Xbox Game Pass sollte Spiele-Verleih werden, doch dann kam Netflix

Phil Spencer verrät, dass der Xbox Game Pass ursprünglich als Gaming-Verleih gedacht war. Doch Entwicklungen auf dem Markt haben bei Microsoft zu einem Umdenken geführt.

von Jonathan Harsch,
16.11.2021 14:00 Uhr

Der Game Pass hätte beinahe ganz anders ausgesehen. Der Game Pass hätte beinahe ganz anders ausgesehen.

Microsoft befindet sich mit seiner Gaming-Konsole momentan in einer guten Position - der Game Pass ist als Marke inzwischen fast genauso wichtig wie Xbox selbst. Doch beinahe wäre es nicht dazu gekommen, denn der Abo-Service startete mit einem komplett anderen Konzept.

Game Pass wäre beinahe ein Verleih für Games geworden

In einem Interview mit GQ zur 20-jährigen Jubiläumsfeier der Xbox gibt uns Phil Spencer einen Einblick in die Entstehung des Game Pass. Unter dem Arbeitstitel „Arches“ war der Service als Videospiele-Verleih geplant. Doch was für Filme Sinn ergab, hätte bei Games wohl nicht so einfach funktioniert. Zu dieser Einsicht kam man auch bei Microsoft, als Streaming-Services wie Netflix auf den Plan traten und den Unterhaltungs-Markt revolutionierten.

Abo statt Verleih: Neben den Entwicklungen in anderen Zweigen der digitalen Unterhaltungs-Branche, war es auch ein Umdenken auf dem Spiele-Markt, der dafür sorgte, dass der Game Pass ein Abo-Modell bekam und die Verleih-Idee gestrichen wurde. Das erklärt auch Sarah Bond, Chefin des Gaming-Ökosystems bei Microsoft:

Ungefähr 75 Prozent der Umsätze wurden bei Games in den ersten zwei Monaten nach dem Release gemacht. Heutzutage dehnt sich das über einen Zeitraum von zwei Jahren aus.

Alle wichtigen Informationen zum Game Pass findet ihr hier:

Xbox Game Pass - Preise, Spiele, Ultimate: Alle Infos zum Service   82     5

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Microsoft wurde zunächst belächelt: Zu Beginn der Planungsphase wollte laut Bond niemand außerhalb von Microsoft etwas von dem Abo-Konzept wissen. Immer wieder hieß es, der Game Pass werde Spiele entwerten. Das Team musste mit alten Titeln experimentieren, um die nötigen Daten zu sammeln, mit denen auch andere Publisher und Entwicklerteams überzeugt werden konnten.

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Inzwischen gehen auch große Publisher Deals mit Microsoft ein, um ihre Titel teilweise schon zum Launch im Game Pass zu veröffentlichen. Konkrete Zahlen nennt Microsoft nicht, aber der Service soll „rapide wachsen“. Und nicht nur das – auch anfängliche Befürchtungen stellen sich offensichtlich als unnötig heraus. Angeblich geben Mitglieder des Game Pass rund 50 Prozent mehr Geld auf der Xbox aus als alle anderen.

Könnt ihr euch den Game Pass als Verleih für Spiele vorstellen?

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