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Retrokonsolen 2020 - SNES Mini, PS Classic, Mega Drive Mini und mehr im Vergleich

Vom NES Classic Mini über den Mega Drive Mini bis zur PS Classic: Welche Retrokonsolen machen Spaß und welche taugen nur als Staubfänger?

von Benjamin Herbst,
16.07.2020 16:35 Uhr

Der Retrokonsolenmarkt ist inzwischen recht voll. Wir geben euch eine Übersicht über die wichtigsten Modelle. Der Retrokonsolenmarkt ist inzwischen recht voll. Wir geben euch eine Übersicht über die wichtigsten Modelle.

Neu im Juli-Update: Echte Neuerscheinungen haben wir in unserem aktuellen Update nicht zu bieten. Wir haben uns aber entschlossen, die schon Ende letzten Jahres erschienenen Retro-Arcadesticks Capcom Home Arcade und Neo Geo Arcade Stick Pro, die beide mit vorinstallierten Spielen kommen, ebenfalls in unsere Liste aufzunehmen.

Schon jetzt gibt es von den meisten Spieleplattformen, mit denen Spieler nostalgische Kindheitserinnerungen verknüpfen, Neuauflagen im Miniaturformat. Dennoch vermehren die Retrokonsolen sich stetig weiter. Höchste Zeit, dass wir die Wichtigsten in einem Artikel zusammenfassen und erklären, welche etwas taugen und von welchen man besser die Finger lässt.

* Diese Kaufberatung ist nicht von einem Werbepartner in Auftrag gegeben, sondern eine Liste mit Empfehlungen. Die hier aufgeführten Angebote sind aber mit sogenannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr GamePro: Ohne Auswirkung auf den Preis erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision. Habt ihr Vorschläge für Artikel, die wir aufnehmen sollten? Schreibt sie gerne in die Kommentare.

Inhalt

Sega Mega Drive Mini

Sega Mega Drive Mini Zweiter Versuch, diesmal von Sega selbst: Der Sega Mega Drive Mini.

Pro:

  • 42 Spiele
  • gute, vielfältige Auswahl an Titeln
  • originalgetreues Design
  • verschiedene Displayoptionen und Filter

Contra:

  • nur 3-Button-Controller mitgeliefert

Spiele-Highlights: Sonic, Castlevania Bloodlines, Altered Beast, Street Fighter 2, Earthworm Jim

Preis: ca. 60 Euro

Sega Mega Drive Mini bei Amazon*

Er hat sich ein wenig verspätet, aber am 4. Oktober 2019 hat es der Sega Mega Drive Mini endlich in die deutschen Händlerregale geschafft. Im Gegensatz zum Mega Drive Flashback, der vom Dritthersteller ATGames stammt, ist Sega selbst für den Mini verantwortlich.

Klasse statt Masse: Der Sega Mega Drive Mini kommt mit 42 vorinstallierten Spielen, immerhin doppelt so viele wie der SNES Classic bietet, aber eben nur rund halb so viele wie beim Mega Drive Flashback. Allerdings handelt es sich nur bei der Hälfte der Spiele auf dem Flashback tatsächlich um Sega-Klassiker, der Rest ist billig produziertes Füllmaterial.

Große Vielfalt: Vergleicht man nur die Klassiker, fällt auf, dass auf dem Mini meist nur ein einziger Teil einer Reihe enthalten ist. So repräsentieren beispielsweise Streets of Rage 2 und Phantasy Star 4 die gesamte Serie. Beim Flashback hingegen findet man oft mehrere Teile, was schön für Fans der betreffenden Serie ist. Der Mini bietet dafür aber eine deutlich vielfältigere Auswahl und enthält Titel wie Earthworm Jim oder Castlevania Bloodlines, die beim Flashback fehlen.

Halbe Portion: Während es sich beim Flashback um eine Nachbildung in Originalgröße mit funktionierendem Modulschacht handelt, ist der Mini nur etwa halb so groß wie das Original. Der Modulschacht ist hier nur Zierde. Das mag auf den ersten Blick ein Minuspunkt sein, allerdings haben Originalmodule auch beim Flashback häufig nicht richtig funktioniert. Der Nachteil hält sich also in Grenzen.

Mehr erfahren: Sega Mega Drive Mini im GamePro-Test

Solide Emulation: Während man beim Flashback je nach Version auf größere und kleinere Schwierigkeiten stoßen kann, sind die Spiele beim Mini solide emuliert und laufen stabil. Es existiert zwar ein kleiner Input Lag, dieser dürfte aber nur Enthusiasten auffallen. Dasselbe Problem existiert übrigens auch beim SNES Classic und anderen Retro-Konsolen. Wen es dort nicht gestört hat, der wird auch hier damit leben können.

2 Controller, 3 Buttons: Der Sega Mega Drive Mini wird mit zwei Controllern ausgeliefert. Dabei handelt es sich aber um Nachbildungen der zum Release des Mega Drive erschienenen Controller mit nur drei Buttons. Wer ein Modell mit sechs Buttons will, wovon einige der Spiele enorm profitieren, muss es sich für ca. 20€ nachkaufen*. Eine schwache Leistung.

Das Übliche: Ansonsten verfügt der Mega Drive Mini über die üblichen Kleinigkeiten, die man auch bei der Konkurrenz findet, wie die Speicherfunktion, verschiedene Displayoptionen und Filter, die mal mehr, mal weniger gut aussehen. Die Menüs sind übersichtlich und funktionieren gut, gewinnen aber keinen Schönheitspreis. Auch das hat der Mega Drive Mini mit den meisten anderen Retrokonsolen gemein.

Fazit: Der Sega Mega Drive Mini bewegt sich technisch mindestens auf dem Niveau des SNES Classic und bietet die größere Spieleauswahl. Dem Mega Drive Flashback ist er trotz des nicht funktionierenden Modulschachts schon aufgrund der zuverlässigeren Emulation überlegen und noch dazu günstiger. Dass man sich Controller mit sechs Buttons separat kaufen muss, ist allerdings ein dicker Minuspunkt. Trotzdem geht das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung.

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NES Classic Mini

NES Classic Mini Macht viel Spaß, sobald man sich ein Verlängerungskabel besorgt hat: Der NES Classic Mini.

Pro:

  • viele Klassiker
  • Speicherfunktion
  • präziser Controller
  • originalgetreues Design
  • verschiedene Displayoptionen

Contra:

  • viel zu kurzes Controllerkabel
  • nur ein Controller mitgeliefert

Spiele-Highlights: Super Mario Bros. 1-3, The Legend of Zelda, Castlevania, Metroid

Preis: ca. 70 bis 130 Euro, je nach momentaner Verfügbarkeit

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Originalgetreue Miniatur: Optisch ist der NES Classic Mini genau das, was Nostalgiker sich erhoffen. Er sieht oberflächlich dem ursprünglichen Nintendo Entertainment System zum Verwechseln ähnlich, ist aber viel kleiner und leichter und wirkt daher geradezu winzig neben dem Controller, der Originalgröße hat.

Unter Kontrolle: Das eckige Design des NES-Controllers entspricht natürlich nicht den heutigen Vorstellungen von Ergonomie, aber abgesehen davon gibt es wenig zu meckern. Die Steuerung funktioniert mindestens so präzise wie beim Original. Anders als beim SNES Classic liegt aber nur ein Controller bei. Wer lokalen Multiplayer will, muss sich den zweiten dazukaufen.

An der kurzen Leine: Eine Frechheit ist zudem das nicht mal 80 Zentimeter lange Kabel des Controllers. Zum Vergleich: Beim Original war dieses über zwei Meter lang! Wer gemütlich auf der Couch spielen will, kommt um den Einsatz eines Verlängerungskabels kaum herum.

Mehr erfahren: NES Classic Mini im GamePro-Test

Gute Auswahl mit kleinen Lücken: Die Auswahl der Spiele ist mit 30 Titeln nicht riesig, aber hochkarätig. Ein paar Klassiker wie Battletoads fehlen zwar, aber Spiele wie Super Mario Bros., Castlevania oder Metroid entschädigen dafür reichlich und machen auch heute noch Spaß. Trotzdem ist das Line-up des SNES insgesamt etwas besser, auch wenn dieser nur 21 Titel bietet.

Fehlerfrei: Technisch werden sämtliche Spiele fehlerfrei emuliert. Man kann sogar zwischen verschiedenen Displaymodi wählen und das Flimmern damaliger Röhrenbildschirme simulieren lassen. Eine wertvolle Verbesserung sind die vier Speicherstände, die nun für jeden der Titel zur Verfügung stehen.

Fazit: Bei der Kabellänge und dem fehlenden zweiten Controller war Nintendo zu geizig, aber davon abgesehen bekommt man hier eine sehr gute Retro-Konsole und viele Klassiker, mit denen nicht nur Nostalgiker, sondern auch Neulinge ihre Freude haben können.

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Fehlende Stromstecker: Die meisten Retrokonsolen werden nur mit einem HDMI- und einem USB-Kabel geliefert, verfügen aber nicht über einen Adapter für die Steckdose. Falls ihr noch keinen solchen Adapter für USB-Kabel habt, raten wir euch, euch einen zuzulegen, denn die Stromversorgung per USB-Port funktioniert zumeist eher schlecht als recht.

SNES Classic Mini

SNES Classic Mini Die vielleicht beste Retrokonsole, derzeit aber unverschämt teuer: Der SNES Classic Mini.

Pro:

  • viele noch heute großartige Spiele
  • gute Controller
  • originalgetreues Design
  • Rückspul- und Speicherfunktion
  • verschiedene Displayoptionen

Contra:

  • vergleichsweise kleine Spieleauswahl (21 Titel)
  • hoher Preis und schlechte Verfügbarkeit

Spiele-Highlights: Super Mario World, Earthbound, Street Fighter 2 Turbo, Star Fox 2

Preis: aktuell ca. 100 bis 200 Euro, je nach Verfügbarkeit

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Gutes Design: Wie der NES Classic Mini ist auch sein Nachfolger eine getreue Miniatur des Originals, wobei sich die europäische Version auch am europäischen Vorbild orientiert. Nordamerika bekommt sein eigenes Modell. Angenehm im Vergleich zu vielen anderen Retro-Konsolen fällt das Design der Controller auf, die auch heute noch gut in der Hand liegen.

Fehler ausgebügelt: Bei zwei Schwachpunkten des NES Classic Mini hat Nintendo nachgebessert. Erstens werden nun gleich zwei Controller mitgeliefert, sodass man ohne Umstände im lokalen Multiplayer zocken kann. Außerdem ist das Kabel mit 140 cm jetzt etwas großzügiger. Ein bisschen kurz für die Entfernung zwischen Couch und TV ist das aber noch immer.

Kleine Auswahl, große Spiele: Die Auswahl fällt mit 21 Spielen kleiner aus als bei vielen anderen Retro-Konsolen, aber dafür ist die Qualität desto höher. Hier finden sich viele zeitlose Klassiker, die man auch heute noch jedem wärmstens empfehlen kann. Noch dazu ist das Verhältnis der Genres recht ausgewogen: Von Jump&Runs über Fighting Games und Shooter bishin zu RPGs ist alles vertreten. Außerdem gibt es mit Star Fox 2 ein bisher unveröffentlichtes Spiel.

Mehr erfahren: SNES Classic Mini im GamePro-Test

Komfortfunktionen: Wie schon beim NES Classic Mini gibt es eine Speicherfunktion sowie verschiedene Displayoptionen und Filter. Neu hinzugekommen und sehr praktisch ist die Rückspulfunktion, die uns bis zu 45 Sekunden zurückreisen lässt, wenn wir etwas verbockt haben.

Explodierende Preise: Die ca. 80€, die der SNES Classic Mini zeitweise gekostet hat, sind ohnehin schon nicht gerade günstig, aber vertretbar angesichts der Qualität. Inzwischen sind die Preise jedoch in die Höhe geschossen. Händler verlangen aktuell zwischen 100 und 150 Euro für die Retro-Konsole. Für die nicht sehr kostspielige Hardware und 21 sehr alte Spiele ist das eine Menge Geld.

Fazit: Ein paar Spiele mehr hätte Nintendo schon mitliefern dürfen, aber die enthaltenen Titel, deren technische Umsetzung und die Verarbeitung der Hardware sind von hoher Qualität. Der SNES Classic Mini ist damit vermutlich die beste Retrokonsole auf dem Markt. Wäre schön, wenn Nintendo genug davon produzieren würde, damit man sie zu einem akzeptablen Preis bekommen kann. 150 Euro ist der SNES Classic Mini nämlich nicht wert.

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PlayStation Classic

PS Classic Äußerlich hübsch, innerlich verkorkst: Die PlayStation Classic.

Pro:

  • sieht oberflächlich gut aus
  • in Sales manchmal sehr günstig

Contra:

  • fragwürdige Spieleauswahl
  • schwache Emulation
  • fehlende Features wie Vibration

Spiele-Highlights: Resident Evil, Metal Gear Solid, Final Fantasy 7

Preis: ca. 70 bis 80 Euro

PlayStation Classic bei Amazon*

Hübsch anzusehen: Rein optisch ist die PlayStation Classic ein voller Erfolg. Sie sieht genauso aus wie das Original, nur eben kleiner. Sammler, die sie sich ohnehin nur in den Schrank stellen wollen, können deshalb beruhigt zugreifen. Alle anderen sollten sich das nochmal überlegen.

Mäßige Auswahl: Die PlayStation Classic hat durchaus ein paar Klassiker zu bieten, z.B. Metal Gear Solid, Resident Evil, Final Fantasy 7 oder Tekken 3. In der mit 20 Titeln nicht gerade riesigen Auswahl finden sich aber auch schwache Spiele wie Cool Boarders 2, während Hits wie Tomb Raider fehlen. Sony war offenbar nicht gewillt, die nötigen Lizenzen zu besorgen.

Schlecht umgesetzt: Das Problem sind aber weniger die Spiele an sich, als vielmehr ihre Umsetzung für die Retro-Konsole. Sony verwendet hierzu nämlich einen nur leicht angepassten Open-Source-Emulator. Der funktioniert zwar im Wesentlichen, bietet aber keinerlei zusätzliche Features, Grafikoptionen oder Ähnliches. Man hätte schon erwarten können, dass ein kommerzielles Produkt sich etwas mehr Mühe gibt.

Mehr erfahren: PlayStation Classic im GamePro-Test

Fehlende Analogsticks: Die Controller der PS Classic sind den ursprünglichen Controllern der PS1 nachempfunden und verfügen dementsprechend weder über Analogsticks noch über eine Vibrationsfunktion. Das Problem: Einige der vorinstallierten Spiele haben Features, für die man den ein paar Jahre später veröffentlichten DualShock bräuchte. Somit hat man auf der PS Classic oft ein schlechteres Spielerlebnis als mit dem Original.

Preisachterbahn: Dass die PlayStation Classic den ursprünglichen Preis von 100 Euro nicht wert ist, hat sich schnell herumgesprochen. Sie verkaufte sich schlecht, die Preise stürzten zeitweise auf ca. 40 Euro. Weil der Nachschub gerade knapp ist, ist der Preis inzwischen aber wieder auf 70 bis 80 Euro gestiegen. Das ist ganz klar zu viel, vor allem im Vergleich zum deutlich besseren und günstigeren Sega Mega Drive Mini.

Fazit: Einige Spiele der ersten PlayStation sind ohnehin schon schlecht gealtert, aber die PlayStation Classic zeichnet durch die fragwürdige Auswahl, den schwachen Emulator und die fehlenden Features ein viel schlechteres Bild dieser Generation, als sie verdient hat. Ob die PS Classic die schlechteste Retrokonsole ist, darüber kann man streiten, aber sie ist zumindest die enttäuschendste.

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Sega Mega Drive Flashback HD (Edition 2019)

Sega Mega Drive Flashback Neuauflage mit funktionierendem Modulschacht (zumindest theoretisch): Der Sega Mega Drive Flashback.

Pro:

  • viele auch heute noch tolle Spiele
  • unterstützt alte Cartridges
  • SD-Kartenslot zum Speichern von Spielständen (nur Edition 2019!)
  • Rückspul- und Speicherfunktion

Contra:

  • unpräzise Controller
  • Schwächen bei der Emulation
  • alten Cartridges funktionieren oft nicht

Spiele-Highlights: Sonic, Golden Axe, Phantasy Star, Shining Force

Preis: ca. 100 Euro (Edition 2019)

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Modulschacht wie im Original: Der Mega Drive Flashback ist deutlich größer als die meisten Retrokonsolen. Der Grund: Hersteller ATGames spendiert ihm einen funktionierenden Modulschacht, mit dem die Cartridges des Originals verwendet werden können. In der Praxis produziert der verwendete Emulator dabei aber häufig Fehler, die den Spielspaß trüben.

Schwache Controller: Die beiden mitgelieferten Controller mit jeweils sechs Buttons haben den Vorteil, kabellos zu sein, fühlen sich ansonsten aber an wie eine billigere und weniger präzise Version des Originals. Immerhin kann man auch die Originalcontroller an den Flashback anschließen, allerdings nur die Variante mit sechs Buttons, nicht die ursprüngliche Version mit drei Buttons.

Jede Menge Spaß: Nicht alle der 82 vorinstallierten Spiele auf dem Flashback stammen tatsächlich vom Mega Drive, bei einigen handelt es sich um Titel anderer Sega-Plattformen oder billige Indie-Produktionen. Das macht aber nichts, denn es sind noch genügend Klassiker und diese machen noch immer eine Menge Spaß. Trotzdem ist die Auswahl beim Mega Drive Mini etwas besser, weil vielfältiger.

Holprige Emulation: Außerdem funktioniert die Emulation der Titel beim Flashback längst nicht so gut wie beim Mega Drive Mini. Es kann immer mal wieder zu Grafikfehlern oder sogar zu Abstürzen kommen. Wie groß das Problem ist, hängt auch davon ab, welche Version des Flashback man besitzt und ob man die neuesten Updates besitzt. Der Hersteller hat inzwischen hier und da nachgebessert.

Zusätzliche Features: Immerhin bietet der Mega Drive Flashback wie viele Retrokonsolen freies Speichern sowie eine Rückspulfunktion, mit der wir hier aber nur 7 Sekunde zurückreisen können. Das reicht zwar meistens, aber das Zeitfenster von 45 Sekunden beim SNES Classic Mini ist trotzdem komfortabler.

Edition 2019: In der neuen Edition 2019 verfügt der Flashback zudem über einen SD-Kartenslot, mit dessen Hilfe man Spielstände dauerhaft speichern und Firmwareupdates aufspielen kann. Zudem enthält das Update kleinere optische und technische Verbesserungen und eine leicht verbesserte Auswahl an Spielen, wobei die Anzahl gleich geblieben ist.

Fazit: Dank der vielen tollen Spiele macht der Mega Drive Flashback eine Menge Spaß. Dieser wird durch die nicht immer stabile Emulation allerdings getrübt, mit dem günstigeren Flashback kann er daher nicht ganz mithalten. Der Modulschacht könnte ihn theoretisch zu einem Objekt für Enthusiasten machen, aber da es auch hier Probleme gibt, sind diese mit dem Kauf einer gebrauchten Originalkonsole wahrscheinlich besser dran.

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Neo Geo Mini

Neo Geo Mini Hübsch anzusehen, unpraktisch zu bedienen: Der Neo Geo Mini.

Pro:

  • sieht im Regal hübsch aus
  • eigener Bildschirm
  • gute Spieleauswahl

Contra:

  • zu klein für Arcade-Gefühl
  • Kabel für Anschluss an Fernseher nicht enthalten
  • auf dem Fernseher etwas verwaschenes Bild
  • Controller müssen separat gekauft werden

Spiele-Highlights: Metal Slug, Fatal Fury, Samurai Showdown

Preis: ca. 70-80 Euro

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Nett anzusehen: Der Neo Geo Mini orientiert sich am Design eines Spielautomaten und bringt seinen eigenen Bildschirm mit. Das sieht hübsch aus und dürfte alle Sammler freuen, die ihn sich ins Regal stellen möchten, macht spielerisch aber wenig Sinn. Bei einem gerade mal 15 cm hohen Gerät aus billigem Plastik und einer Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll kann natürlich kein echtes Arcade-Gefühl aufkommen.

Präzision auf winzigem Raum: Gesteuert wird über fest am Gehäuse angebrachte Buttons sowie einen kleinen Joystick. Obwohl die Verarbeitung nicht sehr hochwertig wirkt, funktioniert die Steuerung recht präzise. Das ändert aber nichts daran, dass das Gerät zu klein und das Design zu unhandlich ist, um für längere Sessions zu taugen. Man kann allerdings richtige Controller dazukaufen und dann auch im Multiplayer spielen.

Entweder scharf oder groß: Das Bild wir scharf wiedergegeben, aber die damaligen Arcade-Titel sind für einen so kleinen Bildschirm eigentlich nicht gedacht. Will man den Neo Geo Mini an den Fernseher anschließen, muss man sicher erst ein Kabel besorgen, das in den Mini-HDMI-Ausgang passt. Auf dem Fernseher ist das Bild etwas verwaschen, die vorhandenen Displayoptionen ändern daran nichts.

Gut für Kämpfer: An der Auswahl der Spiele gibt es hingegen kaum etwas zu meckern, außer vielleicht, dass die Fighting Games etwas zu sehr dominieren. Das gilt aber auch für das Original. Mit Spielen wie Fatal Fury, Samuray Showdwon oder der Metal-Slug-Reihe kann man noch immer Spaß haben.

Fallende Preise: Der Neo Geo Mini kostete noch vor einem halben Jahr völlig überteuerte 150€. Die Controller schlugen mit knapp 40€ zusätzlich pro Stück zu Buche. Mittlerweile haben sich die Preise bei etwa 80 bis 90€ eingependelt, wobei limitierte Versionen teurer sein können. Controller kosten etwa 15 bis 20€. Das ist noch immer nicht günstig, aber einigermaßen akzeptabel.

Verschiedene Versionen: Vom Neo Geo Mini gibt es einige Versionen, die sich in erster Linie durch das Design unterscheiden. Es kann aber auch Unterschiede in der Spieleauswahl geben. So enthält die limitierte Christmas Edition 8 zusätzliche Titel.

Fazit: Dem Hersteller war niedliche Optik offenbar wichtiger als Spielkomfort. Der Neo Geo Mini wäre ohne eigenen Bildschirm, aber dafür mit ordentlicher TV-Ausgabe und einem richtigen Controller viel brauchbarer gewesen. Trotzdem machen die Spiele noch immer Spaß und da die zunächst unverschämten Preise inzwischen gefallen sind, können zumindest Fighting-Game-Fans einen Blick riskieren.

Neo Geo Mini bei Amazon*

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