Fazit der Redaktion
Samara Summer
Ein bisschen mit Kätzchen kuscheln, dann eine düstere Geschichte entdecken und gleich um die Ecke einem Dämon aufs Maul hauen: Nioh 3 hat für mich einen richtig guten Flow. Der Mix aus fast schon gemütlicher Erkundung samt süßer Viecher und unglaublich spaßigen Kämpfen hat bei mir voll gezündet.
Dass die Hauptgeschichte kein Meisterwerk ist, stört mich auch nicht allzu sehr, weil ich voll in der Atmosphäre, Welt und dem Kampfsystem aufgehe. Und über Hanzo und Katze Nekromata habe ich mich doch gefreut. Nioh 1 und 2 haben mir auch schon gut gefallen, grundsätzlich war ich aber nie ein großer Fan des Ki-Puls, weswegen mich die flotte Ninja-Alternative umso mehr abholt.
Team Ninja hat die besten Elemente aus Wo Long und Rise of the Ronin mit in Nioh 3 genommen. Schön finde ich auch, dass sich die Schwierigkeit bis zu einem gewissen Grad individuell anpassen lässt, je nachdem, welche der unzähligen Builds und Systeme ich nutze und ausreize. Hoffentlich bessert Team Ninja noch bei der Performance auf PS5 nach, damit sie dem für mich klaren Souls-Hit gerecht wird.
Kevin Itzinger
Nioh 3 hat sich schon sehr zeitig im Jahr einen Platz auf meiner Highlight-Liste für 2026 gesichert und das ist tatsächlich eine Überraschung. Hättet ihr mich nämlich vor zwei Wochen gefragt, was ich vom dritten Teil der Reihe erwarte, hätte ich vermutlich “nicht so viel” geantwortet – nicht, weil ich die Spiele bisher schlecht fand, sondern einfach, weil sie für mich nie so richtig Klick machen wollten.
Auch Nioh 3 hat ein paar Sachen an Bord, die ich nicht so sehr mag – für meinen Geschmack verbringe ich etwa noch immer viel zu viel Zeit in verschiedenen, teils arg verschachtelten Menüs, um gefühlt 1000 verschiedene Kleinigkeiten zu upgraden und anzupassen. Sobald ich aber in der Spielwelt unterwegs bin, vergesse ich dieses Ärgernis direkt wieder.
Das Kampfsystem ist das für mich mit Abstand beste, das Team Ninja bisher abgeliefert hat. Die Abwechslung zwischen Samurai und Ninja funktioniert wunderbar und die Auseinandersetzungen mit den dicken Yokais und anderen finsteren Feinden machen einfach immer Spaß.
Was ich aber wirklich absolut nicht auf meiner Bingo-Karte hatte, war meine Begeisterung für die Open World. Normalerweise bin ich nämlich unglaublich müde, was das Konzept angeht. Nioh 3 schafft es aber, mich bis zum Schluss mit Erkundung und den verschiedenen Aktivitäten bei Laune zu halten, zusammen mit den linearen Abschnitten für eine perfekte Abwechslung zu sorgen und es in puncto Umfang nicht zu übertreiben.
Übrigens: Ich habe Nioh 3 auf dem PC gespielt und hatte dort wesentlich weniger Performance- Probleme als Samara auf der PS5. Ein Grafikwunder ist das Soulslike zwar auch da nicht, aber das beste visuelle Erlebnis bekommt ihr erwartungsgemäß natürlich trotzdem hier. Wenn ihr also die Wahl habt, geht unsere Empfehlung klar in Richtung PC, zumindest, falls ihr ein gutes Setup besitzt.
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