One Piece Staffel 2: Eiichiro Oda griff persönlich ins Chopper-Design ein, weil er "mehr als nur Hollywood-Niedlichkeit" wollte

Eiichiro Oda persönlich griff in das Chopper-Design für One Piece Staffel 2 ein und verrät, warum "Hollywood-Niedlichkeit" die falsche Richtung war.

Oda erklärt im offiziellen Netflix-Podcast, warum Choppers Design komplett überarbeitet wurde - und was japanische Niedlichkeit von Hollywood unterscheidet. (© Netflix) Oda erklärt im offiziellen Netflix-Podcast, warum Choppers Design komplett überarbeitet wurde - und was japanische Niedlichkeit von Hollywood unterscheidet. (© Netflix)

Wie setzt man ein sprechendes Rentier in einer Live-Action-Serie um? Diese Frage dürfte wohl eine der wichtigsten gewesen sein, die das Produktionsteam hinter der Netflix-Umsetzung von One Piece für die zweite Staffel beantworten musste.

Nach dem Release am 10. März 2026 steht fest: Die Darstellung von Tony Tony Chopper hat die Netflix-Serie mit Bravour gemeistert – aber erst, nachdem Schöpfer Eiichiro Oda mit entscheidenden Kurskorrekturen eingriff.

Video starten 1:28 One Piece: So sieht Chopper in Staffel 2 der Netflix-Serie aus

Wie Choppers Design entstand

Pünktlich zum Start der zweiten One Piece-Staffel hat Netflix einen zugehörigen Video-Podcast veröffentlicht, in dem Fans einen Einblick hinter die Kulissen bekommen.

Durch die erste Folge führt Ruffy-Darsteller Iñaki Godoy, der den One Piece-Schöpfer Eiichiro Oda "zu Gast" hatte. In diesen rund 28 Minuten erklärte Oda, wie viel Arbeit tatsächlich in der Chopper-Darstellung steckte – und dass er während der Live-Action-Produktion eingriff.

  • Oda zufolge näherte sich das Produktionsteam dem Rentier zunächst als realistischem Lebewesen.
  • Hierfür analysierte man Knochenstrukturen echter Tiere und wollte anatomische Glaubwürdigkeit herstellen, doch hier griff der Mangaka ein: "Ich schlug vor, ihn eher wie ein Plüschtier zu betrachten. Wenn man ihn zu realistisch macht, gerät man in den 'Uncanny Valley'."

"Uncanny Valley" beschreibt ein psychologisches Phänomen: Je menschenähnlicher eine künstliche Figur gestaltet wird, desto sympathischer wirkt sie Betrachter*innen – bis sie einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie fast, aber nicht ganz menschlich aussieht.

Genau in dieser Zone kippt die Sympathie abrupt in ein Gefühl von Unbehagen oder Fremdartigkeit – dem namensgebenden "Tal" (deutsch für "Valley") in der gedachten Sympathiekurve.

Auch die Stimme war zentraler Bestandteil der Diskussionen. Oda verdeutlichte hierfür den Unterschied zwischen japanischer und westlicher Niedlichkeit:

"In Hollywood-Filmen hat Niedlichkeit oft etwas Ironisches, damit sie für Erwachsene erträglich wird. Chopper dagegen muss wirklich niedlich aussehen und klingen. Das ist eine Niedlichkeit, die ich für einzigartig japanisch halte.

Ich hatte das Gefühl, dass Chopper mehr als nur Hollywood-Niedlichkeit benötigt."

Jetzt ist eure Meinung gefragt: Wie gut ist Chopper der Netflix-Umsetzung von One Piece gelungen?


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