Seit dem 1. März 2026 gibt es den neuen Smart Brick von LEGO, der das Spielen mit den beliebten Klemmbausteinen auf ein neues Level heben soll. Ich habe die 'cleveren' Steinchen jetzt mehrere Wochen lang unter die Lupe genommen und mir dafür meinen Sohn als Verstärkung ins Boot geholt – immerhin sind die interaktiven Elemente vor allem für Kids interessant.
Unser Fazit könnte dabei gar nicht unterschiedlicher ausfallen: Während ich mehr Kritikpunkte als Lob habe, strahlten seine Augen fast durchgehend vor Begeisterung. Daher wird das Thema bei uns Zuhause wohl noch ein Weilchen aktuell bleiben. Um mich zu überzeugen, müssen sich aber noch ein paar Dinge ändern – erst dann kann sich das Potential von Smart Brick so richtig entfalten.
Diese Sets wurden getestet: Um das Smart Brick-System auszuprobieren, habe ich zusammen mit meinem Sohn den X-Wing (75423), den Tie-Fighter (75421), den Rasenden Falken (75426) und den Landspeeder (75420) aufgebaut. Auf diese Weise konnte ich die 'schlauen' Steine einzeln ausprobieren, genau wie das Zusammenspiel zwischen mehreren Smart Bricks sowie den unterschiedlichen Smart-Tags.
Wichtig ist: Ich gehe hier nur am Rande auf die eigentlichen Sets ein und konzentriere mich in erster Linie auf die große Smart Play-Neuerung. Demnächst wird es aber noch eine genauere Betrachtung des neuen und smarten Falken geben.
1:03
LEGO Smart Play: Video stellt die neue interaktive Plattform mit Smart Bricks, Tags und Minifiguren vor
Das kann der Smart Brick in den Star Wars-Sets
Den Smart Brick gibt es aktuell nicht einzeln zu kaufen. Stattdessen ist er in drei sogenannten All-in-One-Sets enthalten. In der Packung liegt ein passendes, induktives Ladegerät bei, zusätzlich zu dem jeweiligen LEGO-Modell samt passender Smart-Tags und Minifiguren. Figuren und Tags sind ebenfalls nötig, denn nur mit ihnen weiß der Stein, in welchem Kontext er verbaut ist und was von ihm erwartet wird.
Mehr zur grundsätzlichen Funktionsweise findet ihr hier:
In der Praxis sieht das Ganze dann so aus: Ich baue zum Beispiel den X-Wing zusammen und hinter dem Cockpit befindet sich der Platz für den Stein. Darunter ist der Smart-Tag für das Raumschiff angebracht.
Aktiviere ich den Smart Brick und setze ihn ein, weiß er, dass er im X-Wing verbaut ist, und aktiviert entsprechende Spielfunktionen. Beginne ich jetzt, den Raumjäger durch die Luft zischen zu lassen, steuert der Stein, dank der integrierten Bewegungssensoren, die passenden Geräusche bei. Er reagiert dabei auf den Neigungswinkel, Drehungen und die Geschwindigkeit meiner Aktionen.
Per Knopfdruck kann ich zudem dafür sorgen, dass ein rotes Bauteil vor den an der Seite verbauten Lichtsensor geschoben wird. Dieser sendet wiederum ein optisches Signal aus und kann die Farbe anhand der Reflexion erkennen. In der Folge werden Geräusche eines abgeschossenen Blasters über einen Lautsprecher im Brick ausgegeben.
Halte ich hingegen den blauen Schlauch aus der dem Set beiliegenden Tankstation vor den Sensor, ist zu hören, wie das Schiff mit Treibstoff befüllt wird.
Dank des eingebauten Mikrofons kann der Smart Brick darüber hinaus Geräusche von seinen Kollegen hören und verarbeiten. Bestücke ich etwa den feindlichen Tie-Fighter mit einem eigenen Stein und feuere auf den X-Wing, werden von diesem dann Treffergeräusche ausgegeben.
Ein Smart Brick ist außerdem nicht nur an einen Tag gebunden, es sind mehrere Kombinationen möglich: Setze ich etwa die smarte Minifigur von Luke ins Cockpit des X-Wing und packe R2D2 inklusive Tag hinzu, erweitern sie die Geräuschkulisse. So erzeugt der Android etwa einen panischen Aufschrei, wenn das Raumschiff eine Rolle in der Luft hinlegt.
Kaum originale Sounds: Wichtig ist, dass es sich bei den Klängen nicht um Audio-Schnipsel aus den Star Wars-Filmen, sondern um stark stilisierte Töne handelt. Während der Imperiale Marsch oder das Star Wars-Theme zwar leicht wiedererkannt werden können, brabbeln die Figuren nur Kauderwelsch vor sich hin.
Und auch die Schiff-Sounds sind fernab von ihren cineastischen Vorbildern, so fehlt beim Tie-Fighter zum Beispiel der unverkennbare Hall.
0:30
LEGO Smart Brick Sound Beispiele
Das liegt auch daran, dass der Smart Brick anders als etwa die Tonie Box funktioniert: Beide leiten ihr Verhalten grundsätzlich von dem Daten auf einem RFID-Chip ab, während die Hörbuch-Box aber die benötigten Sound-Dateien aus dem Internet herunterlädt, erzeugt der LEGO-Stein die Geräusche mithilfe eines eingebauten Synthesizers selbst. Ihm werden also keine fertigen Audio-Files, sondern vielmehr nur die Notenblätter vorgegeben.
Die Vorteile davon sind, dass für den Smart Brick keine Internetverbindung benötigt wird und bei der Erzeugung der Sounds auch auf äußere Umstände – wie die Bewegungsgeschwindigkeit eines Raumschiffs – eingegangen werden kann. Nachteilig ist hingegen, dass die Töne im Zusammenspiel mit dem sehr kleinen Lautsprecher extrem künstlich und blechern klingen.
Viel wichtiger ist aber, wie viel Spaß das Ganze macht, und das erfahrt ihr auf Seite 2 des Artikels.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.