Swatting - UPDATE: Polizei vermeldet Verhaftung nach Swatting mit Todesfall

Offenbar hat ein Streit nach einem Call of Duty-Match zu einem Swatting-Anruf bei der US-Polizei geführt. Das anrückende SWAT-Team ging von einer Geiselnahme aus und erschoss einen unbeteiligten Mann.

von Hannes Rossow,
31.12.2017 09:00 Uhr

Ein Streit zwischen Call of Duty-Spielern soll ausgeartet sein. Ein Streit zwischen Call of Duty-Spielern soll ausgeartet sein.

Update vom 31.12.2017:

Wie NBC berichtet, hat das LAPD (Los Angeles Police Department) eine erste Verhaftung in der Tötung durch das SWAT-Team vermeldet. Der 25-jährige Verdächtige soll bei der Polizei angerufen haben, und einen Mord inklusive Geiselnahme und geplante Brandstiftung zu melden. Er gab eine falsche Adresse an und führte das SWAT-Team so zu dem Haus einer unbeteiligten Familie, wo es dann zu einem Todesfall kam.

Offenbar soll der Verdächtige schon im letzten Jahr durch ähnliche Vorfälle bekannt geworden sein. Wie The Star berichtet, liegen bereits zwei Verurteilungen und eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren aufgrund falscher Bombendrohungen vor.

Originalmeldung vom 30.12.2017:

Der sogenannte Swatting-Trend, der in den USA schon seit mehreren Jahren existiert, hat jetzt dazu geführt, dass ein 28-jähriger Mann und Vater von zwei Kindern von einer SWAT-Einheit erschossen wurde. Im Rahmen einer Pressekonferenz gab der Chef der Polizei von Wichita, Kansas bekannt, dass hinter dem Vorfall ein Anrufer steckt, der eine Geiselnahme vortäuschte und das schwerbewaffnete SWAT-Team zu dem Haus einer unbeteiligten Familie schickte. (via Compete)

Angeblich, so der Anrufer, hätten Eindringlinge bereits eine Person mit einem Schuss in den Kopf getötet und planen derzeit das Haus anzuzünden. Als die Polizei an der genannten Adresse ankam, öffnete ein junger Mann die Tür und wurde nach einer "verdächtigen" Handbewegung von einem Beamten erschossen. Der Schütze wurde beurlaubt und die Polizei sagt nun offiziell, dass es sich bei dem Vorfall um Swatting handelt.

Hinter dem Anruf stecken womöglich einige Call of Duty-Spieler, die nach einem Online-Match, in dem es um einen Geldbetrag von 1,50 US-Dollar ging, in Streit gerieten. So soll der Spieler "Miruhcle" eine falsche Adresse angegeben haben, um seinen Teamkollegen zu provozieren.

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Diese Adresse wurde dann von "Baperizer" an Dritte weitergeleitet, die für Swatting-Anrufe bekannt sind. Das Opfer steht offenbar in keiner Beziehung zu den Spielern und wurde zufällig ausgewählt.

Die Polizei von Wichita gibt die Namen der Verdächtigen nicht bekannt, allerdings sollen die Ermittler bereits über vielversprechende Anhaltspunkte verfügen. Die Twitter-Accounts der Call of Duty-Spieler sind mittlerweile gelöscht, allerdings gibt es vereinzelt noch Screenshots von Tweets, die auf den Vorfall reagieren.

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