1985 erschien eines der besten Super Mario-Spiele aller Zeiten, das komplett auf richtige Bosskämpfe verzichtete - 41 Jahre später erklärt der Schöpfer, warum

Habt ihr bereits erraten, um welches Spiel es sich dreht und wer da aus dem Nähkästchen geplaudert hat?

Das Super Mario Franchise hat schon seine Jahre auf dem Buckel. Bis zu den heutigen Spielen und Filmen war es ein weiter Weg. Das Super Mario Franchise hat schon seine Jahre auf dem Buckel. Bis zu den heutigen Spielen und Filmen war es ein weiter Weg.

Shigeru Miyamoto und seine Spiele haben zurecht Legenden-Status. Seine kreativen Ideen haben den Grundstein für sehr viele Titel gelegt, die danach kamen. Dass ein ganz bestimmter Moment in einem Klassiker genau so ist, wie wir ihn heute kennen, liegt daran, dass sich Nintendo mit Bosskämpfen schwertat und schließlich auf ein Konzept gesetzt hat, dass Kindheitserinnerungen weckt.

Ein Boss"kampf", der eigentlich keiner ist

Es geht hierbei um das erste Super Mario Bros., das in Japan 1985 für den Famicom erschienen ist und zwei Jahre später auch bei uns auf dem westlichen Pendant gelandet ist, also dem NES. Eine Besonderheit bei dem Spiel ist, dass wir in dem Titel zwar am Ende auf Bowser als großen Obermoppel treffen, Mario sich mit ihm aber keine Prügelei liefert - obwohl die an der Stelle eigentlich vorprogrammiert scheint.

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Damals tat sich Nintendo allerdings noch schwer damit, einen klassischen Bosskampf, wie wir ihn heute kennen, zu designen (via polygon). Eine erste Idee war eine Art Wettrennen. Das erschien dem Team logisch, da sich das ganze Spiel darum dreht, von links nach recht zu rennen. Am Ende siegte aber ein Konzept, das an eine Art improvisiertes Kinderspiel erinnert. Miyamoto berichtet dazu:

Als wir Kinder waren, haben wir aus dem Fenster geschaut, [auf Dinge] gezeigt, und uns vorgestellt, dass Leute rennen, fliegen, in Flüsse fallen ... und so weiter.

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Tatsächlich habe auch ich mich während langer Autofahrten damit beschäftigt. Genau wie bei dieser Beschäftigungstherapie geben wir Bowser in Super Mario Bros. gar nicht aufs Dach, sondern müssen nur über ihn springen, um letztendlich zu beobachten, wie ihm der Boden unter den Füßen weggezogen wird, beziehungsweise die Brücke.

Der Fiesling landet anschließend in der Lava und Miyamoto verrät dazu:

Alles, was du tun musst, ist über Bowser springen und er fällt. Ich fand das erstaunlich spaßig, als ich es ausprobiert habe und ich war sehr glücklich, als ich das festgestellt habe.

Shigeru Miyamoto hatte übrigens einen sehr guten Anlass, diese Geschichte auszuplaudern: Er hat nämlich 2026 den japanischen "Order of Culture Award" erhalten. Dieser wird vom Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie vergeben.

Was haltet ihr von dem Konzept allgemein und habt ihr euch als Kind auch mit ähnlichen Gedankenspielen die Zeit vertrieben?


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