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Seite 2: Pacific Rim im Test - Wo ist die Raketenfaust?

Wir brauchen einen schlankeren Roboter

An der Architektur im Hintergrund erkennt man gut in welcher Stadt der Kampf gerade tobt. An der Architektur im Hintergrund erkennt man gut in welcher Stadt der Kampf gerade tobt.

Die Kämpfe in Pacific Rim sind im Grunde genommen sehr ordentlich gemacht. Die Roboter und Monster sind detailliert, haben scharfe Texturen und sind denen aus dem Film detailliert nachempfunden. Die Umgebung ist zwar nicht ganz so schick, aber immerhin mit diversen Wahrzeichen versehen, so dass man erkennen kann, in welcher Metropole der Kampf gerade tobt. Auch die Soundeffekte und Musik sind angemessen und passend.

Trotzdem wirft Pacific Rim das alles mit einigen groben Schnitzer über Bord. Im Prinzip geht es im Spiel ja darum, sich an den Rhythmus des Kaijus zu gewöhnen und zu erkennen, wann es aus welcher Richtung angreift. Man ist gezwungen, zu reagieren und sich an den Rhythmus des Gegners zu gewöhnen, da die Monster im Vorteil sind. Sie können Schaden komplett blocken und trifft man sie, während sie selbst angreifen, wirft sie das nicht aus der Attacke. Im Gegenteil: während einer Angriffsserie erleiden die Monster sogar nur verminderten Schaden. Man ist also ständig in der Defensive und muss warten, bis sich eine Gelegenheit bietet, selbst ein paar Schläge auszuteilen.

Durch Paraden und eigene Angriffe laden wir unsere Spezialattacken auf. In einem kurzen Minispiel können wir deren Schaden auf bis zu 200% erhöhen. Durch Paraden und eigene Angriffe laden wir unsere Spezialattacken auf. In einem kurzen Minispiel können wir deren Schaden auf bis zu 200% erhöhen.

Es ist darum fast das wichtigste Element im Spiel, die Angriffe des Kaijus zu blocken, ihnen auszuweichen oder sie zu parieren. Wie schon beschrieben ist Parieren das günstigste, aber hier steckt der Teufel in der Steuerung. Ein Monster kann einen Schlag aus fast jeder Richtung ausführen - um den zu kontern, wischen wir entgegen der Schlagrichtung über das Touchpad. Dafür müsste man aber den Arm des Monsters auch auch sehen können…

Durch die Perspektive wird nämlich immer eine Seite des Kaijus von unserem Roboter verdeckt und man sieht nicht genau, ob der Arm nun oben, unten, oder in der Mitte ist. Außerdem reagiert Pacific Rim auf kleinere Gesten garnicht (zumindest auf unseren Testgeräten), so dass es große, energische Gesten braucht - wodurch teilweise sogar der eigene Finger die Sicht versperrt. Und selbst wenn man mal etwas sieht, führt unser Roboter statt einer Parade sehr oft einen Angriff aus, völlig egal, ob die gleiche Bewegung vorher noch ein Konter war. Hier ist definitiv etwas mit dem Timing oder der Eingabe des Spiels faul, was zu Frust und auch fast zu Bisspuren in unserem Testgerät geführt hat.

Wo kann ich die Raketenfaust kaufen?

Hat man einige der Monster erledigt, kann man zwischen den Missionen mit dem verdienten Geld seinen Roboter aufrüsten. Zur Auswahl stehen neue Roboterklassen, neue Waffe, diverse Verbesserungen für Roboter und Waffen und sogar neue Tarnmuster für unseren Mech. Auf dem Schwarzmarkt bietet uns der gerissene Hannibal Chau (Ron Perlman) außerdem einige Verbrauchsgegenstände an, wie zum Beispiel Reparaturdrohnen, Schilde oder Artillerieangriffe. Eine richtige Raketenfaust ist leider nicht dabei…schade.

In der Jägerbucht können wir unseren Mech neu bewaffnen. Die Preise werden aber schnell happig... In der Jägerbucht können wir unseren Mech neu bewaffnen. Die Preise werden aber schnell happig...

Die Preise für die Gegenstände sind anfangs noch sehr human, steigen aber drastisch an, so dass Verbesserungen hart verdient werden müssen. Das wäre an sich kein Problem, würde man sich nicht wegen der schon erwähnten Steuerung manchmal an einem Gegner festbeißen. Schafft man einen Gegner nicht, oder muss man schwer angeschlagen noch gegen einen zweiten kämpfen, empfehlen uns die Charaktere im Spiel immer dringend unseren Roboter doch weiter aufzurüsten. Das ist zwar nervig, aber noch keine Schikane.

Ab einem gewissen Punkt wird neue Ausrüstung zum Zwang und der IngameShop wirkt dreist. Ab einem gewissen Punkt wird neue Ausrüstung zum Zwang und der IngameShop wirkt dreist.

Zu der wird es erst, wenn wir per Missionsziel einen teuren, neuen Roboter kaufen müssen, um in der Kampagne weiter zu kommen. Wer an diesen Stellen nicht genug gespart hat, wird direkt auf den Inageme-Shop, die »Panpazifische Bank«, hingewiesen, in der man für Geld Spielwährung kaufen kann. Diese Kombination ist für einen Vollpreistitel (3,69€) schon dreist.

Natürlich könnte man das Geld auch mühevoll im Spiel verdienen, denn mit über 10 Spielstunden ist Pacific Rim umfangreich. Die Frage ist nur ob man das will, denn abgesehen von den Schwächen bei der Steuerung ist das Missionsdesign nicht sonderlich innovativ und bei den Kämpfen gibt es im Kern auch keine Abwechslung.

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