Fans von Creature Collector-Spielen bekommen in den nächsten Monaten ziemlich viel zu tun. Während die zehnte Pokémon-Generation Wind und Welle bereits am Horizont lauert, startet neben Aniimo auch der neue Kandidat von Hoyoverse (u.a. Genshin Impact) ins Rennen und hat vor allem beim Kampfsystem ein paar Überraschungen im Gepäck.
Ich konnte mir Honkai Nexus Anima jetzt auf der gamescom anschauen und verrate euch, ob hier eine coole Pokémon-Alternative auf euch wartet.
Darum geht’s in Honkai Nexus Anima
Das Free-to-Play-Adventure schickt euch in eine bunte Anime-Welt, in der “Anima” genannte Monster friedlich mit der menschlichen Bevölkerung zusammenleben. In der Anspielversion konnte ich mich frei durch ein Stadtgebiet und dessen Umland bewegen, im fertigen Spiel soll uns eine waschechte Open World erwarten.
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Honkai Nexus Anima zeigt, was sich bei der Pokémon-Alternative in den letzten Monaten alles getan hat
Darin treffe ich in der Stadt auf gezähmte und im Umland auf wilde Anima, die ich bekämpfen, fangen und sammeln kann. Durch Siege gibt es XP, mit denen mein Charakterlevel und die Stufe meiner Monster steigt – und so begebe ich mich auch in Honkai Nexus Anima auf die Jagd nach dem besten Monsterteam.
Automatische Kämpfe mit viel taktischem Potenzial
Während viele Pokémon-Alternativen auf rundenbasierte Kämpfe setzen und sich das kommende Aniimo auf Echtzeit-Action-Geprügel fokussiert, spielen wir in Honkai Nexus Anima Autochess bzw. einen Auto-Battler.
Das bedeutet erstmal, dass ihr ein Team aus acht Anima zusammenstellt. Die Monster haben wie üblich eigene Fähigkeiten und Elementar-Typen. Außerdem hatte ich in meinem Preview-Build drei weitere “Eidos”-Charaktere ausgerüstet, die von der Seitenlinie aus eigene Fähigkeiten im Laufe eines Matches aktivieren können.
Vor dem Kampf seht ihr das Schlachtfeld und könnt euer Team auf eurer Spielfeldseite platzieren, während ihr die Aufstellung des Gegnerteams bereits unter die Lupe nehmen könnt.
Auch euer Gegenüber tritt immer mit einem Team an, selbst wenn ihr eigentlich nur von einem einzelnen Anima angegriffen werdet. Dieses “Hauptmonster” ist dann ein etwas größerer Gegner mit mehr Lebenspunkten, der von kleineren Begleitern unterstützt wird.
Bei der Aufstellung solltet ihr schon aufpassen und etwa verwundbare Fernkämpfer nach hinten stellen, während robuste Tanks an vorderster Front kämpfen. Außerdem kann es Sinn ergeben, starke Konter-Anima in der Nähe ihres idealen Ziels zu platzieren. Das Spiel schlägt aber auch automatisch eine Aufstellung vor, wenn es schnell gehen soll.
Dann drückt ihr den “Kampf starten”-Button und die Monster führen das Gefecht nahezu vollautomatisch aus. Während der Auseinandersetzung könnt ihr kaum eingreifen, außer mit den aktiven Fähigkeiten eurer ausgerüsteten Eidos-Charaktere.
Ich hatte etwa einen Charakter ausgerüstet, der gezielt auf ein einzelnes Gegner-Anima zwei gigantische Scheiben Toast schmettern konnte, um noch einmal extra Schaden anzurichten. Andere Figuren hatten dagegen Flächen-Effekte mit Buffs für das eigene Team. Hier steckt sehr viel taktisches Potenzial drin.
Wer das komplette Gegnerteam vernichtet, gewinnt! Bei Kämpfen gegen wilde Anima könnt ihr nach einem Sieg außerdem die obligatorische Pokéball-Alternative werfen, um das Hauptmonster zu fangen und eurer Sammlung hinzuzufügen.
Das Auto Chess-System – basierend auf der gleichnamigen Mod für DOTA 2 – ist in Spielen wie Team Fight Tactics (TFT) oder Hearthstone Battlegrounds ziemlich beliebt. Für einen Creature Collector ist es allerdings eher ungewöhnlich.
Für die Abwechslung innerhalb des Genres ist das natürlich eine gute Sache, denn selbst wenn ihr die Konkurrenz schon in- und auswendig kennt, werdet ihr in Honkai Nexus Anima auf jeden Fal mal etwas Neues erleben – wenn das System denn für euch taugt.
Durch unzählige Team-Kompositionen und Trainer-Avatare sind die Möglichkeiten für taktische Tiefe auf jeden Fall groß, auch wenn ich in der Demo davon nicht viel ausprobieren konnte. Mein Charakter war mit Stufe 50 allen Monstern und Quest-NPCs haushoch überlegen und es hat in der Regel gereicht, einfach nur ohne Anpassungen den Startknopf zu drücken, um weiterzukommen – das sollte dann in der Vollversion nicht immer so unkompliziert ablaufen.
Die Sache mit dem lieben Geld
Und dann muss ich auch noch den Elefanten im Raum ansprechen, denn als Free-to-Play-Spiel von Hoyoverse wird es natürlich Mikrotransaktionen geben. Aufgrund des Entwicklers, der etwa hinter Genshin Impact oder Honkai: Star Rail steckt, gehe ich von einem Gacha-System aus.
Was genau aus den potenziellen Bannern gezogen wird, wollte mir das Hoyoverse-Team vor Ort allerdings noch nicht verraten. Möglichkeiten gäbe es viele. Ich habe etwa schon “Skins” für Anima im Menü entdeckt, die hier “Chroma” genannt werden.
Außerdem wäre es auch denkbar, dass es besondere Anima-Varianten oder Trainer-Echos über Gacha-Banner zu bekommen gibt. Hier müssen wir leider noch abwarten, bis mehr Infos zu den Mikrotransaktionen veröffentlicht werden oder kommende Betas Aufschluss geben.
Was denkt ihr: Schaut ihr euch Honkai Nexus Anima später einmal an oder holt euch das Autochess-System nicht so richtig ab?
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