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Inhaltsverzeichnis

Zombie Gunship im Test - Spiel oder Nachrichtensendung?

Es sind die einfachen Ideen, die selbst langjährige Videospieler stundenlang vor den Bildschirm fesseln. Zombie Gunship hat eine solch einfache Idee. Was es nicht hat, ist bunte, überzogene Optik, sondern eine betont realistische Welt. Wie das zusammen passt, lest ihr im Test.

von Thomas Ruhk,
03.08.2011 19:00 Uhr

Der Motor dröhnt in unseren Ohren. Die AC-130 kreist ohne Unterlass um die letzte Bastion der Menschheit. Tief unter uns sehen wir den Bunker. Seine Tore stehen offen. Wir starren durch die Zielvorrichtung des 105mm-Geschützes und schwenken es nach links. Da – am Rande unseres Sichtfeldes taucht eine humanoide Silhouette auf. Sie ist schnell und läuft mit gleichmäßigen Bewegungen auf den rettenden Bunker zu. Es ist ein Mensch, ein lebender, atmender Mensch.

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Direkt hinter der Person taucht plötzlich eine Gruppe torkelnder Gestalten auf. Sie kommen wie ein Schwarm Hornissen aus dem Randbereich des Radarsichtfeldes und folgen dem Flüchtenden. Es sieht unbeholfen aus, wie sie alle miteinander unkoordiniert vor sich hin stolpern. Wir wissen es besser. Wir haben schon viel zu oft gesehen, was passiert, wenn die scheinbar betrunkene Horde einen Läufer eingeholt hat. Er wird die Begegnung nicht überleben, zurückbleiben, in Stücke gerissen wie Schlachtvieh.

Eine große Zahl Zombies rückt auf den Bunker zu.Eine große Zahl Zombies rückt auf den Bunker zu.

Die Gruppe hat bereits auf den Flüchtling aufgeschlossen. Der Einsatz der 105mm-Kanone ist jetzt zu gefährlich. Unsere Order ist klar umrissen: Keine Zivilisten töten. Wobei – waren diejenigen, die jetzt hinter dem Mensch her sind, nicht auch mal Zivilisten? Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer – sie alle haben sich in Besessene verwandelt, nur noch beseelt von einer fürchterlichen Gier nach warmem Fleisch. Wir schalten auf die 25mm-Schnellfeuerkanone und visieren die Verdammten an. Sie sehen durch das Nachtsichtgerät alle gleich aus, aber in unserer Fantasie bekommen sie Gesichter. Verwandte, Freunde, Nachbarn – irgendwo dort unten schwanken sie mit im Reigen der Untoten. Ganz sicher.

Verschwendete Gedanken, verschwendete Zeit. Nur der Flüchtling zählt. Die Überlebenden müssen sich sammeln, sonst ist die Rasse Mensch dem Untergang geweiht. Die 25 rattert schwer, wir sehen die starke Streuung der Projektile. Bloß nicht den Läufer treffen, nicht wie gestern, als der Commander den Einsatz frühzeitig abbrechen musste, weil unsere Gunner mit der voll aufgerüsteten 105 fälschlich eine größere Gruppe Lebender…

Die Ansicht kann auch umgeschaltet werden.Die Ansicht kann auch umgeschaltet werden.

"Guter Schuss", dröhnt es in den Helmlautsprechern. Jetzt ist genügend Distanz zwischen den Untoten und dem Flüchtenden. Wir schalten schnell auf die große 105 und jagen das Geschoss dem Erdboden entgegen, der in dem grobkörnigen Bild des Visiers wie eine Reliefzeichnung aussieht. Die mächtige Explosion zerfetzt die gesamte Verfolgergruppe. Unser Counter zeichnet 16 vernichtete Zombies auf. Der Läufer erreicht die rettende Bunkertür. Geschafft – unsere Population ist erfolgreich um die Zahl 1 gestiegen.

Die kleinen Staubwolken stammen von der Schnellfeuerkanone.Die kleinen Staubwolken stammen von der Schnellfeuerkanone.

Unsere Freude wähnt nur kurz. Ganz weit im Osten rennen drei weitere Lebende in die Canyons hinein – doch direkt hinter ihnen wälzt sich eine unförmige Riesenkreatur mit einer großen Zahl begleitender Zombies heran. Ein Signalton erklingt. Die 105 ist Feuerbereit. Der Schuss wird die Zombies auslöschen … aber nicht den Hulkster. Es wird knapp werden. Vielleicht ist unter den neuen Läufern einer unserer vermissten Freunde. Wir gehen ins Visier…

Nach Ende des Durchgangs entscheidet unser Abschneiden über das gewonnene Geld.Nach Ende des Durchgangs entscheidet unser Abschneiden über das gewonnene Geld.

Limbic Softwares Spielehit braucht gerade mal knappe 14 MB Speicherplatz. Zombie Gunship hat keine Story oder ein direktes Spielziel, es geht schlicht und ergreifend um die höchstmögliche Anzahl Überlebende und im Gegenzug den Highscore bei erlegten Untoten. Zivilisten sollten in dem konstanten Projektilhagel möglichst nicht sterben, wer sich dennoch in der Eile Fehlschüsse leistet, wird nach dem dritten Kollateralschaden vom Commander aus dem Verkehr gezogen. Jeder Durchgang bringt Geld auf das Konto, mit dem sich die Waffen und einige Ausrüstungsteile erweitern lassen. So können der Sichtbereich des Radars oder die Sprengkraft der Granaten vergrößert werden. Die Feuerrate wird schneller, die Abkühlzeit verkürzt, der Bunker besser geschützt. Die Upgrades verbessern sofort den Handlungsspielraum und sorgen für einen höheren Score bei der nächsten Runde.

Die Steuerung funktioniert ausschließlich über Fingerstriche und einige Buttons und ist in wenigen Minuten erlernt. Technisch ist das Spiel trotz Simplizität eine Wucht: Man hat das Gefühl, eine Nachrichtensendung eines amerikanischen Fernsehsenders zu verfolgen. Keine Musik stört das Geschehen, dafür beeindruckt die wuchtige Geräuschkulisse, für die einer der Sounddesigner des Gears-of-War-Teams verantwortlich zeichnet. Wenn die großen Hulkster, im aufgewirbelten Staub kaum noch erkennbar, zu Boden stürzen, erinnert das durch die Grieseloptik an den Film "Cloverfield". Das Spiel ist auf das iPhone ausgelegt, funktioniert aber auf dem iPad besser. Die Tiefenwirkung des Bildes ist hier beeindruckender und man kann genauer Zielen.

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