Aliens: Colonial Marines - Sega gibt zu: Trailer waren irreführend

Sega gesteht ein, dass die vorab veröffentlichten Trailer zu Aliens: Colonial Marines, die wesentlich besser aussahen als das fertige Spiel, irreführend gewesen seien. Deswegen werden alle offiziell veröffentlichten Gameplay-Videos mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

von Christian Weigel,
03.04.2013 16:59 Uhr

Aliens: Colonial Marines sah in Vorabtrailern wesentlich besser aus als zum Auslieferungszeitpunkt im fertigen Spiel.Aliens: Colonial Marines sah in Vorabtrailern wesentlich besser aus als zum Auslieferungszeitpunkt im fertigen Spiel.

Der qualitative Unterschied zwischen den schicken Trailern zu Segas SciFi-Shooter Aliens: Colonial Marines und dem sehr unansehnlichen fertigen Spiel ist gravierend genug, dass sich die britische Werbeaufsichtsbehörde ASA (»Advertising Standards Authority«) eingeschaltet hat. Die Aufgabe der Behörde ist es, irreführende, zwielichtige oder unangemessene Werbemaßnahmen aufzudecken. Die ASA handelte mit Sega aus, dass alle offiziell veröffentlichten Video-Clips zum Spiel mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen werden müssen:

»Sega Europa ging auf unseren Einwand ein und gab zu, dass die Trailer den finalen Zustand des Spiels nicht akkurat wiedergeben. Sega stimmte zu, auf ihrer Webseite und auf allen relevanten Youtube-Videos einen Hinweis einzublenden der erklärt, dass die Trailer mit einer Demo-Version des Spiels aufgenommen wurden."

"Sega Europe acknowledged your objection that the trailers did not accurately reflect the final content of the game. They agreed to add a disclaimer, both on their website and in all relevant Youtube videos, which explains that the trailers depict footage of the demo versions of the game. The disclaimer will be visible when each online trailer is played.

Die ASA, die aufgrund einer Beschwerde des Reddit-Benutzers »subpardave« in Aktion trat, hat nicht besonders viel Macht und kann keine Strafgebühren einfordern. Trotzdem kann sie öffentlichkeitswirksam Staub aufwirbeln und damit negative Berichterstattung in der Presse ankurbeln. Der User »subpardave« reichte seine Beschwerde übrigens nicht ein, um eine Rückerstattung oder eine sonstige Entschädigung für sich zu fordern, sondern um Gearbox Software, den Entwickler des Spiels zu einer Reaktion zu zwingen. Den vollen Wortlaut der Anwort der ASA an »subpardave« finden Sie hier.

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