Auweia! Xbox Series S-SSD fällt mit 364 GB ziemlich klein aus

Die kleine neue Xbox ist mit einer wesentlich kleineren SSD ausgestattet, jetzt ist auch bekannt, wieviel Platz tatsächlich verfügbar ist.

von Tobias Veltin,
05.11.2020 15:30 Uhr

Für den vergleichsweise günstigen Preis müsst ihr bei der Xbox Series S einige Kompromisse eingehen - zum Beispiel beim Speicher. Für den vergleichsweise günstigen Preis müsst ihr bei der Xbox Series S einige Kompromisse eingehen - zum Beispiel beim Speicher.

Man konnte sich eigentlich darauf einstellen, dass der verfügbare SSD-Speicherplatz der Xbox Series S nicht übermäßig groß ausfallen würde. Schließlich hatte Microsoft bei der offiziellen Ankündigung der Konsole im September bereits bekannt gegeben, dass in der Konsole eine 512 GB-SSD verbaut ist. Auch, um Kosten zu sparen, schließlich kommt die Xbox Series S zu einem vergleichsweise schmalen Preis von 299 Euro auf den Markt. Dass es einen Kompromiss geben würde, war also nahezu klar.

Doch die tatsächliche Zahl, die jetzt durchgesickert ist und die wir nun auch im Rahmen unseres Xbox Series S-Tests bestätigen können, schmerzt dann doch ein wenig. Denn für das Installieren von Spielen und Apps stehen auf der SSD gerade einmal 364 GB zur Verfügung.

Warum der kleine Speicher der Xbox Series S enttäuschend ist

Das ist nicht viel: Vor allem nicht für eine Digital Only-Konsole, denn die Series S verfügt über kein Laufwerk. Viele Spiele-Speichergrößen liegen heutzutage bei 50 oder mehr Gigabyte, einige Ausreißer wie Red Dead Redemption 2 oder Call of Duty: Modern Warfare haben sogar die 100-GB-Marke überschritten. Das bedeutet, dass gerade einmal drei dieser Speicherfresser auf die Series S-Platte passen würden.

Zum Vergleich: Die Xbox Series X hat eine 1 TB große SSD verbaut, von der 802 GB nutzbar sind.

Wer also auf die Series S schielt, sollte sich bewusst sein, dass hier vermutlich recht schnell - je nach Spiel- und Kaufverhalten natürlich - die Kapazitätsgrenze der SSD erreicht sein dürfte, auch wenn Microsoft bereits gesagt hat, dass Spiele auf der Series S durchschnittlich 30% kleiner sein sollen. Dann müssen entweder Spiele gelöscht werden - oder der Speicher erweitert.

Möglichkeiten zur Speichererweiterungen sind da

Und hier gibt es glücklicherweise einige Möglichkeiten. Die beste davon ist allerdings auch kostspielig, denn die Seagate Storage Expansion, die eine identische Geschwindigkeit wie die interne SSD verspricht und für das Abspielen von optimierten Xbox Series X/S-Spielen auch benötigt wird, fallen knapp 240 Euro an. Wer auf diese Königslösung setzen will, muss also noch einmal fast so viel Geld in die Hand nehmen, wie für die Konsole selbst.

Es geht aber auch günstiger: Denn externe USB 3.0-Festplatten und externe SSDs sind ebenfalls mit der Xbox Series S kompatibel. Darauf können sämtliche Spiele gelagert werden (also abwärtskompatible und Xbox Series X/S-Spiele), für das Abspielen letzterer müssen diese aber zwingend auf der internen SSD oder erwähnter Storage Expansion installiert sein.

Noch mehr Infos dazu findet ihr hier:

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Abgesehen davon hakt es bei der Series S auch an ein paar anderen Stellen, Microsofts kleinste bisherige Xbox hat aber auch ganz klare Stärken. Welche Pros und Contras es gibt, verraten wir euch in unserem Test:

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Was sagt ihr zum verfügbaren Speicherplatz der Series S? Würden euch 364 GB reichen?

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