Pokémon TCG-Laden wird ausgeraubt und um 100.000 US-Dollar erleichtert – dann meldet sich auch noch Nintendo und will, dass der Store sein Logo ändert

Ein Pokémon TCG-Laden wurde in den USA Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls. Statt Hilfe gab es von Nintendo "Bedenken" zum Logo und Namen des Ladens.

Nach einem bewaffneten Raubüberfall an einem Pokémon TCG-Laden kontaktierte Nintendo die Betreiberinnen - aber nicht, um zu helfen. (© The Pokémon Company) Nach einem bewaffneten Raubüberfall an einem Pokémon TCG-Laden kontaktierte Nintendo die Betreiber'innen - aber nicht, um zu helfen. (© The Pokémon Company)

Rund 40 Gäste befanden sich Mitte Januar 2026 beim ersten Community-Abend des Pokémon-Kartenladens "The Poke Court" um US-amerikanischen Manhattan (via ABC7). Drei bewaffnete Personen stürmten das Geschäft, bedrohten Kund*innen und Personal mit einer Schusswaffe und zertrümmerten die Vitrinen mit Hämmern.

Einem Mitarbeiter zufolge dauerte der Überfall nur drei Minuten – dennoch entwendeten die Täter Waren im Wert von über 100.000 US-Dollar. Verletzt wurde niemand, Festnahmen gibt es bisher nicht.

Rund einen Monat später folgte eine weitere unerwartete Nachricht: Nintendo wandte sich nach Angaben des Shops mit "Bedenken zu Name und Logo" an dem Poke Court-Laden.

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Umbenennung nach Nintendo-Kontakt

In einer Mitteilung auf der Webseite des Shops beschreiben die Betreiber*innen die Situation kurz und bündig.

Nintendo hat sich mit Bedenken zu unserem Namen und Logo bei uns gemeldet. Da wir für dieses Jahr ohnehin neue und spannende Dinge geplant haben, nutzen wir die Gelegenheit zur Weiterentwicklung.

Den Raubüberfall erwähnt The Poke Court explizit in diesem Beitrag mit keinem Wort. Ob zwischen der medialen Aufmerksamkeit infolge des Überfalls und dem zeitnahen Nintendo-Kontakt ein Zusammenhang besteht, ist entsprechend nicht bestätigt.

Zudem geht aus der Mitteilung nicht hervor, ob Nintendo eine formale Abmahnung ausgesprochen hat oder lediglich informell Kontakt aufnahm. Eine solche Abmahnung ist zumindest im Rahmen des Möglichen, ist Nintendo doch seit jeher für sein konsequentes Vorgehen im Kontext des Markenrechts bekannt:

Nintendo selbst hat sich zu dem Vorgang öffentlich nicht geäußert. Dennoch wird die Umbenennung des Ladens, der jetzt "The Trainer Court" heißt, in sozialen Medien heiß diskutiert. Direkt nach einem potenziell traumatisierenden Raubüberfall mit einem Hinweis auf Markenrecht anzukommen, hat eben in etwa die Feinfühligkeit eines Vorschlaghammers.

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Immerhin: Trotz allem wollen die Betreiber*innen des umbenannten Shops weitermachen. In ihren Mitteilungen auf den zugehörigen sozialen Kanälen kündigen sie Community-Abende, Turniere und "etwas Besonderes zum Pokémon Day" an, der am 27. Februar 2026 stattfindet.

Was haltet ihr vom Nintendo-Vorgehen?


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