Einfach zu zocken - Pro Evolution Soccer

Von TageLöhner · 9. Juni 2020 ·
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    Wer kein Bock auf diese ultrarealistischen und komplizierten Soccergames hat, ist bei Pro Evolution Soccer an der richtigen Adresse. Ach was war das Geschrei groß, als Pro Evolution Soccer für Heimkonsolen erschienen ist und der Online-Modus so gut wie unspielbar war. Dieses Ärgernis bleibt euch auf der PSP erspart. Nicht, weil Konami nun alles besser gemacht hat, sondern weil es leider keinen Online-Modus gibt. Dieses Feature bleibt noch immer den „großen“ Konsolen vorbehalten. Statt dessen stehen euch die klassischen Spielmodi Liga, Meisterliga, Einzelspiel, Mehrspiel (WLAN) etc. zur Auswahl. Soweit also nichts Neues. Nicht ganz neu, aber diesmal sogar funktionsfähig ist die Möglichkeit Daten zwischen der PlayStation 2 und der PSP austauschen zu können. Somit könnt ihr eurem Lieblingsteam wo und wann immer ihr wollt zum Sieg der Meisterschaft verhelfen. Somit bleibt der Welt-Tour-Modus die einzig wirkliche Neuerung von PES. Hier geht es primär darum, ein großes Spektrum an Aufgaben zu erfüllen, als um das Absolvieren eines kompletten Matches. Mal müsst ihr einen bestimmten Prozentsatz an Schüssen aufs Tor schaffen, ohne Reservespieler einen Sieg einfahren oder dürft nicht ins Abseits laufen. Die Schwierigkeit variiert je nach Aufgabe recht deutlich und erfordert so manches Mal ein Menge Können von euch. Trotz der Kürze der gestellten Ziele ist der Welt-Tour-Modus gut für eine schnelles Spielchen zwischendurch geeignet.

    Schon seit jeher muss Pro Evolution Soccer ohne vollständige Lizenzierung auskommen. Zwar kommen in jedem Jahr neue Teams hinzu, aber von der kompletten Bundesliga darf auch im aktuellen Ableger geträumt werden. Lediglich Bayern München ist als einzige Mannschaft des BuLi vertreten. Doch wer sich von euch die Mühe machen will, kann mit dem äußerst umfangreichen Editor nachhelfen. Ihr dürft nach Herzenslust alles verändern, was euch in den Sinn kommt. Somit kommt ihr doch noch in den Genuss der Bundesliga. Alternativ könnt ihr bestehende Daten des Vorgängers auch bequem importieren. Während die spielerischen Qualitäten von PES wie immer unbestritten sind, sieht es technisch auf der PSP nicht ganz so rosig aus. Das fängt schon beim Stadion an, denn ihr dürft immer auf dem gleichen Rasen eure Spiele bestreiten und das auch noch immer im gleichen Stadion. Des Weiteren hat es Konami immer noch nicht geschafft einen Kommentator zu integrieren, der bei Electronic Art fester Bestandteil ist. Auf die wenigen Sprachfetzen, die ihr zu hören bekommt, wenn ihr ein Tor geschossen habt, hätte Konami auch verzichten können. Größtes Manko sind jedoch die unendlich langen Wartezeiten. Warum ich mir vor jedem Spiele eine überflüssige Stadionansicht zu Gemühte führen soll, weiß ich nicht. So vergehet dann vom Menü bis zum Anstoß vergeht eine gute Minute! Überhaupt muss ständig von der UMD nachgeladen werden.

    Grafisch ist PES ein zweischneidiges Schwert. Die Action auf dem Platz lässt keine Wünsche offen. Die Animationen sind butterweich und realistisch und populäre Spieler lassen sich durchaus wiedererkennen. Auch in punkto Atmosphäre gibt sich PES keine Blöße. Die Fans singen, geben Szenenapplaus und buhen unbeliebte Spieler aus. Anders sieht es hingegen bei Wiederholungen aus. Völlig unverständlich ist, warum ich die Trikotnummer lesen kann, während die Spielernamen krisselig und somit unleserlich dargestellt werden. Das sieht einfach nur unschön aus. Die Steuerung mit dem Analogstick klappt hingegen wunderbar und lässt sich auf Wunsch beliebig anpassen. Ärgerlich, dass es auf der PSP keine Schwalben gibt. Dieses Feature ist leider dem Rotstift zum Opfer gefallen.

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