Die Specs von PS6 und der Next Gen-Xbox sind fertig: Eine von beiden ist fast 50% schneller

Laut einem bekannten Leaker wurden die Chips für Project Helix und die PlayStation 6 finalisiert. Und auch ihre Leistung ist jetzt ziemlich sicher!

Die Chips für PS6 und Project Helix sind wohl schon produktionsbereit. Die Chips für PS6 und Project Helix sind wohl schon produktionsbereit.

Obwohl die Hardware-Branche aufgrund der seit fast einem Jahr anhaltenden Speicherpreiskrise ins Chaos gestürzt wurde, scheinen Sony und Microsoft an bisherigen Plänen festzuhalten, im kommenden Jahr neue Konsolen zu veröffentlichen.

Das deutet unter anderem ein neuer Leak an, der besagt, dass die Chips für die Next Gen-Geräte bereits finalisiert wurden und demnächst produziert werden können.

Die Chips der beiden Next Gen-Konsolen sind angeblich fertig

Der Industrie-Insider Kepler_L2 trat in der Vergangenheit schon häufig mit seinen präzisen Leaks zum Chip-Hersteller AMD in Erscheinung. Und daran angeschlossen auch unangekündigten Konsolen von Sony und Microsoft, denn in ihnen werkelt damals wie auch in Zukunft AMD-Technik.

Laut der Person haben die künftigen Next Gen-Chips nun die sogenannte Tapeout-Phase erreicht. Das bedeutet, dass ihr Chip-Design fertiggestellt wurde und somit erste Prototypen in kleinen, experimentellen Mengen produziert werden können.

Video starten 1:03:29 PlayStation und Xbox werden nie wieder dasselbe sein

Microsoft liegt bei der Leistung vorn: Dem Insider zufolge macht der Next Gen-Xbox-Chip – Codename Magnus – seinem Namen alle Ehre (Magnus bedeutet auf Latein groß) und liefert etwa 56 TFLOPS an roher Performance. Der Chip der PS6 – Codename Orion – schafft es hingegen "nur" auf 40 TFLOPS.

Zur Einordnung: Die PS5 Pro kommt derzeit auf 16,7 TFLOPS, die PS5 auf 10,3 TFLOPS und die Xbox Series X auf 12,5 TFLOPS.

Was sind TFLOPS?

Bei der Angabe handelt es sich um eine theoretische Größe, die angibt, wie viele für das Grafik-Rendering notwendige Fließkommaberechnungen pro Sekunde erledigt werden können.

Mit einem Leistungsplus von 40 Prozent läge die nächste Xbox demnach ein gutes Stück vor der PS6 bei klassischen Rendering-Aufgaben und wohl auch bei Ray-Tracing-Kalkulationen.

Allerdings ist ihr Grundsatz ein ganz anderer: Projekt Helix soll auch PC-Spiele ins Wohnzimmer bringen, benötigt also ein bisschen Performance-Spielraum bei Spielen, die nicht direkt auf die Hardware zugeschnitten sind.

Der PS6-Chip ist laut Gerüchten stattdessen ungefähr 30 Prozent kleiner als sein Xbox-Gegenstück, somit energieeffizienter und er muss wohl auch keine Titel abspielen können, die nicht für ihn optimiert wurden.

Zudem dürfte der PS6-Chip wie auch bei den Current Gen-Konsolen höher takten: Rein rechnerisch ergibt sich aus der TFLOPS-Zahl eine Taktrate von knapp 3 GHz, also bis zu 500 MHz mehr als bei der nächsten Xbox. Damit dürfte Sony wie auch schon in dieser Generation bei geometrischen Berechnungen, die zum Beispiel die Eigenschaften von Polygonen bestimmen, die Nase vorn haben.

Microsoft könnte aufgrund der größeren Anzahl an Compute Units im riesigen Magnus-Chip hingegen bei Lichtberechnungen und höheren Auflösungen punkten.

Allerdings wissen wir heutzutage auch: Mehr TFLOPS spiegeln sich nur in seltenen Fällen bei der Spiele-Performance wider. Das haben die Current Gen-Systeme fortwährend gezeigt – Xbox Series X und PS5 liegen in den meisten Titeln gleichauf, obwohl es bei der Microsoft-Konsole ein TFLOPS-Plus gibt.

Sonys Next Gen-PlayStation könnte den Zeitgeist besser treffen

Machen wir uns aber nichts vor: Wenn es mit den Speicherpreisen so weitergeht, wie bisher (und damit ist aufgrund des anhalten Investoren-Hypes in Sachen KI zu rechnen), dann werden beide Konsolen Preise weit jenseits der 700 Euro-Marke aufrufen. Projekt Helix soll mit gerüchteweise 36 bis 48 Gigabyte GDD7-VRAM bestückt werden, die PS6 mit 30 bis 40 Gigabyte (via wccftech).

Weniger dürften es eher nicht werden, immerhin sollen auf den Geräten komplexe KI-Modelle sowie Ray-Tracing-Kalkulationen laufen. Und die benötigen nun einmal viel Grafikspeicher.

Aufgrund des kleineren Chips, der geringeren Speichermenge und damit verbunden niedrigeren Produktionskosten könnte sich Sony also etwas besser in der Speicherkrise schlagen.

Für ein Umdenken sei es laut dem Leaker ohnehin zu spät: Dafür wurde offenbar schon viel zu viel Geld in die Entwicklung gesteckt, wodurch es mehr Sinn ergibt, die Geräte wie geplant Ende 2027 zu veröffentlichen und die wahrscheinlich geringer ausfallenden Verkäufe durch hohe Preise abzufedern. Und dann auf eine bessere Marktlage durch eine Entspannung bei der Speicherproduktion zu hoffen.

Worauf hofft ihr für 2027? Braucht es überhaupt schon eine PS6? Und was, wenn sie wirklich an der 1.000 Euro-Marke kratzt?


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