Dieses kostenlose Monster-RPG schaut sich viel bei Pokémon ab, aber ein cooler Kniff in den Kämpfen macht es für mich trotzdem spannend

Auf der gamescom 2026 hat Myki einen Blick in einen neuen Kreaturensammler geworfen, der mit cleveren Twists das bekannte Gameplay von Pokémon etwas auflockert.

Myki konnte auf der gamescom einen Blick auf Roco Kingdom werfen. Myki konnte auf der gamescom einen Blick auf Roco Kingdom werfen.

Auf der gamescom 2026 durfte ich bei Morefun Studios vorbeischauen und ihr neues kostenloses Monstersammler-Spiel Roco Kingdom unter die Lupe nehmen. Dabei wurde nicht nur deutlich, dass das RPG deutlich vom großen Pokémon-Vorbild inspiriert ist, sondern auch, dass es eine unerwartete Gameplay-Tiefe zeigt.

Wie sich Roco Kingdom von Pokémon unterscheidet und was mein Interesse geweckt hat, erfahrt ihr in den nächsten Abschnitten.

So spielt sich der neue Creature Collector

Bei Roco Kingdom handelt es sich um einen neuen kostenlosen Open-World-Ableger der langjährigen, beliebten und gleichnamigen RPG-Reihe aus China.

In der magischen Welt existieren über 400 sogenannte Jinis, die Monster der Reihe, die sich Spieler*innen schnappen und im Kampf einsetzen können. Wir schlüpfen in die Rolle von sogenannten Rocos, die die große Welt des Spiels bereisen, um die Kreaturen zu fangen.

Video starten 2:27 Roco Kingdom: Trailer zum kostenlosen Creature Collector mit rundenbasiertem Kampfsystem

Roco Kingdom macht dort weiter, wo Pokémon aufgehört hat

Im Vergleich zum aktuellen Pokémon-Legenden: Z-A, das sich von den traditionellen rundenbasierten Kämpfen entfernt hat, finden die Kämpfe in Roco Kingdom im nach wie vor im klassischen Stil statt. 

Löse ich in der Open World einen Kampf mit einem wilden Jini aus, startet der rundenbasierte Kampf, den man auch aus anderen Genre-Vertretern kennt: Lebenspunkte, Jini-Fähigkeiten und sogar das Werfen von runden Sphären, um Jinis einzufangen, sind mit von der Partie – aber es gibt auch einen wichtigen Unterschied: Ich habe nur eine begrenzte Anzahl an “Energiepunkten”, um die Angriffe meiner Jinis auszuführen.

Was heißt das? Während meiner Demo hatte ich mit meinen Jinis jeweils nur zehn Punkte Energie im Kampf – angezeigt wurden sie mir symbolisch als kleine Sterne. Diese funktionieren wie eine Art Ausdauer. Geht sie leer, kann ich keinen Angriff mehr ausführen.

Wie viel Energie noch übrig ist, sehe ich sowohl für mich selbst (oben links), als auch für meinen Gegner (oben rechts). Wie viel Energie noch übrig ist, sehe ich sowohl für mich selbst (oben links), als auch für meinen Gegner (oben rechts).

Die Energiekosten jeder einzelnen Fähigkeit hängen von der Angriffskraft ab. Das hat den Kampf natürlich interessanter und gleichzeitig schwieriger gestaltet. Roco Kingdom geht dabei jedoch noch weiter, denn ich kann im Kampf auch die Energiepunkte meines Gegners sehen.

Ich kann also genau beobachten und einschätzen, ob die Energiepunkte meines Gegners mit dem nächsten Angriff auf Null sinken würden oder nicht. Leere Energiepunkte können im Kampf wiederhergestellt werden, aber sowohl der feindliche als auch mein eigener Jini müssen sich dafür mindestens eine Runde ausruhen und wären somit einem gegnerischen Angriff schutzlos ausgeliefert.

Auch bei der Erkundung der Open World helfen die Jinis mit ihren Fähigkeiten aus. Auch bei der Erkundung der Open World helfen die Jinis mit ihren Fähigkeiten aus.

Effekte, Angriffsarten und taktische Tiefe

Einen weiteren besonderen strategischen Twist bieten auch die sogenannten Counter. Damit sind nicht zwangsläufig immer Gegenangriffe gemeint, sondern Effekte, die zusätzlich zu einem Angriff unter bestimmten Bedingungen ausgelöst werden.

Ich hatte es beispielsweise in einem meiner Kämpfe mit einem Dunkelheits-Jini zu tun, der oftmals Fähigkeiten des Typen “Status” einsetzte. Das ist ein wichtiger Aspekt für diese Counter-Mechanik, da mein eigener Jini eine Fähigkeit besaß, die nach einem gegnerischen Angriff von Typ “Status” zusätzlich sieben Schaden anrichtet.

Habe ich also den gegnerischen Jini mit der Fähigkeit angegriffen und dieser greift nun in seiner Runde mit einem Angriff des Typ “Status” ein, so wird automatisch die Counter-Mechanik meines vorherigen Jini-Angriffs ausgelöst und ich kann zusätzlichen Schaden austeilen.

Dabei muss es nicht immer um Schaden gehen, sondern je nach Typ gibt es andere Effekte – und das alles zusätzlich der Elementschwächen der Jinis.

Die beiden Features haben mich während meiner kurzen Anspiel-Session extrem überrascht und mein Interesse für das Spiel – abseits der unglaublich niedlichen Aufmachung – geweckt. 

Trotz des positiven Eindrucks und der Aussage des Teams, dass es sich bei den Mikrotransaktionen des Spiels nur um kosmetische Gegenstände handeln wird, bleibe ich jedoch erstmal skeptisch, da es sich nach wie vor um ein kostenloses Spiel handelt und ich aus bloßer Vorsicht noch einen gewissen Haken bei der Sache erwarte.

Es bleibt also abzuwarten, ob Roco Kingdom diesen positiven Gameplay-Eindruck zum Release halten wird. Immerhin hat mir Where Winds Meet im letzten Jahr bewiesen, wie ein gutes Free-to-Play-RPG trotz Mikrotransaktionen aussehen kann.

Habt ihr von Roco Kingdom gehört und welche Spiele waren eure Gaming-Highlights auf der gamescom 2026?


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