Die zweite Staffel der Netflix-Umsetzung von One Piece orientiert sich wenig überraschend stark an der Vorlage von Eiichiro Oda. Doch hier und da garniert die Live-Action-Serie manche Charaktere mit Momenten, die so im Manga und Anime gar nicht vorkamen.
Einer davon dreht sich um eine Antagonistin aus der mafiösen Baroque-Firma und gibt ihr eine "richtige" Hintergrundgeschichte, die uns so viel mehr über sie erzählt, als es die Vorlage je getan hat.
Bis ihre Eltern für immer verstummten
Konkret geht es um Miss Goldenweek, die innerhalb der Baroque-Firma mit Mister 3 ein kongeniales Duo bildet. Hinter dem auf ersten Blick kleinen Mädchen steckt aber ein ziemlich empathieloser Bösewicht.
Das wird spätestens klar, als sie davon erzählt, wie sie ihre eigenen Eltern umbrachte:
Freunde lassen einen im Stich. Nicht so wie Spielzeug. Wenn Spielzeug keinen Spaß mehr macht, kann man es wieder in die Schachtel packen.
Ich habe versucht, das meinen Eltern zu erklären, aber sie haben es nicht verstanden. Also habe ich sie auch bemalt und in eine Schachtel gesteckt. Die haben da drin so viel Lärm gemacht … zumindest in den ersten paar Tagen.
Die wenigen Sätze implizieren, dass Miss Goldenweek ihre Eltern schlicht über einen quälend langen Zeitraum erstickte.
Dieses Detail über die Vergangenheit der Baroque-Agentin ist dabei tatsächlich eine Netflix-Eigenkreation: Weder der Manga noch der Anime sprachen in solchem Ausmaß darüber, wieso Miss Goldenweek so tickt wie sie tickt – und wie ein kleines Mädchen überhaupt in die Baroque-Firma passt.
Die Ruchlosigkeit, mit der sie ihre Eltern umbrachte, dürfte zumindest ebenso wie die fehlende Reue in der Erzählung mit ein Grund dafür sein, wieso Miss Goldenweek in der Organisation hoch genug angesehen wird, um mit Mister 3 zusammenzuarbeiten.
Welche Änderung der Netflix-Umsetzung von One Piece gefiel euch am meisten - und welche so gar nicht?
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