PS5: Scalper verdienen angeblich 30 Prozent weniger – trotz großer Nachfrage

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat von einer Reseller-Seite Informationen zur Preisentwicklung bei der PlayStation 5 und Xbox Series X erhalten.

von Samara Summer,
13.09.2021 11:55 Uhr

PS5-Scalper verdienen inzwischen laut einer Reseller-Website nicht mehr so viel wie noch vor einigen Monaten. PS5-Scalper verdienen inzwischen laut einer Reseller-Website nicht mehr so viel wie noch vor einigen Monaten.

Seit den chaotischen Konsolen-Launchs der PS5 und Xbox Series X sind Scalper ein großes Thema - also Personen, die die Knappheit bei den Geräten ausnutzen. Mithilfe von Bots kaufen sie teilweise große Stückzahlen, um diese zu überzogenen Preisen wieder auf den Markt zu bringen. Das ist ein lukratives Geschäft. Wenn es um die PS5 geht aber anscheinend nicht mehr ganz so lukrativ wie noch vor einigen Monaten. Alles, was ihr darüber wissen müsst, erfahrt ihr hier.

Scalper bekommen weniger für die PS5

Darum geht es: Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat mit der Reseller-Seite StockX gesprochen und interessante Informationen über die Preisentwicklung bei Konsolen erhalten. Seit dem preislichen Höhepunkt kurz nach dem Konsolen-Launch seien die Preise für die PlayStation 5 um 30 Prozent gefallen.

So haben sich die Preise für die Disc-Version der PS5 laut StockX entwickelt: Am teuersten war die Dics-Version Enden November 2020, am Cyber Weekend. Zu diesem Zeitpunkt erreichten die Preise für die Disc-Version 1000 US-Dollar (aktuell ca. 850 Euro). Diesen September sind sie auf 715 US-Dollar gefallen (ca. 607 Euro). Damit sind die Preise um etwa 30 Prozent gefallen und laut Forbes zudem um 10 Prozent seit diesem Juni.

So sieht es bei der Digital Edition aus: Auch hier lagen die Preise laut StockX am Cyber Weekend bei 1000 US-Dollar und liegen jetzt bei unter 700 US-Dollar. Im Vergleich zu diesem Mai seien die Preise um 6 Prozent abgefallen.

Wie ist diese Aussage einzuordnen? StockX ist eine Seite, die ursprünglich auf Sneaker fokussiert war und das Geschäft zum Launch der Next Gen-, beziehungsweise inzwischen Current Gen-Konsolen, auf elektronische Geräte ausgeweitet hat. Um einen Vergleich zu ziehen sprach Forbes auch mit Resellern selbst, die den Preisabfall bestätigten. Interessant ist dabei, dass die Verkaufszahlen laut einer Quelle von Forbes konstant geblieben sind, während die Preise fallen. Die Nachfrage ist also trotzdem da.

Viele PlayStation-Fans mussten und müssen immer noch auf die PS5 und ihre Exklusivtitel wie Demon's Souls verzichten. Viele PlayStation-Fans mussten und müssen immer noch auf die PS5 und ihre Exklusivtitel wie Demon's Souls verzichten.

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Preise für Xbox Series X

Wie Forbes berichtet, sieht es bei der leistungsstarken neuen Microsoft-Konsole etwas anders aus. Auch hier sei laut den Daten von StockX ein Preisabstieg zu verzeichnen gewesen, doch inzwischen erzielen Scalper wohl wieder mehr.

Bei der Series X haben sich die Preise etwas anders entwickelt. Bei der Series X haben sich die Preise etwas anders entwickelt.

So war die Preisentwicklung: Zum Cyber Weekend ging die Series X bei StockX für 750 bis 800 US-Dollar (aktuell ca. 637 bis 680 Euro) über die digitale Ladentheke. Im Juli gingen die Preise um 25 Prozent zurück, aber diesen September sind sie wieder ordentlich gestiegen. Der Durchschnittspreis liegt jetzt bei 725 US-Dollar (ca. 615 Euro), also kaum unter den Höchstpreisen.

Der Chef-Ökonom von StockX, Jesse Einhorn, erklärt diesen Umstand damit, dass weniger Xbox-Konsolen nachgekommen seien. Die Knappheit hätte für einen erneuten Preisanstieg gesorgt. Fakt ist: Solange Konsolen immer noch Mangelware sind, verdienen Scalper gutes Geld mit ihnen. Auch wenn die Margen für die PS5 nicht mehr ganz so hoch sind.

Was haltet ihr von der ganzen Thematik?

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