Am 06. August 2026 erscheint das kleine Aufbauspiel Spiritstead für PC (Steam). Ich konnte schon einen Blick auf die bunte Fantasy-Mittelalterwelt mit ihrem schicken Zeichentrickfilm-Look werfen, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Warum das so ist und für wen sich das Spiel lohnen könnte, erfahrt ihr hier.
Das erwartet euch in Spiritstead
Spiritstead ist im Kern ein friedliches Aufbauspiel ohne Kämpfe. Ich baue Häuser, damit sich NPCs in meinem Dorf ansiedeln. Die verteile ich dann auf verschiedene andere Gebäude, etwa Holzfällerlager oder Karottenfelder, wo sie arbeiten und Ressourcen generieren. Mit der Zeit schalte ich immer mehr Gebäude, Dekorationen und magische Geister frei, wodurch meine Siedlung wächst und gedeiht.
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In diesem neuen Aufbauspiel baut ihr so idyllische Mittelalter-Dörfer, dass sie glatt aus einem Ghibli-Film stammen könnten
Allerdings ist Spiritstead ein Cozy Game. Die Mechaniken sind nicht sonderlich komplex oder bestrafend. Ich muss zwar genug Nahrung für meine Bevölkerung haben und mich teilweise um ihre Bedürfnisse wie Hygiene oder Krankheiten kümmern, aber wirklich schwer ist das alles nicht.
Der eigentliche Reiz des Spiels liegt vielmehr darin, einen kleinen, übersichtlichen Wirtschaftskreislauf aufzubauen, der immer effizienter wird und sich durch verschiedene Elemente automatisieren lässt.
Während ich am Anfang etwa noch jede Möhre einzeln mit einem Mausklick von meinen Feldern abholen muss, erledigen das später fleißige Geister für mich. Auch Zaubertürme und andere Gebäude sorgen dafür, dass sich die NPCs irgendwann besser um sich selbst kümmern können und ich meine Aufmerksamkeit auf den Ausbau der Siedlung legen kann.
Um meine Baufläche zu vergrößern, muss ich angrenzende Wälder gegen Geld und Ressourcen freiräumen. Außerdem sorgen magische Barrieren für Grenzen, die ich ebenfalls für bestimmte Materialien öffnen muss, um noch weiter zu expandieren.
Das legt auch neue Biome frei. Während ich anfangs in grünen Wäldern unterwegs bin, folgen später eine Schneelandschaft und ein Sumpf, die wiederum mit eigenen Gebäuden und Ressourcen aufwarten.
Beim Expandieren kann ich auch besondere Orte finden, zum Beispiel einen Teich, an dem ich angeln kann – denn natürlich darf es kein Cozy Game ohne ein (in diesem Fall simples) Angel-Minispiel geben.
Dieser Gameplay-Loop aus Expansion, Ressourcen farmen und dem Freischalten neuer Gebäude hat für mich gut funktioniert. Auch deshalb, weil es sich befriedigend anfühlt, durch neue Möglichkeiten zeitaufwendige Arbeitsschritte zu automatisieren.
Noch weniger Stress: Wer keine Lust auf Ressourcen und Arbeiter-Management hat, kann sich alternativ im Kreativmodus austoben. Hier stehen mir von Anfang an eine große Fläche, unendliche Ressourcen und alle Gebäude zur Verfügung.
Geisterhafte Stimmung
Bei der Automatisierung kommen dann auch die Geister ins Spiel, von denen ich Dutzende freischalten kann. Jeder davon ist einzigartig und verfügt über eine bestimmte Fähigkeit. Um neue Geister zu finden, muss ich experimentieren.
Wenn ich etwa ein Schaf für ein paar Sekunden über das Lagerfeuer halte, fühlt sich das Feuerwesen Blazer davon amüsiert und erscheint in meinem Dorf – wo es zukünftig alle Wollknäuel meiner Herde automatisch für mich erntet.
Es lohnt sich also, Tiere und NPCs im wahrsten Sinne des Wortes einfach mal in die Hand zu nehmen und auf verschiedene Gebäude oder Objekte zu werfen – man weiß nie, was so passiert! Das hat mich wohlig an den Göttersim-Klassiker Black & White erinnert.
Andere Geister sind besonders effizient beim Abbau bestimmter Ressourcen, übernehmen verschiedene Automatisierungen oder stiften einfach nur etwas Chaos auf den Straßen.
Mit der Zeit steigt deswegen der Wuselfaktor in meinem Dorf extrem an. Immer mehr Menschen, Tiere und Geister gehen ihren Aufgaben nach. Wenn ich dann zum Beispiel auf mehr Holz warte, um eine Mühle bauen zu können, lohnt es sich immer heranzuzoomen und einfach nur den beschäftigten Figuren und ihren Aktivitäten zuzuschauen.
Gibt’s einen Haken?
Auch wenn meine Vorabversion recht stabil lief, sind mir ein paar Bugs aufgefallen. Nachdem ich eine der magischen Barrieren zur Erweiterung meines Gebiets geöffnet hatte, war etwa keine Musik mehr zu hören.
Außerdem clippen die 2D-Objekte oft untereinander, wodurch NPCs oder Gebäude manchmal nicht mehr sichtbar bzw. anklickbar werden.
Dem Kreativmodus fehlt zudem ein wichtiges Feature: Da es hier keine Ressourcen gibt, lassen sich viele Geister nicht freischalten – zumindest habe ich keinen Weg gefunden. Viele der Gespenster hätten ohnehin nichts zu tun, trotzdem fehlen sie spürbar, weil der magische Wuselfaktor damit ein Stück weit flöten geht.
Klein und fluffig
Spiritstead ist vermutlich kein Spiel, in das ihr dutzende Stunden stecken werdet. Es gibt mit insgesamt drei Biomen einiges zu entdecken, aber die Menge an Gebäuden und freischaltbaren Effekten ist überschaubar.
Ich habe nach über vier Stunden zwar noch längst nicht alles freigeschaltet, würde aber schätzen, dass hier bis zu 10 Stunden drin sind. Darüber hinaus hängt es viel davon ab, wie viel Zeit ihr in Dekoration stecken wollt.
Genre-typisch gibt es kein Limit, wie lange ihr an dem perfekten Dorflayout schraubt und wann der letzte Blumenkasten seinen idealen Platz gefunden hat. Den Umfang und die Langzeitmotivation eines Anno oder Cities: Skylines solltet ihr hier aber auf keinen Fall erwarten.
Wem ich Spiritstead empfehlen kann
Alles in allem kann ich das Spiel allen empfehlen, die ein Aufbauspiel suchen und gerne einer wuseligen Fantasy-Stadt beim Wachsen zusehen, aber gleichzeitig keine komplexe Wirtschaftssimulation, lange Warenketten oder viel Spielzeit erwarten.
Spiritstead ist ein kleines, motivierendes Aufbauspiel zum Entdecken, Dekorieren und Zuschauen – nicht mehr, aber auch ganz bestimmt nicht weniger.
Was denkt ihr: Klingt Spiritstead nach einem Spiel, das euch gefallen könnte?
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