PayPal - Verweigert Auszahlung von Crowd-Funding-Kapital für Indiegogo-Projekt

Die Indie-Entwickler hinter dem via Indiegogo finanzierten Yatagarasu Attack on Cataclysm sehen sich aktuell mit unvorhergesehenen Problemen konfrontiert: PayPal weigert sich den Crowd-Funding-Betrag komplett auszuzahlen.

von Tobias Ritter,
10.09.2013 13:30 Uhr

Paypal weigert sich, via Crowd-Funding-Kampagne gesammelte Geldmittel für die Entwicklung von Yatagarasu Attack on Cataclysm komplett auszuzahlen. Paypal weigert sich, via Crowd-Funding-Kampagne gesammelte Geldmittel für die Entwicklung von Yatagarasu Attack on Cataclysm komplett auszuzahlen.

Mit einer äußerst fragwürdigen Entscheidung bezüglich der Auszahlung eines via Crowd-Funding über die Plattform Indiegogo gesammelten Betrags zur Finanzierung des Indie-Spiels Yatagarasu Attack on Cataclysm sorgt der Online-Banken-Gigant PayPal zur Zeit für reichlich Verwunderung.

Knapp 120.000 US-Dollar konnten drei frühere Entwickler von King of Fighters für die Realisierung ihres Indie-Projekts über indiegogo.com sammeln. Doch die Freude darüber währte offensichtlich nicht lange, wie ein Update auf der offiziellen Kampagnen-Seite zeigt: Das via PayPal gespendete Geld bekamen die Entwickler bisher nämlich nicht vollständig ausgezahlt. Geht es nach dem Willen der Online-Bank, werden zunächst nur 50 Prozent des gesammelten Betrags freigegeben. Der Rest soll erst folgen, sobald das Spiel fertiggestellt wurde und das Entwicklerteam das auch nachweisen kann.

Ein reichlich sinnfreies Vorgehen vor dem Hintergrund, dass das Crowd-Funding-Kampital eigentlich ja zur Finanzierung der Entwicklungsarbeiten genutzt werden soll. Dementsprechend verärgert zeigte man sich nun auch in einem ersten Statement:

»Wir mögen Ironie ja wie jeder andere auch, aber dass PayPal sich weigert, legitim für die Fertigstellung eines Spiels gesammelte Gelder erst freizugeben, nachdem das Spiel veröffentlicht wurde, ist einfach nur vollkommen absurd - es behindert das gesamte Projekt.«

Man habe PayPal mit allen notwendigen Dokumenten und Nachweisen zur Legitimierung des Entwicklerstudios Nyu Media und der Crowd-Funding-Kampagne versorgt und sehe sich nun nicht weiter in der Pflicht, zur Lösung des Problems beizutragen. Man sei sicher, dass die Online-Bank angemessen reagieren werde und hoffe, dass das Problem alsbald gelöst werden könne. Allerdings habe man auch einen Notfallplan: Im Zweifelsfall müsse man eben allen Unterstützern ihre PayPal-Spenden zurück überweisen und sie darum bitten, das Geld auf anderem Wege an Nyu Media zu transferieren. Allerdings sei das mit erheblichem Aufwand und Gefahren verbunden, die sich negativ auf die Entwicklungsarbeiten auswirken könnten.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass PayPal einer erfolgreichen Indiegogo-Kampagne einen Strich durch die Rechnung macht: Bereits Skullgirls-Entwickler Zero Lab Games konnte monatelang seine Mitarbeiter nicht bezahlen, weil entsprechende Geldmittel nicht ausgezahlt wurden.

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