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The Legend of Zelda - 6 ungelöste Mysterien im Zelda-Universum

In The Legend of Zelda gibt es viele offene Fragen und Mysterien, deren Antwort wir womöglich nie erfahren werden. Hier sind die spannendsten davon.

von Maximilian Franke,
12.12.2019 18:00 Uhr

Das Zelda-Universum lässt viele Fragen unbeantwortet. Das Zelda-Universum lässt viele Fragen unbeantwortet.

Die Legend of Zelda-Reihe hat eine lange Geschichte hinter sich. Über die Jahre haben sich etlich Mysterien und ungeklärte Fragen ergeben, auf deren Beantwortung die Fans bist heute warten. Oft helfen natürlich Fan-Theorien aus, aber die offizielle Wahrheit einiger Rätsel werden wir wohl nie erfahren.

Wir haben für euch sechs dieser ungelösten Mysterien zusammengetragen und wollen natürlich auch von euch wissen, welche unlogischen oder zumindest nicht erklärten Probleme ihr gern mit einem zukünftigen Zelda gelöst sehen würdet.

Dieser Artikel ist Teil unserer The Legend of Zelda-Themenwoche. Mehr Infos dazu findet ihr in der entsprechenden Übersicht.

In Wind Waker hat Link eine Großmutter und eine Schwester. Eltern scheint er aber nicht zu haben. In Wind Waker hat Link eine Großmutter und eine Schwester. Eltern scheint er aber nicht zu haben.

Es gibt unzählige Geschichten von Helden und Auserwählten, deren familiäre Ursprünge ein Geheimnis bleiben. Da es sich oft um Wesen göttlicher Abstammung handelt, ist das auch kein großes Problem. So könnte es auch mit Link sein, aber Nintendo hat komischerweise ein kleines Paradoxon erschaffen.

Auch wenn wir die Eltern von Link niemals zu Gesicht bekommen und sie an keiner Stelle erwähnt werden, scheint Link dennoch eine Familie zu haben. Das geht beispielsweise aus A Link to the Past hervor. Hier lebt der Held zu Beginn bei seinem Onkel. In The Wind Waker wohnt er zudem mit seiner Großmutter und seiner Schwester Aril zusammen.

Die Zeitlinien des Zelda-Universum (hier geht's zur offizillen Timeline) sind verwirrend, aber auch mit der Info im Hinterkopf, dass es nach Ocarina of Time mehrere dieser Zeitlinien gibt, erklärt das nicht, warum die unterschiedlichen Links manchmal einen natürlichen Ursprung zu haben scheinen und manchmal nicht. Immerhin setzen ein Onkel, eine Großmutter und eine Schwester die Existenz von leiblichen Eltern voraus.

Aliens in Majora's Mask

Diese ungebetenen Gäste erscheinen nachts auf Romanis Farm und entführen ihre Kühe, wenn wir es zulassen. Diese ungebetenen Gäste erscheinen nachts auf Romanis Farm und entführen ihre Kühe, wenn wir es zulassen.

Majora's Mask hat sich ohne Probleme den ersten Platz der merkwürdigsten Zelda-Spiele verdient. Neben einem grusligen und noch dazu abstürzenden Mond bietet die Welt von Termina genug ungeklärte Fragen für eine eigene Liste dieser Art. Die Kuh-klauenden Wesen haben es uns aber am meisten angetan.

Treffen wir das Mädchen Romani auf ihrer kleinen Farm, erzählt sie uns von geheimnisvollen Angreifern, für die sie keinen Namen hat. In der Nacht des ersten Tages um 02:30 Uhr schleichen sich die Biester auf den Bauernhof und klauen Kühe! Warten wir nun die Dunkelheit ab, können wir tatsächlich Zeuge dieses Raubes werden. Wenn bis Sonnenaufgang alle Wesen abgewehrt werden, immerhin sind sie leicht zu besiegen, bedankt sich Romani bei uns.

Schaffen wir das allerdings nicht, stehlen sie tatsächlich die Kühe und Romani mit einem Lichtstrahl und saugen ihre Opfer gen Himmel. Am nächsten Tag ist das Mädchen zwar wieder da, kann sich aber an nichts erinnern. Wer sind diese Alien-ähnlichen Wesen, warum klauen sie Kühe und warum scheint nur Romani zu begreifen, was des Nachts auf dem Hof vor sich geht?

Was macht die Marktstadt auf dem Großen Plateau?

Der Grundriss der Marktstadt aus Ocarina of Time passt, etwas gedreht, perfekt auf das große Plateau von Breath of the Wild (Bild: Zeldauniverse.net). Der Grundriss der Marktstadt aus Ocarina of Time passt, etwas gedreht, perfekt auf das große Plateau von Breath of the Wild (Bild: Zeldauniverse.net).

Ist euch schon aufgefallen, dass das Tutorial-Gebiet um die verfallene Zitadelle der Zeit auf dem großen Plateau in Breath of the Wild eins zu eins den Ruinen der Hauptstadt aus Ocarina of Time entspricht? Die beiden Grundrisse passen mit Tempel, Brunnen und dem Weg zum Schloss perfekt aufeinander. Das könnten wir natürlich als coole Referenz auf alte Zeiten verstehen, aber gibt es vielleicht doch eine inhaltliche Erklärung?

Schwierig, denn das Große Plateau befindet sich geografisch nicht ansatzweise dort, wo es sein müsste. Im N64-Klassiker residiert die königliche Familie im Norden des Landes. Das große Plateau in Breath of the Wild ist aber im Süden von Hyrule. Damit kann es eigentlich nicht die selbe Stadt sein, aber warum ist es dann exakt der gleiche Aufbau? An dieser Stelle schließt direkt die Frage an, an welcher Stelle und auf welchem Zeitstrahl Breath of the Wild eigentlich genau angesiedelt ist. Vielleicht bringt der bereits angekündigte zweite Teil hier ein wenig mehr Licht ins Dunkel.

Das Sturmlied-Paradoxon

Wenn sich die beiden das Lied gegenseitig beibringen, wo kommt es dann ursprünglich her? Wenn sich die beiden das Lied gegenseitig beibringen, wo kommt es dann ursprünglich her?

Ja okay, wir sehen ein, dass sich die Entwickler an dieser Stelle vermutlich nur einen kleinen Scherz erlaubt haben. Trotzdem müssen wir darüber reden: Wo um alles in der Welt kommt die Hymne des Sturms her? In Ocarina of Time kann der erwachsene Link im Dorf Kakariko einen Mann treffen, der ihm die Melodie beibringt. Dabei erzählt er uns, dass er das Lied selbst vor sieben Jahren gelernt hat.

Moment, vor sieben Jahren? Wie praktisch, dass wir wieder in der Zeit zurückreisen können. Kehren wir als Kind zu dem Mann zurück, kennt er die Hymne noch nicht. Link kann sie ihm jetzt allerdings lehren. Ihr seht schon, worauf es hinausläuft. Wenn Link die Melodie von ihm, aber er die Melodie von Link gelernt hat, wo kommt der Song of Storms dann bitte her? Zwar wird in Majora's Mask noch einmal darauf Bezug genommen, aber geklärt wurde diese Frage bisher nicht.

Wer ist Bongo Bongo?

Vermutlich hat Bongo Bongo eine schwere Zeit hinter sich. Vermutlich hat Bongo Bongo eine schwere Zeit hinter sich.

Bei diesem Mysterium ist uns in der ursprünglichen Fassung leider ein inhaltlicher Fehler unterlaufen. Wir haben den Text daher angepasst.

Bongo Bongo ist der Bossgegner, der am Ende des Schattentempels auf uns wartet. Seine Ursprünge sind allerdings ziemlich spannend. Vom weisen Shikashi erfahren wir, dass im Dorf Kakariko einst ein Mann lebte, dessen Auge stets die Wahrheit sah. Das ist eine ziemlich deutliche Anspielung auf das Item "Auge der Wahrheit", dass Link als Kind im am Grund des Brunnens finden kann.

Das Haus des früheren Sehers soll laut Shikashi genau dort gestanden haben, wo sich nun der Brunnen befindet. Der ist wiederum der Eingang zu einem kleinen Dungeon, in dem sich das Auge der Wahrheit versteckt, dass wir zum Abschließen des Schattentempels brauchen. Es ist also relativ klar, dass der Bossgegner der rätselhafte Bewohner Kakarikos war. Doch warum sieht er so aus, wie er aussieht und spielt den ganzen Tag Bongo?

Eine gängige Theorie ist, dass er die königliche Familie betrügen wollte und versuchte das Triforce-Artefakt an sich zu reißen. Sein Plan schlug allerdings fehl und als Strafe wurden im sowohl die Hände, als auch sein Kopf abgehackt. Das würde zumindest seine schwebenden Hände und seinen fehlenden Kopf erklären. Immerhin sein allsehendes Auge scheint ihm geblieben zu sein und dient im Bosskampf als Schwachstelle.

Zu guter Letzt hat die Shiekah Impa ihn dann noch in den Brunnen gesperrt, wo er sich in all seinem Hass zur "bestialischen Schattenmonstrosität" entwickelte, der Link entgegentritt. Mit Ganons Hilfe konnte er aus dem Brunnen fliehen und verfluchte stattdessen, vermutlich aus Rache, das naheliegende Heiligtum der Shiekah. Dieser Ort in der Nähe des Friedhofs ist uns nun als Schattentempel bekannt, in dem er noch immer herumgeistert.

Warum Navi, warum nur?

Am Ende von Ocarina of Time verlässt uns Navi und sagt nicht einmal 'Tschüss'! Am Ende von Ocarina of Time verlässt uns Navi und sagt nicht einmal 'Tschüss'!

Hey, Listen! Die kleine Fee Navi ist Links treue Begleitung in Ocarina of Time. Sie hilft ihm und ist ständig an seiner Seite. Nach der langen Reise, epischen Bosskämpfen und der erfolgreichen Rettung von Prinzessin Zelda verschwindet sie jedoch einfach. Ohne ein Wort oder einen Piepser von sich zu geben, haut sie einfach durch das nächste Fenster ab.

Auch Link scheint die Gründe für ihr Verschwinden nicht zu verstehen, denn der direkte Nachfolger Majora's Mask beginnt mit unserem Helden, der sich auf der Suche nach der kleinen Fee befindet. Theorien für Navis Entscheidung gibt es viele, aber keine wurde offiziell bestätigt.

Es könnte sein, dass sie als Belohnung für ihre Taten zur großen Fee befördert werden sollte, aber dann wäre doch trotzdem eine Verabschiedung drin gewesen. Eine traurige Fan-Auslegung schlägt vor, dass sie sich während des Abenteuers in Link verliebt hat. Da eine Beziehung zwischen den beiden aber nie funktioniert hätte, wählte sie den kurzen und schmerzlosen Abschied. Vermutlich werden wir die Antwort nie erfahren.

Jetzt seid ihr gefragt: Über welche Zelda-Mysterien habt ihr euch schon den Kopf zerbrochen?

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