Shawn Layden, ehemaliger PlayStation-Chef: "Xbox versteht die Spielebranche nicht"

Nach den jüngsten Ereignissen rund um bevorstehende Studio-Schließungen, hat sich Shawn Layden über die Lage von Xbox geäußert.

Shawn Layden war von 2014 bis 2018 Präsident und CEO von SIE America. Shawn Layden war von 2014 bis 2018 Präsident und CEO von SIE America.

Microsoft und speziell Xbox ist weiterhin in der Gaming-Branche das Thema der Woche. Zuletzt war durchgesickert, dass mit Compulsion Games, Double Fine und Ninja Theory gleich mehrere hauseigene Studios geschlossen oder zumindest verkauft werden sollen – wir berichteten.

Jetzt hat sich der ehemalige PlayStation-Chef Shawn Layden in einer Diskussion auf LinkedIn zum Thema geäußert und Microsoft ein fehlendes Verständnis über die Spielebranche vorgeworfen.

Shawn Layden übt Generalkritik an Microsoft

In einer Antwort auf den Post von Industrie-Veteran Tadhg Kelly geht Layden hart mit Microsoft ins Gericht und sagt:

"Auch auf die Gefahr hin, wie ein Hater zu klingen (was ich wirklich nicht bin): Diese Schritte zeugen von einem grundlegenden Missverständnis darüber, wie die Welt der interaktiven Unterhaltung funktioniert. "

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Layden schließt seinen Kommentar auf Xbox sinngemäß mit den Worten: "Wenn du weißt, wie die Branche funktioniert, dann weißt du es. Und wenn nicht..."

Xbox in der "Identitätskrise"

Tadgh Kelly hatte Xbox zuvor eine Identitätskrise unterstellt, die sich seiner Ansicht nach erst verbessert, wenn sich die Moral und damit die allgemeine Stimmung im Unternehmen verbessert.

In seinem Post führt er die folgenden Punkte auf, die seine Meinung unterstreichen:

  • Asha Sharma als neuer CEO, nachdem Phil Spencer abgesägt wurde
  • Ein Rebrand der Marke, das wie das alte Branding aussieht
  • Die Behauptung, dass Hardware nicht teuer sein darf
  • Die Behauptung, dass eine Marge von 30 % erreicht wurde
  • Die Behauptung, dass eine Marge von 3 % Schwierigkeiten bedeutet
  • Matthew Ball und einige andere Tech-Personen wurden angestellt
  • Die Behauptung, man wolle sich auf bekannte Marken fokussieren
  • Ein Showcase mit allerhand neuen Spielen
  • Die Schließung von Studios, die besagte Spiele entwickeln
  • Die Behauptung, dass Videospiele für Microsoft wichtig sind
  • Ein Kommentar dazu, dass der Spielesektor bei Microsoft eigenständig sein muss

Kelly unterstreicht mit seiner Auflistung die Ambivalenz von Xbox, die sich vom Finanziellen bis hin zum Spiele-Portfolio zieht und damit auch den Kommentar von Shawn Layden untermauert.

Will Microsoft mit der Marke Xbox zukünftig erfolgreich sein und an die glorreichen Zeiten der Xbox 360-Ära anknüpfen, muss sich nicht nur die strategische Ausrichtung ändern, sondern es muss vor allem auch ein Stimmungsumschwung im Unternehmen stattfinden. Ob das passiert, wird die Zukunft unter CEO Asha Sharma zeigen.

Wie seht ihr die Einordnung von Shawn Layden und Tadgh Kelly und wie blickt ihr generell auf die Zukunft von Xbox?


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