Für Kinder wären selbstgebaute Farbrätsel oder Brettspiele aus LEGO meiner Meinung nach außerdem eine sinnvolle Erweiterung für das Spielen mit Klemmbausteinen.

Das setzt natürlich voraus, dass das Angebot rund um den Smart Brick künftig noch weiter ausgebaut wird und es im besten Fall zugänglichere Erweiterungsmöglichkeiten gibt. Einzeln verfügbare Komponenten, wie den Smart Brick an sich oder vielleicht sogar Kreativ-Tags zum selber bespielen, wären großartige Optionen. 

Dann sehe ich eine Zukunft für den Smart Brick, in der auch alle Altersgruppen ihren Spaß mit dem Stein haben können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das System aber eher ein großer Spaß für Kids, weniger für die Eltern, die zudem ganz schön tief in die Tasche greifen müssen.

Das gilt zwar auch für andere beliebte interaktive Spielzeuge, wie die Hörspielboxen von Tonie oder die tiptoi-Stifte von Ravensburger, aber die liefern mir eine ganze Spur mehr Vielfalt und sie lassen sich auch besser erweitern.

Schon allein aufgrund der potentielle Einsatzmöglichkeiten, werde ich das Thema Smart Brick aber mit Spannung verfolgen, denn wer weiß, was LEGO sich dafür noch alles ausdenkt.

Mein LEGO-Padawan

Papa hat ganz schön viel genörgelt, aber ich finde die Steine sehr cool. Nur, dass ich die so oft laden muss, finde ich doof. Und das wir nur zwei haben. Aber die schreiende Mülltonne ist super witzig, deswegen drehe ich den X-Wing am liebsten die ganze Zeit.

Mein liebstes Raumschiff ist das Große (der Rasende Falke, Anm. d. Red.), weil ich da so viele Figuren reinsetzen kann. Und weil es ganz schnell fliegen kann. Am liebsten würde ich die Steine aber auch mal in Papas riesengroße Raumschiffe packen, aber immer wenn wir damit spielen, fängt er an zu schwitzen und will dann ganz schnell was anderes machen.

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