Nintendo Switch - Neues Modell HAC-001(-01) ändert nicht nur den Akku

Nintendo hat eine überarbeitete Version der Switch veröffentlicht, die vor allem mehr Akku-Leistung hat. Es gibt aber weitere Unterschiede, die nicht offiziell angekündigt wurden.

von Maximilian Franke,
12.08.2019 14:26 Uhr

Mit dem neuen Modell ändert sich mehr, als Nintendo angekündigt hat.Mit dem neuen Modell ändert sich mehr, als Nintendo angekündigt hat.

Nintendo hat der Switch ein kleines Hardware-Update spendiert. Die aktualisierte Konsole mit der Modellnummer HAC-001(-01) ist bereits bei den ersten Händlern erhältlich und hat vor allem eine gesteigerte Akku-Leistung. Im Inneren der Konsole hat sich allerdings noch etwas mehr getan, von dem Nintendo nichts verraten hat.

Welche Änderungen es, abseits des Akkus, noch gibt, hat der YouTuber Kevin Kenson untersucht. Neben ein paar Tests hat er die neue Version auch aufgeschraubt und dabei ein paar kleinere Verbesserungen entdeckt, die sich von der alten Switch unterscheiden.

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Das Display ist besser

Der eingebaute Bildschirm im Switch-Tablet ist ein bisschen besser, als wir es bisher gewohnt waren. Die Änderungen sind zwar nicht bahnbrechend, aber trotzdem werdet ihr vor allem unter direktem Sonnenlicht an der frischen Luft mehr erkennen.

Das liegt daran, dass das neue Display etwas heller ist. Die Messung hat ergeben, dass die überarbeitete Switch eine höhere Leuchtdichte hat. Damit wird die Helligkeit flächenhafter Lichtquellen beschrieben. Zwar handelt es sich nur um eine kleine Verbesserung, aber im direkten Vergleich ist sie deutlich erkennbar.

Außerdem werden Farben auf dem neuen Bildschirm wärmer dargestellt. Da das alte Display tendenziell zu kalte Farben wiedergibt, ist das ebenfalls eine Verbesserung, da Farben nun akkurater angezeigt werden. Ob dieser Unterschied im Alltag ins Gewicht fällt, bleibt euch überlassen. Besser ist es allerdings schon.

Die Joy-Con sind nicht mehr die gleichen

Bevor ihr euch zu früh freut, kommt direkt eine kleine Anmerkung: Es gibt Hardware-Änderungen an den mitgelieferten Joy-Con. Ob diese allerdings zur Lösung des Drift-Problems der Analog-Sticks beitragen, ist zu bezweifeln.

Der eingebaute Akku in den Controllern ist zum Beispiel ein anderes Modell. Das muss allerdings keine realen Auswirkungen haben. Die Kapazität scheint unverändert zu sein. Auch die Platine hat eine andere Nummer, hat aber ansonsten keine Überraschungen parat.

Die Analog-Sticks neigen dazu, bei längerer Nutzung kaputt zu gehen. Ob sich das beim neuen Modell ändert, bleibt abzuwarten.Die Analog-Sticks neigen dazu, bei längerer Nutzung kaputt zu gehen. Ob sich das beim neuen Modell ändert, bleibt abzuwarten.

Viel interessanter ist eher, dass die Analog-Sticks aus sehr ähnlichen, aber doch etwas veränderten Bauteilen bestehen. Die Einheit mit der die Sticks verbunden sind, unterscheidet sich optisch ein wenig. Außerdem tragen die Bauteile eine andere Seriennummer.

Ob diese Anpassungen im Endeffekt eine spürbare Verbesserung des Drift-Problems mit sich bringen, bleibt abzuwarten. Da die Fehlfunktion meist erst nach monate- oder jahrelanger Nutzung auftritt, lässt sich das derzeit schlicht nicht beurteilen. Große Änderungen sind es allerdings nicht. Ihr solltet daher nicht zu viele Hoffnungen in dieses Joy-Con-Modell legen.

Die neue Switch wird nicht so warm

Neben dem verbesserten Display gibt es einen weiteren Unterschied, der euch das Zocken tendenziell etwas angenehmer macht. Mit einer Wärmekamera lässt sich feststellen, dass die neue Variante der Konsole nicht mehr so heiß wird.

Eine zu warme Konsole fühlt sich unter Umständen nicht nur unangenehm an, wenn ihr im Handheld-Modus unterwegs seid. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Schäden an der Hardware kommen. Das passiert zwar nur sehr selten, ist mit der neuen Switch jedoch noch einmal unwahrscheinlicher geworden.

Wie erkennt ihr die neue Nintendo Switch beim Kauf?

Die verbesserte Switch kommt in einem roten Karton. Die Box der alten Variante ist weiß.Die verbesserte Switch kommt in einem roten Karton. Die Box der alten Variante ist weiß.

Auch wenn der bessere Akku definitiv das Highlight der Hardware-Anpassungen ist, lohnt es sich auch wegen der hier genannten Änderungen, zu dem neuen Modell zu greifen. Doch woher soll man als Käufer wissen, welche Variante gerade angeboten wird?

Die Antwort liefert die Verpackung der Konsole. Während das bisherige Modell in einem Karton mit weißem Hintergrund ausgeliefert wurde, kommt die aktualisierte Fassung in einer roten Box zu euch. Ihr müsst also nicht erst mühsam die Seriennummern vergleichen, sondern könnt auf den ersten Blick erkennen, wofür ihr gerade Geld ausgebt.

Zusätzlich zum neuen Switch-Modell erscheint in diesem Jahr auch noch die Nintendo Switch Lite. Die kleinere Variante mit fest verbauten JoyCon erscheint am 20. September im Handel.

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