Wie cool ist das jetzt alles?
Bevor ich dazu komme, was unser Nachwuchs zuhause zum Smart Brick sagt, möchte ich euch erst einmal meine Gedanken zu dem neuen Stein teilen. Dazu sei gesagt: Auch, wenn ich Stunden oder gar Tage mit meinen geliebten Klemmbausteinen verbringen kann, erlebe ich das Hobby natürlich auf eine andere Weise als Kleinkinder oder Teenager. Daher konzentriere ich mich in meiner eigenen Bewertung vor allem auf die praktischen Komponenten.
Erst einmal: Das ganze Smart Brick-System ist extrem zugänglich und leicht verständlich. Ich brauche weder eine App, noch eine Internetverbindung, um irgendwas einzurichten, und kann den Stein einfach auf den vorgesehenen Stelle anbringen und losspielen. Out of the Box funktioniert das ziemlich gut, aber ich bin auch auf ein paar Probleme gestoßen.
Das größte davon: Es sind zu wenig Smart Bricks enthalten
Dem X-Wing-Set liegen beispielsweise noch drei weitere kleine Modelle bei: Ein Versorgungs-Gefährt mit Werkzeug und Tankwagen, eine Flugabwehrstation und ein Computer-Pult. Alle mit passenden Figuren und einem Platz für den Smart Brick.
Leider befindet sich aber nur ein magerer, smarter Stein in der Packung. Um die anderen Set-Teile zu nutzen, muss der X-Wing also erstmal wieder verstummen – und das ist gleich aus mehreren Gründen ziemlich frustrierend:
Ich muss mich stets für ein Modell entscheiden und kann dadurch nicht auf alle Funktionen zurückgreifen. Ich könnte etwa die Flugabwehrkanone im Blaster-Gefecht gegen den X-Wing antreten lassen und dabei hören, wie die Schüsse auf der jeweils anderen Seite einschlagen – aber dafür brauche ich eben einen zweiten Stein.
Den bekomme ich aktuell aber nur, wenn ich ein weiteres All-in-One-Set kaufe. Und das bringt dann auch wieder weitere Einsatzmöglichkeiten mitbringt, die ich gern einbinden möchte. Noch frustrierender wird es dann, wenn ich ein Smart Brick-kompatibles Set dazuhole, in dem zwar weitere Funktionen, aber kein zusätzlicher Stein enthalten sind.
Besonders ärgerlich ist das beim Rasenden Falken, bei dem kein Stein beiliegt, obwohl ich alleine zum Fliegen aber eigentlich schon zwei benötige – zumindest wenn ich Flug- sowie Blastergeräusche und gleichzeitig ein blaues Antriebslicht am Heck haben möchte.
Es fehlt also durchweg an den besonderen, nicht einzeln erhältlichen Bausteinen.
Da der Smart Brick zudem nicht lang durchhält, fällt das Fehlen zusätzlicher, smarter Bausteine umso mehr auf. Je nach Intensität reicht es nur für ungefähr 25-45 Minuten Spielzeit, bevor er dann wieder für die doppelte Dauer auf die Ladestation muss. Längere Spiel-Sessions sind damit vom Tisch.
Hinzu kommt, dass sich bei den Tags und Funktionen einige Dinge wiederholen. In allen drei Sets ist beispielsweise eine Tankstelle dabei, die aus Smart Brick-Sicht exakt dasselbe macht. Das ist schade, insbesondere mit Blick auf die eingeschränkte Flexibilität beim Kauf der neuen Bricks und den hohen Anschaffungspreis der Sets.
Denn der ist selbst für LEGO-Verhältnisse gesalzen: Der X-Wing kommt mit 581 Teilen auf einen Preis von 89,99 Euro, also knapp 15 Cent pro Stein. Zum Vergleich: Der "nicht smarte" X-Wing-Starfighter, der mit 558 Teilen ausgeliefert wird, kostet ganze 20 Euro weniger und kommt auf circa 13 Cent pro Teil.
Sound, Reaktionszeit & Lichter
Während LEGO das Problem mit der eingeschränkten Spielvielfalt relativ einfach aus der Welt schaffen könnte, indem der Smart Brick auch separat zum Aufstocken angeboten wird, wird es bei den folgenden Kritikpunkten eine ganze Nummer schwerer, sie zu beheben.
Da wären zum Beispiel die Sounds, die, wie oben bereits erwähnt, sehr blechern klingen. Natürlich erwarte ich bei einem Lautsprecher dieser Größeordnung keine 1A-Audioqualität, aktuell klingen die Geräusche aber so, als kämen sie aus einer Konservendose oder Telefonleitung aus den 90ern.
Die Auswahl der Töne empfand ich hingegen überhaupt nicht als störend, auch wenn sie nicht den Originalen entsprechen. Das stilisierte Gebrabbel der Figuren finde ich – auch wenn es durchaus etwas abwechslungsreicher sein könnte – ganz charmant und auch die Flieger- und Blaster-Sounds gehen für mich in Ordnung.
Etwas weniger gefallen hat mir stattdessen die Reaktionszeiten des Steins: Hebe ich etwa mit dem X-Wing ab, braucht der Smart Brick einen kurzen Augenblick, um die Daten zu verarbeiten, wodurch eine kurze Verzögerung entsteht. Die ist zum Glück aber gering und beim aktiven Spielen fällt das nicht besonders auf.
Was deutlicher stört, ist allerdings das durchgängige Geblinke der Steine, die insbesondere in weniger hellen Räumen sehr anstrengend für die Augen sein können. Die Lichter sind aber notwendig, damit der Smart Brick unterschiedliche Geräusche auslösen kann, indem das reflektierte Licht erfasst wird.
Hier sieht ihr es auf einem kleinen Tankwagen:
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Mit dem blinkenden Licht kann der Smart Brick Farben registrieren. Das Blinken wirkt im Video wesentlich deutlicher, als beim Spielen.
Genug aber von mir, auf Seite 3 geht es mit der Einschätzung meines Sohnes weiter.
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