One Piece: In Netflix-Staffel 2 löst Ruffy eine Situation ganz anders als im Manga - sein Live-Action-Auftritt ist emotional intelligenter

In Netflix-Staffel 2 von One Piece wird eine wichtige Szene mit Laboon geändert - und zeigt damit, dass Ruffy weit mehr als nur ein verpeilter Gummikopf sein kann.

Auch in der Live-Action-Fassung von One Piece muss die Strohhutbande an Laboon vorbeikommen - macht es hier aber mit wesentlich weniger Gewalt. (© Netflix) Auch in der Live-Action-Fassung von One Piece muss die Strohhutbande an Laboon vorbeikommen - macht es hier aber mit wesentlich weniger Gewalt. (© Netflix)

Mit dem Release der zweiten Netflix-Staffel von One Piece machen sich Fans des Anime und Manga natürlich auch an die Aufgabe, Unterschiede zwischen der Live-Action-Umsetzung und der Vorlage von Eiichiro Oda zu finden.

Eine solche Abweichung gibt es in der zweiten Folge "Good Whale Hunting": Ruffy löst das Dilemma mit dem Riesenwal Laboon anders als noch in Manga und Anime. Statt den Wal zum Rivalen zu prügeln, setzt er auf Musik, Empathie und ein direktes Gespräch darüber, wie es ist, zurückgelassen zu werden.

Ein Analyse-Artikel von IGN sieht diese Änderung als "die beste, die Netflix für die zweite Staffel eingefallen ist", weil sie Ruffy von einem etwas tölpelhaften Draufgänger zu einem Anführer mit emotionaler Intelligenz umfunktioniert.

Ruffy, Laboon und Binks' Sake

Im Originalmanga bzw. Anime beschließt Ruffy, Laboon zu verprügeln, um sich als zukünftigen Rivalen zu etablieren. So soll der Wal eine neue Hoffnung bekommen und nicht mehr nur auf die längst verschollenen Rumba-Piraten warten.

In der Live-Action-Serie erkennt der Strohhutkapitän stattdessen die Bindung zwischen Laboon und seiner ehemaligen Crew über das Lied "Binks' Sake".

  • Nach einer mehr oder minder passenden Gesangseinlage erklärt Ruffy dem Wal, dass es im Leben "Menschen gibt, die einen verlassen [...] und man trifft Menschen, die bleiben."
  • Damit verbinde der Strohhutkapitän seine eigenen Erfahrungen mit Shanks mit Laboons Schmerz und schafft so eine emotionale Brücke (und Bindung) zum Wal, der Ruffys Crew im Anschluss freilässt.

Der IGN-Artikel ordnet diese Szene in einen größeren Kontext ein: Ruffy wird in der Community oft als naiv oder dumm abgestempelt, weil er wie viele klassische Shonen-Protagonisten impulsiv und verpeilt wirkt.

Netflix nutzt die Laboon-Änderung demnach, um eine andere Seite von ihm zu betonen - eine, die wir im Manga zwar gelegentlich sehen, in der Live-Action-Serie aber zumindest in den Augen der IGN-Analyse deutlicher zur Schau gestellt wird.

IGN hebt an dieser Stelle hervor, dass dies ein "ungewöhnlich reifer Moment für Ruffy" ist.

Direkt danach stolpert er zwar wieder in für ihn typische Situationen, etwa indem er sich in der nächsten Episode sorglos durch eine Stadt frisst, während im Hintergrund Mordpläne gegen ihn geschmiedet werden.

Aber genau diese Spannung mache den Reiz der Live-Action-Umsetzung aus: Ruffy kann "gleichzeitig kindlich unbedarft und in zentralen Augenblicken hochsensibel und zielgerichtet" sein.

Was war eure liebste Änderung in der Live-Action-Serie von One Piece?


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