Rocket Riot im Test - Review für Xbox Live Arcade

Worms war gestern – jetzt kommt Rocket Riot! Jetpack unter den Hintern geschnallt und auf in den Kampf gegen die Piraten!

von Jan Walenda,
19.06.2009 14:38 Uhr

Eines schon mal vorweg: Für Spiele wie Rocket Riot wurde Xbox Live Arcade erfunden! Eigentlich handelt es sich nur um einen schlichten Arcade-Shooter, allerdings mit aberwitzigem Design. Aber was die holländischen Entwickler Codeglue da abgeliefert haben, passt wie die Augenklappe auf’s fehlende Piratenauge.

Rocket Riot ist am besten als ein Hybrid aus Geometry Wars und Worms zu beschreiben. Als Soldat mit Jetpack und Raketenwerfer setzt ihr euch in 2D-Arenen gegen Horden schwebender Piraten durch. Im Gegensatz zu Worms finden die Matches nicht rundenbasiert statt, sondern ihr kämpft - genau wie in Geometry Wars - in Echtzeit. Die Steuerung funktioniert ebenso simpel wie im XBLA-Hit: Der linke Analogstick manövriert eure Figur, mit dem rechten bestimmt ihr die Flugrichtung der Raketen. Je länger ihr den Stick haltet, desto weiter und schneller fliegt euer Geschoss. Gedanken an punktgenaue Treffer solltet ihr dabei schleunigst von der Planke treten - Rocket Riot ist eindeutig auf rasante Action ausgelegt. Die durchdesignte 8-Bit-Retrolook des Titels lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: brilliant! In einem Großteil der Einzelspielermissionen plättet ihr eine vorgegebene Anzahl an Seeräubern. Die ultraschnellen Gefechte mit verstreuten Waffenupgrades bieten allein schon genügend Suchtpotential. Levelziele wie etwa einen Football unter Gegnerbeschuss zum Tor befördern sorgen aber trotzdem für mehr Abwechslung. In Endgegnerkämpfen trefft ihr dann beispielsweise auf finstere Kapitäne, die von Piratenspuckenden Kanonen beschützt werden – Harrrrrrr!

Wenn ihr die 80 Sololevels von den bärtigen Plünderern befreit habt, wartet noch der umfangreiche Mutliplayermodus auf euch. Auch hier wurde an alles gedacht: Vierspieler-Splitscreen, Onlinematches zu acht oder auch Systemlink sind mit an Bord. Die Modi reichen dabei von Deathmatch über Aussault bis hin zum 'Capture the Flag'-artigen »Goldjunge«. In letzterem jagen alle Spieler einer Rüstung hinterher, die sie für ein festlegbares Zeitlimit anbehalten müssen. Der wehrlose Träger des güldene Kleidungsstücks muss vor den anderen flüchten, bis sein Timer auf Null steht.

Rocket Riot solltet ihr euch nicht entgehen lassen: Sowohl Einzel- als auch Mehrspielermodus spielen sich grandios und werden euch eine Weile ans Ruder fesseln. Wir empfehlen: Handy aus, die Kajüte höchstens für zockwillige Landratten öffnen und auf zum entern!

Rocket Riot

Preis:

ca. 10 Euro (800 Punkte)

Spieler:

1 bis 8

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

76,84 MByte

Entwickler:

Codeglue

Hersteller:

THQ

USK:

ab 6 Jahren

Wertung:

* * * * *


Kommentare(1)

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