Seite 2: Tom Clancy's H.A.W.X. 2 im Test - Test für Xbox 360

H.A.W.X. 2: Dogfights

Schiffe brauchen mehrere Raketentreffer bevor sie den Geist aufgeben. [360] Schiffe brauchen mehrere Raketentreffer bevor sie den Geist aufgeben. [360]

H.A.W.X. 2 bietet in Bezug auf Flugzeuge so ziemlich alles, was das Konsolenpilotenherz begehrt. Von F-15, F-16, MIG 29 Fulcrum und Eurofighter über die A-10 bis hin zur mächtigen F-22 Raptor stehen über 20 lizenzierte Jets im Hangar. Schade nur, dass man in den Missionen Flugzeuge zugeteilt bekommt und nicht mit dem Ofen seiner Wahl abheben darf. Die Bordwaffen lassen sich im Story-Modus ebenfalls nicht frei konfigurieren. Die Steuerung der Jets ist gut gelungen und komplex, beim Flugverhalten sind die Unterschiede zwischen den Kampfflugzeugen deutlich spürbar. Das Zentrum des Spiels sind natürlich die spannenden Luftkämpfe, und hier hängt Hawx 2 im Moment alles ab, was am Konsolenhimmel herumfliegt. Die Kämpfe sind sehr dynamisch, abwechslungsreich und fordernd. Anstatt sich einer nach dem anderen abschießen zu lassen, gehen feindliche Piloten clever vor, nutzen Täuschkörper und suchen den Nahkampf. Das zwingt euch, auch mit der Vulcan zu arbeiten, langweilige »Raketen aufschalten, feuern und weiter«-Kämpfe gibt es kaum. Selbst bei Landeanflügen seid ihr nicht vor den Gegnern sichern.

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Um H.A.W.X. 2 erfolgreich zu spielen, solltet ihr die Verfolger-Anzeige wählen. Auf diese Weise habt ihr nämlich deutlich mehr Übersicht als beim Blick aus dem Cockpit. Während sich die meisten Gegner in dieser Perspektive beseitigen lassen, erfordern die Asse den Einsatz des aus dem Vorgänger bekannten Off-Modus, bei dem alle Flughilfen deaktiviert werden und ihr euren Jet aus größerer Entfernung seht. Da im Off-Modus wirklich extreme Manöver möglich sind gelingt es leichter, sich hinter einen der wendigen Gegner zu hängen oder Raketen auszuweichen. Der Einsatz des Enhanced Reality Systems wurde ebenfalls deutlich zurückgeschraubt, in H.A.W.X. 2 kommt die computergenerierte Flugbahnanzeige fast nur noch bei Starts oder Landungen zum Einsatz.

H.A.W.X. 2: Grafik und Sound

In H.A.W.X. 2 rummst es an allen Ecken [360] In H.A.W.X. 2 rummst es an allen Ecken [360]

In Bezug auf die Technik ist H.A.W.X. 2 ebenfalls gelungen. Es läuft zwar nicht ganz ruckelfrei, aber deutlich sauberer als der Vorgänger über den Bildschirm. Die Flugzeugmodelle sind ein Fest für die Augen, auch wenn sie explodieren, abschmieren, brennend und qualmend zu Boden trudeln oder als Feuerball über den Boden rutschen. Bei den Landschaften kommen wieder Satellitenbilder zum Einsatz, die in Bodennähe allerdings einiges an Schärfe vermissen lassen. Einige Missionen liegen unter einem heftigen Grünschleier und verfremden die Optik zusätzlich noch mit milchiger Unschärfe. Gekoppelt mit den Anzeigen des HUD verleiht dieser CNN-Look der Grafik einen fast schon surreal wirkenden Look und zeigt, wie abstrakt der fast nur aus blinkenden Symbolen, Kästchen und piepsenden Anzeigen bestehende moderne Luftkampf geworden ist.

Beim Sound punktet H.A.W.X. 2 mit bombastischen Hymnen, guter deutscher Sprachausgabe und einer knackigen, sehr direktionalen Soundcodierung. Wer sich durch die Geschichte geschossen hat, spielt die Missionen unter veränderten Bedingungen erneut, wagt den Online-Luftkampf oder stellt sich im »Überleben«-Modus unzähligen Gegnern. Obwohl die Einzelspieler-Kampagne erfahrene Spieler nur sechs bis acht Stunden bei der Stange hält, ist also durchaus für genug Dauermotivation gesorgt.

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