Bei meinem dritten LEGO-Set habe ich alles anders gemacht - und jetzt werde ich nur noch auf diese Weise bauen

Samara hat LEGO erst spät für sich entdeckt und sich vor dem ersten Set kaum Gedanken gemacht, wie sie das Ganze angeht. Bei ihrem dritten Bau hat sie etwas Neues ausprobiert.

Beim Bau des LEGO-Hundes hat Samara etwas Neues ausprobiert. Beim Bau des LEGO-Hundes hat Samara etwas Neues ausprobiert.

Ich habe vor rund drei Monaten mein erstes LEGO-Set gebaut, und dabei fiel die Wahl auf das Stranger Things-Haus aus 2593 Klötzchen. Von Anfang an habe ich die Teile jeder Tüte einfach unsortiert in eine große Schüssel geschüttet, damit sie nicht verlorengehe. Dann habe ich mit Hilfe des Anleitungshefts direkt losgebaut. 

Das hat an sich schon funktioniert: Das Haus steht und lässt sich wie vorgesehen bewegen. Aber zwischendurch gab es immer wieder Momente, in denen ich länger nach Teilchen gesucht oder beim Zusammenstecken kurz die Stirn gerunzelt habe. Bei meinem nun dritten LEGO-Set, dem Golden Retriever-Welpen, habe ich daher eine andere Baustrategie ausprobiert: mit App und Vorsortierung.

Samara Summer
Samara Summer

Samara war ein Playmobil-Kind. Ihr Interesse für LEGO wurde erst geweckt, als sie sich im letzten Jahr viele coole Community-Kreationen angeschaut hat. Nach ihren ersten drei gebauten Sets hat sie das Klemmbaustein-Fieber jetzt endgültig erwischt.

Die LEGO-App hat mich begeistert – und meine Zweifel ausgeräumt

Bei meinen ersten beiden Sets habe ich mich ganz bewusst für das klassische Anleitungsheft und gegen die LEGO Builder App entschieden. Ich wollte mich in der Freizeit und als Ausgleich zu meinem Job mehr analog beschäftigen und Bildschirmzeit reduzieren.

Das hat auch ganz wunderbar funktioniert und sehr entschleunigend gewirkt. Während ich das Creel Haus zusammenbaute, habe ich die Existenz meines Mobiltelefons komplett vergessen. Stattdessen habe ich wie gebannt auf das Modell und die Anleitung gestarrt. Allerdings war ich mit Letzterer nicht immer ganz glücklich, denn manchmal fand ich die Perspektive der Abbildungen nicht ideal.

Meist wird das Gebilde von schräg oben gezeigt. Ich finde in einigen Fällen eine gerade Draufsicht – je nach Schritt von oben, unten oder der Seite – aber viel praktischer. In manchen Fällen hätte mir sogar schon ein leicht anderer Winkel gereicht.

Video starten 0:36 Wir haben den Golden Retriever Welpen von LEGO gebaut und zeigen euch seine Besonderheiten

Versteht mich nicht falsch: Letztendlich lässt sich im Anleitungsheft schon alles gut genug erkennen, um die Teile richtig zusammenstecken. Insbesondere wenn ich etwas unaufmerksam war oder den Bauschritt beispielsweise schnell noch vor dem Abendessen abschließen wollte, ist mir allerdings schon mal ein Fehler unterlaufen, den ich später identifizieren und rückbauen musste.

Darum habe ich beim Hunde-Set beschlossen, mich doch mal auf die App einzulassen. Hier kann ich das Modell bei jedem Schritt nach Belieben drehen und vergrößern, ganz intuitiv mit den Fingern. 

Das hat mir nicht nur geholfen, sondern auch sofort Spaß gemacht. Dabei hatte ich nicht nur den Eindruck, Fehler zu vermeiden – Ich habe mich als Anfängerin auch einfach sicherer gefühlt, insbesondere beim Verbauen der Technik-Steine in den beweglichen Teilen der Fellnase.

Ich war außerdem überrascht: Der Bau mit der App hat sich für mich genauso entspannt angefühlt wie mit dem Anleitungsheft. Damit daraus nicht das typische “am Handy hängen” wird, bei dem eins zum anderen führt, habe ich die Benachrichtigungen einfach ausgeschaltet. So hatte ich keine Ablenkung und fast vergessen, dass ich die Anleitung auf einem Telefon verfolgt habe.

Während das Anleitungsheft bei der ersten Tüte noch aufgeschlagen neben mir lag, hatte ich es bei der nächsten bereits zur Seite gelegt. So konnte ich sogar noch ordentlich Platz sparen und hatte freie Fläche für eine weitere Optimierung zur Verfügung.

Nicht mehr ohne Vorsortierung

Dass der Bau des Golden Retrievers so rund lief, lag auch daran, dass ich die Teile diesmal zumindest grob vorsortiert habe. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor, aber schon die erste Tüte war so prall gefüllt, dass mir sofort klar wurde, dass ich mich dumm und dämlich suche, wenn ich alles in eine einzige Schüssel kippe.

Also habe ich dieses Mal drei Schalen genutzt und je nach Tüteninhalt entweder nach Farben (Dunkelbraun und Schwarz - Beige und Hellgrau - kunterbunt) oder Teilchengröße (groß, mittel, klein) sortiert. Dadurch hatte ich viel schneller die gesuchten Steine zur Hand und irgendwie war auch das Sortieren selbst schon ganz befriedigend.

Ich bin jedenfalls sicher, dass ich künftige Sets wieder auf genau dieselbe Weise bauen werde. Es geht zwar auch ohne Sortierung und mit dem Heft, keine Frage – aber mit meiner neuen Herangehensweise läuft es einfach flüssiger und ich habe noch mehr Spaß.

Was bevorzugt ihr: Anleitungsheft oder die Builders App?


Kommentare(1)
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