Teures Pixel-Blut - US-Politiker will gewalttätige Videospiele zusätzlich besteuern

Nach einem Amoklauf in Florida will ein US-Politiker Spiele für Erwachsene besteuern, um damit an Schulen Psychologen zu bezahlen.

von Maximilian Franke,
22.02.2018 11:16 Uhr

Die Debatte um gewalthaltige Spiele geht weiter. Die Debatte um gewalthaltige Spiele geht weiter.

Nach einem Amoklauf am vergangenen Valentinstag in Florida sucht der US-Politiker Robert Nardolillo die Schuld bei Videospielen. Um gegen das Gewaltproblem vorzugehen schlägt er vor, gewalthaltige Spiele zusätzlich zu besteuern und mit diesem Geld an Schulen psychologische Hilfe zu finanzieren. Auch andere Politiker haben sich bereits in ähnlicher Weise geäußert. Auf Nardolillos offizieller Facebook-Seite heißt es:

"Es gibt Beweise, dass Kinder die gewalthaltigen Videospielen in einem jungen Alter ausgesetzt sind dazu neigen aggressiver zu sein, als diejenigen, die es nicht sind. Dieses Gesetz würde Schulen die zusätzlichen Ressourcen geben, die gebraucht werden um Schülern zu helfen mit dieser Aggression auf positive Weise umzugehen. "

Konkret bezieht er sich auf Spiele, die von der ESRB, also dem US-Pendant der USK, mit dem Altersiegel "M" oder höher versehen wurden. Dieses Siegel entspricht einer Altersfreigabe ab 17 Jahren. Darüber steht lediglich "A", was einer Freigabe ab 18 Jahren entspricht. Als Repräsentant des Staates Rhode Island würde demnach eine 10%-Steuer für Spiele anfallen, die in Rhode Island verkauft werden.

Wie EGMnow feststellt, ist hierzu interessant zu beobachten, dass Nardolillo als Befürworter der NRA gilt. Die National Rifle Association setzt sich als Organisation für Rechte bezüglich Schusswaffen in den USA ein. 2017 stimmte er beispielsweise gegen ein Gesetz, dass es Straftätern mit einstweiliger Verfügung verbieten würde sich eine Schusswaffe zu kaufen. Die NRA hat ihn wiederum bei der Wahl 2016 unterstützt.

Bei dem tragischen Amoklauf an einer Highschool in Florida am 14. Februar kamen 17 Menschen ums Leben. Damit wurde in den USA erneut die Diskussion um schärfere Waffengesetze entfacht.


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