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Seite 2: Velvet Assassin im Test - Test für Xbox 360

Attacke im Nachthemd

Schleichen ist bei Velvet Assassin oberstes Gebot. Genau wie Sam Fisher wird Frau Summer in finsteren Winkeln nahezu unsichtbar, angedeutet durch eine lila Färbung um die Spielfigur. So lauert die Heldin patrouillierenden Wachen auf und schaltet sie von hinten mit geschmeidiger Messerakrobatik aus. Dazu müsst ihr lediglich ungesehen nah genug an den Gegner heranschleichen und im richtigen Moment zuschlagen. Der Rest läuft von allein ab.

Klingt simpel, ist es aber trotz dummer KI-Gegner wegen des unfairen Leveldesigns und des hohen Gegneraufkommens nicht. Zudem kommt häufig Frust auf, da ihr bei Entdeckung durch den Feind sehr schnell sterbt und die automatischen Speicherpunkte teils weit auseinander liegen. Kluge Spieler halten in den Levels nach Ampullen mit Morphium Ausschau. Morphium ist für Violette nämlich ein ganz besonderer Stoff. Mit dessen Hilfe kann sie eine Art Bullet-Time aktivieren, in der sie sich im Spitzennegligé (nicht vergessen: die Lady träumt) und unverwundbar einem Gegner frontal nähern darf, um ihn dann mit dem Messer auszuschalten. Die Droge ist also gerade in brenzligen Situationen oft die letzte Rettung.

In Sachen Grafik und Atmosphäre macht Velvet Assassin vieles richtig. Die Levels sind sehr stimmungsvoll ausgeleuchtet, oft schon surreal übertrieben. Sobald Violette unter freiem Himmel und bei Tageslicht unterwegs ist, wird alles in einen herbstlichen Braun-Rot-Ton getaucht. Nur bei den Details spart das Spiel und füllt die Areale immer wieder mit den gleichen Kisten, Hütten und Fässern.

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