Phasmophobia für PS4 & Xbox One: Warum wir den Schocker brauchen

Unsere Freie Autorin Samara hat sich Phasmophobia genauer angeschaut und findet, diese Multiplayer-Geister-Gaudi mit VR-Option sollten wir nicht verpassen.

von Samara Summer,
25.10.2020 17:00 Uhr

Ein unheimlicher Anblick auf dem Kontroll-Monitor im Truck. Samara sagt, warum wir Phasmophobia unbedingt für Konsolen brauchen. Ein unheimlicher Anblick auf dem Kontroll-Monitor im Truck. Samara sagt, warum wir Phasmophobia unbedingt für Konsolen brauchen.

Mutliplayer-Geister-Gaudi, optional mit VR? Darauf haben viele Gamer*innen scheinbar nur gewartet. Der Indie-Titel Phasmophobia stürmt die Steam- und Twitch-Charts. Leider steigt die Party ohne uns Konsolen-Zocker*innen. Das muss sich ändern!

Was genau verpassen wir da?

In Phasmophobia gehen bis zu vier Geisterjäger*innen in der Egoperspektive auf die Pirsch - und das ist ziemlich lustig bis ziemlich gruslig. Entwickler Kinetic Games begeistert sowohl mit noch nie da gewesenen als auch mit sehr stimmig umgesetzten Mechaniken. Noch dazu können sich Spielende mit und ohne VR zusammenschließen. Das macht das Spiel zu einer einzigartigen Erfahrung.

So wird gejagt:

Im coolen Geisterjagd-Truck rüstet sich das Team mit allem, was sich im Umgang mit rastlosen Seelen bewährt hat, so zum Beispiel dem EMF-Messgerät zur Bestimmung von magnetischen Feldern, dem guten alten Kruzifix, der Geister-Box, die ich später erkläre, und einer Kamera, um das perfekte Beweisfoto zu schießen. Ziel ist es nämlich, die Existenz der Geister zu belegen und sie näher zu bestimmen - und das, ohne von den reizbaren Biestern getötet zu werden.

Der DualShock 4 - oder auch der DualSense der PS5 - könnten zur Immersion beitragen. Der DualShock 4 - oder auch der DualSense der PS5 - könnten zur Immersion beitragen.

So könnte das mit dem Controller aussehen:

Die Lichtleiste des DualShock 4 könnte verschiedene Funktionen übernehmen. Sie könnte die unterschiedlichen Warnstufen des EMF-Messgeräts mit verschiedenfarbigen Lichtern anzeigen. Ingame zeigt das Tool mithilfe von fünf kleinen Lämpchen an, ob sich ein Geist in der Nähe befindet. Eine andere Möglichkeit wäre es, verschiedene Lichtfarben als Anzeige für den geistigen Zustand des Spielcharakters zu nutzen. Fällt die Sanity auf 0 %, so stirbt der Charakter. Vorher müssen Spielende mit unheimlichen Erscheinungen rechnen. Die Controller-Vibration könnte zum Gruselfaktor beitragen, wenn der Geist auf einmal herumtrampelt oder Türen zuwirft. Noch cooler könnte das beim Xbox One Controller durch die Trigger-Vibration spürbar werden.

Geteilte Angst ist in Phasmophobia doppelte Angst. Geteilte Angst ist in Phasmophobia doppelte Angst.

Gemeinsam arbeiten, rumalbern, bibbern und ausrasten

Phasmophobia lässt sich auch alleine zocken, lebt aber meiner Meinung nach besonders von der Interaktion, die beim Coop im Freundeskreis am besten funktioniert. Die Stimmungswechsel können dann besonders verheerend sein: Im einen Moment blödelt man noch gemeinsam herum, im nächsten potenziert sich die Panik.

Gute Absprache ist alles: Mit unterschiedlichem Equipment kann man sich ergänzen. Das altbekannte "Wir müssen uns aufteilen" kann in den düsteren Gängen der untersuchten Anwesen für viel Gänsehaut sorgen. Auch der tolle Soundeffekt des Funkgeräts zur Fernkommunikation im Team trägt zur dichten Atmosphäre bei.

Mit verschiedenen Tools auf Geisterjagd. Mit verschiedenen Tools auf Geisterjagd.

Wer wollte nicht schon immer mal mit einem Geist reden?

Mit der Geister-Box geht das auf eine innovative sowie äußerst immersive Art. Sie erlaubt den Spielenden, direkt mit dem Geist zu reden. Richtig verstanden: Gamer*innen sprechen zu Hause in ihr Mikro, der Geist reagiert. Bestimmte Fragen oder die Ansprache mit dem Namen können ihn dazu bringen, in Aktion zu treten, Beleidigungen provozieren ihn sogar.

Auf der PS5 könnten Spielende außerdem das Pad als Geister-Box nutzen und direkt in ihn hinein sprechen, da der DualSense-Controller über ein eingebautes Mikro verfügt. Das könnte die Immersion zusätzlich verbessern. Cool wäre es natürlich auch, den Geist ganz unmittelbar aus dem Controller zu hören.

Unerwartet bedeutet unheimlich

Der besondere Gruselfaktor des Games besteht in seiner Unvorhersehbarkeit. Die Geister reagieren ganz unterschiedlich, die Level sind prozedural generiert und außerdem nimmt das Game einen - zum Glück - nicht an die Hand. Vieles ist Trial and Error - So wie das bei einer Geisterjagd sein muss.

Das könnte böse ausgehen: einem rastlosen Geist ganz nahe. Das könnte böse ausgehen: einem rastlosen Geist ganz nahe.

Das Game, auf das alle PlayStation VR-Fans gewartet haben?

Viele Zockende warten nur auf ein langlebiges Gruselerlebnis. Phasmophobia hat ein gewisses Suchtpotenzial. Es ist schwer, wieder aufzuhören. Hier kommt das PlayStation VR-Headset ins Spiel. Mit seinem hohen Tragekomfort - auch für Brillenträger*innen - ließen sich lange Nachtschichten natürlich besonders gut einlegen. Allerdings muss man dazu sagen, dass bei den bisherigen VR-Umsetzungen die Steuerung vergleichsweise träge ausfällt und der Equipment-Gürtel ein bisschen aussieht wie ein Hula Hoop.

Besteht Hoffnung für uns?

Momentan gibt es leider kein Entwickler-Statement in Sachen geplanter Portierung. Allerdings ist das Game gerade noch im Early Access. Vermutlich liegt der Fokus auf dem Beheben der Kinderkrankheiten wie Bugs und Glitches. Außerdem fehlen der Onlinespielersuche noch wichtige Einstellungsmöglichkeiten. Wir können also nur hoffen, dass wir noch bedient werden, wenn die PC-Version optimiert ist. Ein vergleichbares Geisterjagderlebnis existiert nämlich bisher nicht.

Findet ihr auch, dass wir Phasmophobia auf den Konsolen brauchen?

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